Ich bin jetzt Priester - auf ewig!

Shownotes

In dieser Folge spreche ich mit Pater Dominikus Maria, der nur wenige Wochen nach seiner Priesterweihe zu uns ins Studio kommt. Offen, emotional und ungefiltert erzählt er von seinem Weg: von der gelebten Kindheit im Glauben, über prägende Vorbilder, bis zur Entscheidung für das Ordensleben und die Dominikaner. Wir tauchen tief ein in Fragen von Berufung, Zweifel, Freude und die Bedeutung geistlicher Routinen – und warum echte Frömmigkeit immer auch Freude bedeutet.

Gemeinsam entdecken wir, wie die Suche nach dem eigenen Weg zwischen Freiheit und Struktur gelingt und was es heißt, als junger Priester heute in der Kirche zu stehen. Wer wissen will, wie Berufung sich anfühlt, warum Gehorsam Freiheit schenken kann und was es bedeutet, als Predigerbruder im digitalen Zeitalter unterwegs zu sein, sollte diese Folge nicht verpassen.

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00:00:06:

00:00:09: Gut.

00:00:10: Bist du bereit?

00:00:12: Mit Gottes Hilfe bin ich bereit, wie ich vor nicht allzu lange Zeit gesagt habe.

00:00:16: Das ist echt der schönste Einstieg.

00:00:19: Das lassen wir auch so drauf!

00:00:20: Mit Gottes Hilfe bin ich also bereit.

00:00:22: Also lieber Partner Domenikus herzlich willkommen bei Colt.

00:00:25: Ich freue mich wahnsinnig dass Du den Weg hier in unser kleines Studio gefunden hast quasi direkt ... aus deiner Priesterweihe zu uns.

00:00:35: Unglaublich!

00:00:36: Es macht mich so glücklich, dass du da bist?

00:00:38: Ich freue mich hier sein zu dürfen und über die Berufung sprechen zu dürfen weil es wirklich der Glutkern meines Lebens ist... Und ich glaube der Gluttkern eines jeden Lebens sein sollte.

00:00:48: egal in welchem Lebensstand ist Berufung doch das woraus man am meisten Freude schaffen kann in seinem Leben.

00:00:56: Amen.

00:00:56: Also vielleicht für den Hintergrund unserer Zuschauer und Zuhörer Du wurdest am Am weißen Sonntag, nicht Palmsburg.

00:01:04: Am weiße Sonntags in Wien gerade zum Priestergeweid.

00:01:08: Das ist zweieinhalb Wochen her.

00:01:10: Genau also ich wurde am Samstag vor dem weißen sonntag geweiht, elfte April.

00:01:15: Ich verzeihe natürlich noch was.

00:01:17: Und dann genau, am weißes Sonntage war dann meine erste Messe, meine Primitz und das ist genau gut zwei Woche im zweieineinhalb wochenher.

00:01:27: Wir freuen uns deswegen dass du da bist weil du natürlich direkt und ohne Filter uns jetzt berichten kann, wie dein Weg war.

00:01:36: Die ganze Emotionalität die ist noch da drin steckt.

00:01:38: also ich glaube das wird eine ganz ganz spannende und starke Folge.

00:01:42: Ich freue mich da sehr drauf!

00:01:44: Wir haben es bisher mal so gehabt um dich so ein bisschen kennenzulernen.

00:01:47: stelle mir so ein paar ganz einfache Fragen auf die Aneinfragen.

00:01:53: kurze Antworten darf auch ein bisschen länger sein natürlich um einfach so ein bißchen deinen In der Nutschel, so dein Innerstes einmal mitzubekommen.

00:02:02: Das sind manchmal auch ein bisschen mit dem Augenzwink an die Fragen.

00:02:06: Ist vielleicht relativ offensichtlich.

00:02:08: aber Lieblingsheiliger oder Lieblingsheilige?

00:02:11: Ja!

00:02:12: Der heilige Vater Dominikus ist glaube ich keine Überraschung.

00:02:14: Und das denke ich mir in diesem Fall auch.

00:02:17: Das ist bei Weltpriests sondern oftmals überraschender als bei Ordensleuten.

00:02:23: Morgenlob- oder Abendgebet?

00:02:25: Morgenloben

00:02:27: Wenn du ... Welches biblische Wort begleitet dich aktuell besonders?

00:02:39: Das ist vielleicht auch relativ offensichtlich.

00:02:59: Für mich persönlich drin, aber eben auch für den Weg überhaupt als Dominikane.

00:03:04: Ja schön!

00:03:07: Stadtpastoral oder Landpfarrei?

00:03:11: Stadtpasto-Rei.

00:03:13: Früher Vogel oder Nachtäule?

00:03:15: Früher Vogel.

00:03:17: Berge oder Meer?

00:03:19: Die Berge.

00:03:20: Aparol Spritz oder Tschentonic?

00:03:22: Oder weil ich keine Alkoholtrige hatte im Dienst.

00:03:26: Akzidenteln.

00:03:27: Ja, Treffer... Was hilft dir mehr im Glauben?

00:03:32: Struktur oder eine gewisse Freiheit.

00:03:36: Es braucht beides, weil ich glaube die Struktur ist quasi das Gelett, dass mich aufrecht hält auch wenn es quasi... Wenn es vielleicht nicht so viel Spaß macht gerade.

00:03:45: aber es ist eben nur das Gelette und das Fleisch kommt dann eben dadurch, dass man Freiheit hat.

00:03:50: also ich denke jetzt vor allem ans Gebete eben

00:03:52: noch.

00:03:53: Schön!

00:03:55: Ein Satz oder ein Wort mit dem du dich selbst beschreiben würdest.

00:04:03: Prediger Bruder!

00:04:05: Schön, was bald darf bei dir nie im Kühlschrank fehlen?

00:04:10: Milch und Käse.

00:04:13: Was würdest du deinem achtzehnjährigen?

00:04:17: ich sagen so in einem Satz dürfen auch zwei drei Sätze sein.

00:04:21: Es lohnt sich alles für Gott zu geben.

00:04:25: Wow da reicht ein Satz.

00:04:30: wenn du einen Kirchenraum neu Bauen müsstest du gestalten dürftest?

00:04:36: Wie würdest du ihn gestalten?

00:04:37: Klassisch, modern.

00:04:39: Du könntest dich sogar in irgendeiner Kunstepoche einordnen.

00:04:43: wie würdest das machen?

00:04:45: Ich würde sagen klassisch.

00:04:46: und auch wenn ich jetzt den Wien die Kirche in der ich geweiht wurde einem Barockkirch als eine der schönsten oder die schönste Kirche bezeichnen würde würde ich selber wahrscheinlich trotzdem eher gotisch bauen

00:05:00: Kann nicht durchaus nachvollziehen Wann hast du das letzte Mal laut gelacht und worüber?

00:05:07: Es war, glaube ich, irgendwann während einer Gebetszeit ausgerechnet.

00:05:16: Ich weiß nicht mehr wo rüber aber es passiert manchmal im stunden Gebet dass man dann irgendwie einen Vers falsch liest.

00:05:22: also ein Klassiker wäre zum Beispiel wenn mich der Fräfel türkischer Feinde umgibt, dass man so was sagt wie der Frevel türkische feinde oder sowas.

00:05:33: Ich werde diesen Psalm auch jetzt nicht mal anders lesen.

00:05:36: Ja, und das ist dann also ... Das Problem ist wenn man anfängt zu schmunzeln und zu lachen in einem Ort um so einer Zeit wo man es nicht sollte, dann ist das Lachen umso heftiger.

00:05:50: Claudia ist kurz aus dem Nähkästchen.

00:05:52: Es war kurz vor Ostern und zwar bei uns hier an der Pfarrei Heilige Messe Und die Kinder haben das Ganze gestaltet und hatten ihren eigenen Chor Und meine liebe Frau wird mir das jetzt verzeihen, wenn ich das ausblaue.

00:06:08: Aber sie musste auf einmal so das Lachen anfangen während die Kinder Häsungen haben und es ist dann so ansteckend in der Sekunde.

00:06:15: wir saßen da beide.

00:06:16: Es war toll und die haben's wirklich ganz, ganz rörend gemacht aber wenn auch noch zwei niemanden anders sind die gerade ein bisschen sich gegenseitig hoch pushen.

00:06:23: also ja Ich kann das gut sehr gut nachvollziehen.

00:06:27: Ja

00:06:29: Wann war dein letzter Romaufenthalt?

00:06:33: Letzten Sommer, glaube ich.

00:06:35: Da habe ich also Sommer zwanzig fünfundzwanzig.

00:06:38: da hab' ich Mitbrüder mit denen ich in den USA studiert habe und die jetzt im Auslandsjahr dann waren in Rom dort besucht und es war wirklich wieder sehr schön

00:06:48: Bereichernd?

00:06:49: Also... Ich kann's gut nachvollziehen.

00:06:52: Deswegen ist die Frage auch da eine meiner Lieblingsfragen weil ich es liebt mich über Rom auszutauschen Was is dein hidden Jam wo du sagst Abseits von den Haupttouristenstraßen, wo sollte jeder mal in Rum gewesen sein?

00:07:08: Also ich meine ... Ich finde Santa Maria Supreminerva ist einer der schönsten Kirchen dort.

00:07:14: Und was mir besonders viel bedeutet hat war Dodici Apostoli oder heilige Philippus und Jacobus Liegen.

00:07:21: Einerseits weil man Taufnahme eben Philippus ist.

00:07:23: Und ich hatte das Privileg, dort eben mal zu Palmsontag mitzufeiern und dann einfach zu wissen hier In der Krypta dieser Kirche liegen Leute, die den ein paar im Sonntag wirklich miterlebt haben und dort sein zu dürfen.

00:07:36: Das ist wirklich ... Ja das war ein großes, großes Geschenk.

00:07:41: Unglaublich!

00:07:41: Warst du schon mal im heiligen Land?

00:07:43: Ja, zweimal.

00:07:45: Zwei Mal schon.

00:07:46: War das eine längere Phase dann?

00:07:47: oder war es auch so einfach ein touristischer Besuch?

00:07:51: Es waren also schon zwei Pilgerfahrten aber es waren jeweils halt quasi sieben oder zehn Tage, also quasi da dass man alles mal gemacht hat, aber es war jetzt nicht irgendwie das man wirklich dort.

00:08:03: Wie der Amerikaner, der innerhalb von vier Tagen Europa und Paris London so einmal mitnimmt?

00:08:08: Sondern man konnte sich auch so ein bisschen dann drauf einlassen.

00:08:11: Ein bisschen ja!

00:08:12: Aber es wäre natürlich also einfach dort zu sein und das quasi to soak it in... ...das solange war ich dann leider nicht dort.

00:08:21: Wo habt ihr da gewohnt?

00:08:23: An unterschiedlichen Orten.

00:08:24: Also im Jerusalem meistens am österreichischen Hospiz Und sonst weiß ich es gar nicht mehr.

00:08:31: Aber ich denke mir, gerade weil du gesagt hast dazu sein bei den Heiligen die den Palmen Sonntag das alles miterlebt haben und ich glaube dass wir dann ohne dass sich dort war aber ich würde es wahnsinnig gerne an diesen Städten wirklich im heiligen Land nochmal so viel massiver ein bewusst was wenn Evangelium lebendig wird dann einfach?

00:08:53: Ja da würde ich sagen gibt's also.

00:08:55: Bei meinen Israel-Reisen waren es vor allem zwei Orte, wo ich dann auch sagen würde.

00:08:58: Da war es dann besonders spürbar.

00:09:00: also sowohl am Ölberg gibt's einen Stein, wo man eben sagt Jesus habe dort gebetet in der Nacht bevor er dann oder in der nacht in der er verraten wurde und dann mitgenommen wurde quasi einfach auf diesem stein, auf dem man weiß jesus hat irgendwie Blut geschwitzt als er damit den Willen des Vaters gerungen hat.

00:09:18: das war wirklich eine starke Erfahrung einfach dort zu sein und eben auch so ein Kühlenstein dann einfach anzufassen und sich zu denken, also wie allein gelassen man sich da dann eben fühlt in einer Nacht, in der die Freunde irgendwie schlafen.

00:09:34: Und man weiß es, man wird jetzt ausgeliefert und eben selbst der Vater wird einem irgendwie ein Stück weit fremd, das hat für mich dieser kalte harte Stein ein Stück weiter mit ausgedrückt.

00:09:44: und vor allem sagt man dort gibt es auch noch Olivenbäume, die möglicherweise zurzeit, die Jesus schon dort gestanden haben.

00:09:50: Eben Zeugen dieses Ringens waren das der eine Ort und das andere war die Geburtskirche eher nicht die Geborgskirche Die Auferstehung, die Grabeskirch Wo ich dann einmal früh morgens in der Messe eben war.

00:10:02: Und der Priester ist dann wirklich quasi an der Stelle wo Das Grab Wo jesus gelegen hat.

00:10:09: und Dann gibt es eben davor so einen kleinen Vorbau wo dann die gemeine war.

00:10:12: und dann als der priester quasi zum Friedengruß raus kam kam Der friede des Herrn sei mit euch.

00:10:19: Das war für mich wirklich ein starkes Erlebnis im Christus als der Auferstand, ne?

00:10:23: War ja auch eine seiner ersten Botschaften dann.

00:10:25: Wenn er den Jüngern begegnet ist, der Friede sei mit euch.

00:10:29: Gänsehaut!

00:10:29: Ah herrlich.

00:10:30: also irgendwann Market List relativ weit oben.

00:10:35: müssen wir das... muss ich das nachholen?

00:10:37: Vielleicht machen wir es zusammen.

00:10:38: du musst vielleicht einfach eine Pilgergruppe zusammenstellen.

00:10:41: Sehr gerne, ja.

00:10:44: Ich finde von Zürich geht sicherlich einen Flieger dann einmal rüber.

00:10:48: So, es haben wir dich ein bisschen sozusagen kennengelernt.

00:10:52: War ganz interessant.

00:10:54: aber jetzt kommt mir zum eigentlichen Thema nämlich deiner Berufungsgeschichte die und das finde ich heute eben so wahnsinnig spannend ja der einen Höhepunkt gerade war und du mehr oder weniger dich auf Roadshow befindest reden wir nachher noch darüber wie das so ist.

00:11:11: wenn man quasi herumgereicht wird, ist das falsche Wort vielleicht.

00:11:15: Aber einfach wo jeder natürlich nach einem greift und sagt bitte komm und kommen uns besuchen.

00:11:22: Wo hat dieser Weg begonnen?

00:11:24: Wie bist du sozialisiert worden bis du überhaupt katholisch sozialisiert wurden?

00:11:28: wie muss man sich das vorstellen?

00:11:30: wie war dein weg aus deiner Kindheit, aus der Familie heraus in diese Berufung rein?

00:11:37: Also ich muss sagen Ich habe wirklich ein gutes Startkapital bekommen.

00:11:40: also man sagt den Weg den ich haben durfte gehen durfte Den gibt es heutzutage immer seltene.

00:11:48: Also ich habe wirklich zwei praktizierende katholische Eltern, also für uns war zum Beispiel immer klar, es wird jeden Sonntag gehen wir in die Messe, egal wo's ist, auch im Urlaub ... Ist der Heilige Messer am Sonntagn mal gesetzt und dass wir zu Hause gemeinsam gebetet haben, jahrelang dann auch gemeinsam den Rosenkranz jeden Tag.

00:12:09: Das ist wirklich viel wert!

00:12:12: Und es gibt jemanden, der mal gesagt hat ein Bischof, das erste Priesterseminar eben die Familie ist und in meinem Fall kann ich das wirklich unterschreiben weil ich den Glauben vorgelebt bekommen habe.

00:12:25: Also auch klassische christliche Dinge wie dass man die Kinder dann mit einem Euro in der Hand irgendwie hinschickt damit er einen Menschen auf der Straße eine kleine Spende gibt oder eben einfach miteinander zu bieten.

00:12:40: Oder eben auch.

00:12:41: meine Eltern waren meine ersten Kategäten.

00:12:43: Meine Mutter konkret, meine Erstkommunions-Kategätin und sie wusste auch, Parenting richtig zu machen.

00:12:52: Die hat uns dann versprochen wenn wir das neue Testament durchlesen kriegen wir zwanzig Euro und wenn wir es alte Testament durch lesen sogar fünfzig Euro also die

00:13:03: berühmte Karotte vor der Nase.

00:13:06: Das war echt

00:13:06: ... Ja aber richtig genau so muss man's machen.

00:13:08: Genau vor den großen Inflationen.

00:13:11: Das war noch viel Geld, v.a.

00:13:12: als Kind und das war schon ... Also schöne, einfach schöne Anreize haben zusammen auch im Kategismus gelesen.

00:13:20: Es war wirklich ... es war schön!

00:13:22: Und es war wirklich auch eine ... ich würde mal sagen, ich hab dann eben die klassische katholische Karriere halt durchgemacht, dass ich dann ... das klingt irgendwie wie in einem Land vor unserer Zeit.

00:13:34: dabei ist das erst, keine Ahnung, zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre her.

00:13:38: man merkt, wie man ält wird Aber wo dann eben aus der Grundschule quasi fast die ganze Klasse gemeinsam zur Erstkommunion gegangen ist.

00:13:46: Und von denen, die zur Erstkomminierung gegangen sind, sind auch noch mal neunzig Prozent gefühlt, wenn es drannten geworden war.

00:13:52: Also das war wirklich ... Das war der Weg, den mir noch geschenkt wurde.

00:14:00: Dass es einfach eine gewisse Selbstverständlichkeit da gab.

00:14:03: War das in der Stadt oder auf dem Land?

00:14:06: Es ... also Donau-Echingen nennt sich schon nicht zu Unrecht.

00:14:11: Große Kreisstadt hieß es mal, glaub ich.

00:14:13: Ich weiß nicht, ob das noch aktuell ist ...

00:14:15: Ich kenn's von mir aber wir waren im tiefstes bayerisches wunderschönes Dorfleben wo man dann das Gefühl hat okay, es ist noch selbstverständlich ja.

00:14:25: also in so städtischen Umfeld ist es dann aber scheint ja eine intakte Pfarrei auch gewesen zu sein wenn dann viele auch wirklich als Ministranten in diese Pfarrei oder ihren Weg weitergegangen sind.

00:14:36: in der Pfarai

00:14:37: Ja Also ich meine dass hat.

00:14:39: Wir waren zum damaligen Zeitpunkt noch fast an die hundert registrierten Ministranten.

00:14:44: Wow!

00:14:45: Und wir hatten dann wirklich zu Weihnachten und Ostern, Sechzig-Siebzig-Ministranten waren dann schon aktiv im Dienst.

00:14:50: Ich weiß bis heute nicht wie es die Oberministeranten geschafft haben das dann trotzdem jeder irgendwie seinen Job hatte in der Kirche oder während des Gottesdienstes aber es war wirklich ... Es war noch sehr viel selbstverständlicher und normaler wenn man so will dort diese Karriere durchzumachen.

00:15:07: Aber ich habe schon auch gemerkt dass ist Also, spätestens mit meiner Generation ... Das klingt jetzt vielleicht irgendwie sehr alt.

00:15:14: Aber hat man auch gemerkt, dass es sich so langsam aufhört?

00:15:19: Als ich dann ein paar Jahre später mal wieder zurückgegangen bin und geschaut habe, war am Werktag vielleicht ein Ministrant da.

00:15:26: Statt früher hatten wir eine ganze Gruppe, die dafür eingeteilt war, acht, neun, zehn Leute.

00:15:31: Und ja, von meinem Freundeskreis hab ich halt gemerkt das dann nach und nach was doch ... außergewöhnlich, dass ich quasi dabei geblieben bin und eben vor allem auch so aktiv dann gewesen bin.

00:15:44: Welche Rolle hat dein damaliger Fahrer gespielt?

00:15:48: Oder war es tatsächlich einfach die Familie, die dich da positiv bestärkt hat oder war's einfach auch so das deinem Fahrer war der dich angesprochen hat mitgenommen hat geführt hat in dieser Kindheitsphase?

00:16:02: also Ich würde schon sagen Es gab sehr gute Priester Vorbilder waren.

00:16:09: Also ich glaube von den Predigten habe ich damals nicht viel mitgenommen, aber einfach von dem wie die Priester einfach waren.

00:16:17: also der eine war irgendwie ein Pfarrer der schon im Ruhestand war Aber einfach mit den Kindern sehr gut konnte und einfach soviel einen Bündel von Freude war.

00:16:26: Und das eben als Pfarrern im Rohlstand wo man ihm einfach angemerkt hat welche Freude der Glaube und welcher Freude diese Berufung eben auch nach so vielen Jahren und Jahrzehnten noch bringen kann.

00:16:36: Und unser damaliger Pfarrer, der jetzt in Rom ist Hans-Peter Fischer.

00:16:40: Da war jetzt schon auch jemand dem ich ... Also, ich weiß nicht was es war, aber es war tatsächlich das erste Mal dass ich mich erinnern kann, dass ich über meine Berufung gesprochen habe, war tatsächlich gegenüber ihm, dass sich dann mal in der Sakristei halt gesagt habe Ich will quasi auch mal so werden wie sie oder ich will eben auch mal Priester werden.

00:17:01: also Es war quasi einfach das zu tun, was er tut.

00:17:05: Und ich glaub, das war halt vor allem eben in der Eucharistie-Feier wo ich das gemerkt habe oder in eine Anbietung.

00:17:12: Die gab's einmal in einer Woche, eben unter der Woche.

00:17:15: Das war dann quasi schon die Phase wo ich langsam mich vielleicht etwas mehr ministriert habe als meine Freunde dann nicht nur dann wenn ich eingeteilt war und nicht nur jeden Sonntag sondern eben auch unter der Woche mal mit meiner Mutter mitgegangen bin.

00:17:33: Die kurze Zeit, es war irgendwie nach der Messe halt vielleicht zehn, fünfzehn Minuten.

00:17:37: Und ich weiß nicht ob es nicht das vielleicht auch war einfach dem Priester vor der Eucharistie knien und beten zu sehen dass das schon etwas war was mich irgendwie ohne dass sich jetzt groß reflektiert hätte gesagt hätte Das ist etwas was ich irgendwann auch mal machen will.

00:17:52: Ich glaube das ist total entscheidend War's auch bei mir wenn ich jetzt so meine Kindheit erinnere Menschen zu sehen die knien können Die also als kind man ist das ja nicht gewöhnt.

00:18:07: Da isst jemand Das sind der fleifste fall auch echte roll models das sind Ich weiß wenn ich an meinen vater denke dass war für mich der Der imbegriff an an kraft an stärker und Und dann geht er auf die knie da macht er sich ganz klein.

00:18:24: Das ist für ein kind glaube ich extrem prägend und darf man nicht unterschätzen was man da auch durch diese Gesten seinen Kindern irgendwie, oder nicht nur den Kindern.

00:18:35: Oder auch als Priester dem anwesenden Kindern, dem Ministranten eben das Vorbild geben kann.

00:18:40: Da ist jemand der es total souveränen hat alles im Griff und auf einmal macht er sich klein für vor etwas anderem.

00:18:48: Also was muss da noch mein Vater schon so ist?

00:18:51: Aber was muss dann noch kräftiger stärker souveräner sein wenn mein Vater oder auch meine Mutter oder der Priester vor dem auf die Knie gehen.

00:19:00: Also das darf man glaube ich wirklich nicht unterschätzen, was das bedeuten kann für das Umfeld auch für Kinder, die das dann sehen.

00:19:07: also war zumindest bei mir so am Anfang nicht verstanden warum geht der auf die knie?

00:19:13: Dann merkt man okay es hat vielleicht einen Sinn weil dann denkt man drüber nach.

00:19:19: ja also ich glaube dass ist vielleicht eben gar nicht so sehr eben ich könnte jetzt gar nichts sagen was genau mich eben damals so angezogen hat, aber ich glaube es vielleicht ist auch einfach die Tatsache dass das Ganze sowohl beim Gottesdienst als auch also bei der Heiligen Messe als auch bei der Anbetung einfach, dass es eine Richtung hat und dass man quasi mit eingenordet wird auf diese Richtung.

00:19:44: Einfach natürlicherweise mitgezogen wird Richtung Christus in der Eucharistie wo jetzt nicht.

00:19:52: Von Transubstanzation hatte ich dabei natürlich nichts gehört.

00:19:55: Aber einfach zu wissen, er ist da präsent und da eben jemanden zu haben der diesen Weg dann irgendwie vorgeht oder einfach zeigt dadurch dass er sich selbst danach ausrichtet?

00:20:06: Ich glaube das... ...ist das größte Vorbild, das man geben kann.

00:20:10: Schön!

00:20:12: Aber das heißt, wir reden es in dem Alter Teenager bis sind wir da jetzt schon.

00:20:16: Genau, das ist quasi junger... ...junger Mindestrand.

00:20:19: also ich bin ... nach der Erstkommunion, also in der dritten Klasse.

00:20:23: Also ich denke mal so mit zehn, elf... ... hab' ich ministrieren angefangen und ich weiß nicht genau wann... Ich eben dem damaligen Pfarrer gesagt habe dass ich jetzt eben hatte das ich mir vorstellen könnte Priester zu werden.

00:20:35: aber das wird wahrscheinlich so dreizehn, vierzehn gewesen sein.

00:20:41: Aber war das für dich damals einfach so... Daher gesagt oder hast du schon so geschwürt?

00:20:46: Nee ist es irgendwie was...?

00:20:49: Was tiefer ist?

00:20:50: Weil man sagt immer schnell, ja ich sage mein Fußballtrainer.

00:20:53: Ich möchte Fußballer werden.

00:20:54: Ich sage meinem Fahrer, ich möchte Priester werden.

00:20:58: aber das war schon irgendwas in dir wo du es kam nicht einfach nur weil du als Peoples Pleaser irgendwie da gesagt hast ne ich mach dem jetzt ein Kompliment indem ich sag ich finde das toll was du dann machst.

00:21:10: Ne also ich fand es schon Es war schon mehr.

00:21:14: Also es war schon eben eine Anziehung die ich gemerkt habe nämlich dorthin und es war was anderes als, wenn ich gesagt hätte ... Oder das hab ich zum Teil auch gesagt.

00:21:22: Dass ich als Kind ... Ich würde gerne mal gepaart werden oder so was?

00:21:28: Das war natürlich noch eine Phase früher.

00:21:30: Aber das ist ja ... Also, das hatte schon einen anderen Charakter, würd' ich sagen.

00:21:35: Auch wenn mein Pfarrer dann nicht unrecht hat in seiner Antwort war... Als ich ihm gesagt habe, ich will auch mal Priester werden, weil seine Antwort erst mal so erwarte mal ... bis du deine erste Freundin hast.

00:21:46: So wär da weniger und ... Das war tatsächlich auch ein Weg, der deine eine Zeit lang für mich irgendwie näherliegend war.

00:21:53: aber im Untergrund hat mich das eben doch nicht in Ruhe gelassen dass da vielleicht doch noch mal etwas ist was mich nochmal mehr zieht.

00:22:05: also was einfach nochmal ja Einfach einen Mehrist unter einer stärkeren Anziehung hat die sich vielleicht nicht so aufdrängt da ist und man merkt es, lässt einen nicht los.

00:22:20: Hast du das jemals auch in dem Alter schon deinen Eltern gegenüber geäußert gehabt?

00:22:24: oder war das ... Nicht so das Thema jetzt bei Euren Gesprächen?

00:22:29: Also meine Mutter kann sich sogar scheinbar noch erinnern dass ich das sogar schon früher irgendwann mal gesagt hatte als das Darin kann ich mich nicht mehr erinneren.

00:22:37: aber was in meiner Familie eben auch ein großes Geschenk Von Anfang an die Offenheit war sowohl irgendwie den christlichen Weg der Ehe zu gehen, als auch den christlichem Weg der priesterlichen Berufung.

00:22:50: Und von daher war da schon eine Offen- heit in der Kommunikation, dass ich denen durchaus sagen konnte ... Dass ich mir da in die Richtung Gedanken mache.

00:23:02: Auch wenn ich dann eben quasi das jetzt nicht geradlinig verfolgt habe und dann mit drei Zwischen entschieden habe.

00:23:09: So, ich werde später mal Priester.

00:23:12: Wie war das dann, wie muss ich mir das vorstellen?

00:23:14: Also als Teenager kommt man ja früher oder später in zumindest eine Art Sturm- und Drangphase.

00:23:20: Ich meine die macht ihr jeder irgendwie durch.

00:23:22: Hattest du das auch oder hat sich das eigentlich mehr gefestigt über deine wirklich dann Teenager Jahre?

00:23:30: Also... Meine Mutter behauptet dich sei ein sehr einfaches Kind gewesen.

00:23:36: Also ich glaube ich hatte jetzt nicht die... Dankebar!

00:23:39: Bitte?

00:23:39: Dankbar, ein dankbares Kind.

00:23:42: Ich glaube, ich habe nie so wirklich völlig über die Stränge geschlagen.

00:23:46: Also das Extremste was ich vielleicht gemacht hab war einfach die Musik, die ich dann gehört habe irgendwann dass ich dann zu Hard Rock und Metal irgendwie gewechselt bin.

00:23:55: aber das war vielleicht das Schlimmste und das merkt man dann.

00:23:59: also hatten wir jetzt nicht äußerlich angemerkt dass ich da irgendwie mit diesen Band T-Shirts rumgelaufen werde.

00:24:04: Ich fand einfach die musik nicht schlecht Aber es war... Also ich glaube ich habe schon das meiste eben auch gemacht, was meine Mitschülerinnen und Mitschülern halt mitgemacht haben.

00:24:16: Ich war vielleicht etwas ... weiß ich nicht.

00:24:18: Ich hab's manchmal einfach nicht so Sachen wie Party machen und dann nicht richtig schlafen oder das sich am nächsten Tag nicht mehr erinnern können oder sowas.

00:24:26: da habe ich vielleicht den Sinn nicht drin gesehen, weswegen ich das jetzt nicht gemacht habe.

00:24:31: Aber es war jetzt nicht so dass ich irgendwie total überfrocken gewesen wäre, vielleicht eben auch ein falsches Bild von dem wäre, wie Christliches Leben aussieht.

00:24:47: Du meinst ... dass ein zu strenges zur falschen Zeit nicht die richtigen Weichen setzt?

00:24:56: Oder wie würdest du das meinen?

00:24:58: Ich meine es gibt manchmal das Bild irgendwie das quasi je frommer du bist, desto weniger Spaß macht es.

00:25:07: also desto weniger Spaß und Freude hast du in deinem Leben und desto unangenehmer ist es in deiner in deiner Gegenwart zu sein, aber wenn man sich dann irgendwie den Heiligen Philippinäria anguckt oder sowas.

00:25:18: Ich glaube eine echte Frömmigkeit führt zu einer anderen Art von Freude, die vielleicht eben noch mal tiefer geht.

00:25:29: Aber sie ist jetzt quasi nicht so unbedingt einfach versteift.

00:25:34: und das man dann irgendwie keine Ahnung, dass man nicht mehr ... Also... Das Bild hat man hoffentlich nicht bewusst, aber vielleicht ist es manchmal unbewusst irgendwie Mit dem Hinterkopf, dass man sich denkt.

00:25:44: Ich kann nicht mehr mit Freunden Fußball spielen gehen oder in einen Film gehen und einfach ins Kino um da einen harmlosen aber vielleicht ein bisschen blödsinnigen Film anzugucken oder so was?

00:25:58: Das schließt sich nicht unbedingt aus.

00:26:01: Echte Fräumigkeit hat schon eine gewisse Ernst- und Seriosität ... Aber es schließte Freude nicht aus!

00:26:12: Ich glaube, es ist sogar ganz wesentlich dass das eine mit dem anderen einhergeht.

00:26:19: Und wie du sagst, das eine schließt das andere nicht unbedingt aus muss aber auch nicht zwangsläufig verbunden sein.

00:26:27: Aber in der Glaube ohne Freude Ist kein Glaube.

00:26:36: Oder sehe ich das falsch?

00:26:37: Also Wie kann ich die frohe Botschaft verkünden wenn ich selber keine Freude dabei oder Freude in meinem Leben habe freude vielleicht in der Verkündung, aber wenn es dadurch schon wieder aufhört.

00:26:48: Ich glaube das ist schon essentiell dass man auch dieser Freude Raum gibt im Leben?

00:26:53: Ja ich glaube eben Gnade baut auf der Natur auf und vollendet sie und quasi alles was an gutem Menschen drin ist wird in der Heiligkeit oder in der Frömmigkeit eben nochmal vergoldet, veredelt.

00:27:07: und deswegen eben ist auch Freude noch mal etwas was nochmal richtig aufblüht in einem christlichen Leben.

00:27:15: Es ist vielleicht noch mal eine tiefere und widerständigere Freude.

00:27:19: Also es ist jetzt nicht einfach nur so gelächter uns happy smiling all the day, weil es da ja wirklich auch Beispiele gibt von Heiligen die irgendwie extremst gelitten haben und trotzdem eine Freude ausgestrahlt haben, die andere Menschen irgendwie angesteckt oder bewegt berührt hat wo sie jetzt eben nicht nur um ... Smiled all the way.

00:27:45: Die wussten, die haben bewusst gelitten und es hat ihnen genauso weh getan und sie haben das quasi nicht einfach mit dem Lächeln überspielt.

00:27:53: aber es war eben nochmal eine tiefere Quelle der Freude da.

00:27:57: Aber eben Es gibt halt manchmal.

00:28:00: Manchmal findet man dass auch in heiligen Biografien also quasi noch mal um klar zu Machen Mit der was ich vorhin mit der Frömmigkeit über Frömigkeit meinte oder mit dem falschen Bild von Frömlichkeit dass ist einfach manche Biografien, Hagiographien gibt wo es dann irgendwie heißt irgendwie schon als Kind spielte er nicht mit den anderen Kindern weil sie weil er sich mit diesen weltlichen Dingen nicht abgeben wollte und dann quasi schon da zu sehr sich mit himmlischen Dingen auseinander gesetzt hat.

00:28:28: also ich glaube eben es schließt sich nicht aus ein echtes kind zu sein und trotzdem schon eben auch früh echte Frömmigkeit zu haben.

00:28:37: Hattest du in dieser Phase dann noch oder ... schon einen aktiven, geistlichen Begleiter.

00:28:43: War das dein ... ... der Pfarrer dann zu Hause oder irgendwer... ... den, der dich als Rollmodel irgendwie begleitet hat und an dem du dich dann orientiert hast?

00:28:53: Noch nicht in der Phase.

00:28:54: also ich war bis ... ... bis ich fünfzehn war, war ich in Donau-Echingen.

00:28:59: Und dann sind wir also berufsbedingt bei meinem Vater dann nach Berlin umgezogen.

00:29:04: Und da habe ich einfach dann auch mein Abitur und so weiter gemacht.

00:29:08: Es war erst Richtung Abitur dann, wo wir einen Kaplan in der Gemeinde hatten.

00:29:14: Mit dem ich mich intensiver mit einem persönlichen Berufung auseinandergesetzt habe.

00:29:22: Er hat zum neokatichuminalen Weg gehört und darüber bin ich auch dazu gekommen.

00:29:31: was sie oft machen ist die Bibel gemeinsam zu lesen und was ich dort kennengelernt habe so Bibel teilen Und das Wort Gott ist eben, als ein Wort für mein Leben auch anzunehmen und als etwas was eben konkret mich persönlich meint.

00:29:46: Eben jetzt nicht nur etwas, was allgemein für Christen irgendwie es sagt uns wie Gott isst und wie wir leben sollen sondern als etwas wo durch Gott jetzt persönlich zu mir spricht und persönlich für mich auch eine Bedeutung in meinem Leben oder einen Plan auch für meinen Leben hat und mich persönlich MEINT!

00:30:04: Ich glaube dass war da eben... ...dass dieser Priester dann im Berlin derjenige war, den ich jetzt vielleicht als meinen ersten geistlichen Begleiter dann bezeichnen würde.

00:30:15: Quasi auf deinem Weg hin zum Abitur?

00:30:19: Genau.

00:30:20: Also es war ... Ich war dann eben eher auf dem Weg, den mein Vater in Donau Eschingen schon gesagt hatte also quasi Errichtung Familie.

00:30:27: Wir haben

00:30:28: eine zweite Tür!

00:30:29: Genau, Errichtungsfamilie hab überlegt ob ich Jura studieren soll was ich ja heute nicht mehr ganz verstehen kann.

00:30:36: aber es war Genau, es hat mich dann einfach nicht losgelassen.

00:30:41: Dass ich gemerkt habe eben ... vielleicht will Gott mehr von mir?

00:30:47: Also ich war jetzt nie weg vom Glauben.

00:30:49: Wie gesagt, ich hab eigentlich durchgängig jeden Sonntag in der Messe jeden Tag zu Hause gebetet und so weiter.

00:30:55: Hab sogar zu der Zeit auch irgendwann angefangen das Stundengebet also zumindest die komplett zu beten als bewussten Tagesabschluss meinen Tag noch mal vor Gott zu reflektieren und alles vor Gott eben hinzutragen, was gut war und was schlecht war.

00:31:10: Und ... es hat mich einfach nicht losgelassen, dass Gott vielleicht doch noch anderes von mir wollte.

00:31:18: So hab ich mich dann eben entschieden, mich für meine damaligen Freundin zu trennen Richtung Abitur hin.

00:31:25: Weil Richtung AbITUR war ja die große Frage, was kommt danach?

00:31:29: Was geh ich studieren?

00:31:31: Das war dann Jura-Stand zur Auswahl oder eben das Priester-Tum, was mich nicht losgelassen hat.

00:31:37: Damals dachte ich noch Theologie, nämlich dann halt in Kauf.

00:31:41: Wenn ich Priester werden will, muss sich das machen.

00:31:45: und ich dachte ... Ich bin zu dem Zeitpunkt schon zu der Erkenntnis und zu dem Vertrauen gelangt, dass Gott persönlich einen Plan für mich haben könnte als privat oder mich persönlich in meinem Leben, dass es ihn kümmert wie mein Leben auch konkret Abläuft.

00:32:06: Wie hast du das gespürt?

00:32:08: War das wirklich, also vielleicht noch ein Schritt zurück?

00:32:10: die Idee dass du gesagt hast so du hast angefangen die komplett am Abend zu beten ist Das erstens etwas wo du sagst das würdest Du generell auch anderen jungen Menschen empfehlen die vielleicht auf der suche sind um eben genau Am abend diese reflektion zu haben sich Sich dann auch fragen zu stellen dem lauf des tages aufgekommen ist und hat sich daraus dann eben auch aus dieser diesem Austausch, aus diesem gedanklichen Austauscht dann da was weiterentwickelt oder was waren ... Was war das für ein Gefühl?

00:32:41: Wie hast du gemerkt, dass Gott da ist, der irgendwo schon anfängt an die Rum zu zupfen.

00:32:50: Ich glaube, das Erste und was eben dann schon mich lange begleitet hat, war eben als junger Ministran, dass ich mich in der Kirche einfach wohlgefühlt habe.

00:33:00: Dieses unreflektierte Einfach- gerne da sein und das eben selbst bei der eucharistischen Anbetung, die er jetzt nicht sonderlich spannend ist von außen gesehen.

00:33:09: Das war glaube ich das erste einfach zu wissen okay dann bin ich irgendwie Zuhause und geborgen.

00:33:15: Da kann Ich Einfach Sein dass es Vielleicht das Erste wo ich sagen würde ok Da habe ich gemerkt Irgendwie ist Es Der Glaube Ist eine Beziehung Und Dann Dass Konkrete.

00:33:28: vielleicht war es tatsächlich eben dieses Bibelteilen, das ich dann auch gemerkt habe.

00:33:32: Es ist jetzt nicht nur was ... dass der Glaube etwas für mich ist, was sich mir persönlich aneignen muss.

00:33:39: Eben wenn Freunde irgendwann aufhören zu ministrieren und so weiter.

00:33:42: Wenn's da nicht mehr selbstverständlich ist, wenn man weiterhin zur Kirche geht oder häufiger zur Kirchige geht, dass man da merkt von meiner Seite aus, muss ich eine Entscheidung treffen ob ich diesen Weg gehen will?

00:33:53: Den Weg des Glaubens.

00:33:54: erst mal grundsätzlich dieses Aufmerksam gemacht werden auf das Bibel teilen, dass eben auch Gott persönlich zu mir spricht.

00:34:04: Also quasi meine persönliche Beziehung zu Gott und Gottes persönlicher Beziehungen zu mir – das ist glaube ich schon ein entscheidender Schlüssel.

00:34:13: Und darüber also mit diesem Bewusstsein dann die Komplett zu beten und quasi mit Gott gemeinsam auf meinen Tag zu schauen und wirklich in Gedanken nochmal durchzugehen was habe ich heute alles gemacht?

00:34:24: Was ist mir ... vielleicht besonders nahe gekommen, an Schönen wie an Schlechtem und eben besonders auch nicht zu vergessen Gott zu danken für das Schöne dass er einem geschenkt hat und eben wahrzunehmen Dass da vielleicht manche Dinge eine besondere Resonanz hervorgerufen haben weil es eben durchaus sein kann oder weil Gott eben immer wieder auch durch andere Menschen oder durch manche Situationen zu mir spricht was ich manchmal eben erst wahrnehme wenn ich dann am Abend noch mal drauf schaue.

00:34:52: also von daher lohnt es sich schon, diesen Tagesrückblick zu machen und dann eben natürlich auch vor Gott zu bringen was nicht so gut gelaufen ist.

00:35:05: Und da ist halt dann der Vorteil wenn man das eben regelmäßig macht und täglich eben sich mit seinem Tag nochmal genauer auseinandersetzt dass man da dann vielleicht auch noch mal genauer erkennt wie bin ich gerade unterwegs?

00:35:22: Und das gegebenenfalls dann eben auch nochmal zur Weichte bringen kann.

00:35:25: Und also ich bin schon auch ein Fan der regelmäßigen und auch häufigen Beichte, wenn man alle zwei Wochen oder sowas gehen würde.

00:35:34: Weil man da schon quasi noch mal jeweils einen Rückblick erhält und dann vielleicht auch nochmal sich mit Gottes Gnade erneut einen neuen kleinen Vorsatz fassen kann was ich jetzt als nächstes angehen möchte.

00:35:52: Also ja...

00:35:54: Ich glaube das ist total.

00:35:57: Also ich nehme mich jetzt in meinem Werdegang, was du sagst mit dem Beichen auf das regelmäßige Beichen.

00:36:03: In der Sekunde wenn man das im öfter macht wird das Beichten auch anders.

00:36:09: also dieses okay ich gehe einmal vor Weihnachten nicht einmal vor Ostern und es ist jedes mal wieder eigentlich wie beim ersten Mal.

00:36:16: also man setzt sich hin man macht sich Gedanken man schreibt sich vielleicht etwas auf Und dann ist man da im Beichtstuhl und es ist, auch wenn man das jetzt seit vierzig Jahren macht zweimal im Jahr.

00:36:26: Ist es was anderes in dieser Beichte?

00:36:31: Wie wenn man da eben alle zwei Wochen setzt.

00:36:32: Da ist eine ganz andere Routine da.

00:36:34: aber das meine ich jetzt ganz positiv weil es viel mehr eben zu einem... Die Beichte selber zur Gespräch also auch inneren Gespräche auch in der Vorbereitung wird und Es sind ja oftmals immer wieder zumindest bei mir in meinem Leben die gleichen fallen, in die ich reintrete.

00:36:53: Ich glaube das regelmäßige Beichten hilft dann auch diese immer wiederkehrenden Fallen halt sich besser zum Schiffen wie wenn man es eben nur zweimal im Jahr macht oder einmal halbjahr als solches mache.

00:37:05: also ich glaube dass kann viel helfen ist natürlich an Überwindung am Anfang.

00:37:12: aber ich glaube ein ganz ganz großer Gewinn Wenn man es schafft in diese Regelmäßigkeit der Beichte reinzukommen.

00:37:20: Zumindest hab ich so erlebt.

00:37:21: Ja, das hilft einem auch zur Selbsterkenntnis eben wenn man dann noch mal merkt okay woran also womit muss sich tatsächlich jedes Mal wieder kommen?

00:37:30: Das hilft einem irgendwie dann auch ein sich einzugestehen dass man jetzt noch nicht der Superstar ist der irgendwie schon

00:37:37: bei entfernt

00:37:39: genau also wo man mir am besten jetzt schon den heiligen Schein hinterher tragen sollte so ungefähr.

00:37:44: Also das ist glaube ich ein Teil und was du eben sagst dieses sich überwinden müssen, alle zwei Wochen für kleine Dinge eben die unangenehm sind.

00:37:56: Aber es ist also... Es fließt ja real gnade auch nach jeder Beichte.

00:38:00: Also es gibt ja quasi jedes mal einen neuen Impuls.

00:38:03: noch einmal und ich habe schon gemerkt dass das auch Dinge gehabt, die ich wirklich immer und immer wieder beichten musste aber es war dann auch.

00:38:09: irgendwann mal kamen dann halt die Beichte wo man dann gemerkt hat danach ging es dann auf einmal doch.. Also dann war man wirklich irgendwie wurde einem die Freiheit geschenkt.

00:38:22: Und es ist aber eben auch so, wenn ich mich alle zwei Wochen immer wieder überwinde ... dann vielleicht, wenn Ich was Gröberes anstelle, ist es noch mal... Also ist es vielleicht trotzdem schwieriger als im normalen Rhythmus, eher zur Beichte zu gehen?

00:38:36: Aber es ist weniger schwierig, als wenn ich wirklich sagen würde, ich mache das nur zweimal im Jahr und es bleibt mir irgendwie fremd!

00:38:43: Und vielleicht bleibt mir auch das Gespräch mit Gott ein Stück weit fremd, oder die Begegnung mit seiner Barmherzigkeit.

00:38:54: Da ist es dann noch mal schwieriger sich zu überwinden und etwas groß um zur Beichte zu gehen als wenn ich sage okay Ich weiß ich gehe alle zwei Wochen Und das ist jetzt halt wieder dran und diesmal muss ich halt wirklich irgendwie in großen Brocken los werden.

00:39:07: Das ist halt einfach glaube ich auch da nochmal Neben aller Gnade die fließt ein psychologischer Grund häufiger zu gehen

00:39:15: unbedingt und auch noch einmal ganz praktisch Aus meiner Erfahrung heraus, man vergisst einfach auch weniger.

00:39:21: Also ich hab wirklich dann teilweise angefangen mir mein Handy Notizen das einfach in der Liste zu machen weil es einfach so oft war und gedacht habe okay ja damit musst du definitiv nochmal zum Herden mit dem Thema und irgendwie drei Tage später was war das noch mal?

00:39:41: Und hilft ihm aber in der Konsequenz dann eben in der Selbstwahrnehmung, in der Selbstreflektion.

00:39:48: Also kann ich auch jedem empfehlen, der da draußen ist.

00:39:50: Durchaus mal auch versuchen... In der Fastenzeit vielleicht auch mal versuchen so in einen höheren Rhythmus zu kommen einfach.

00:39:57: Das muss sich eine spezielle Zeit dafür nimmt.

00:40:00: Okay wir befinden uns jetzt quasi kurz vor deinem Abitur und du merkst Jetzt muss ich irgendwelche Entscheidungen treffen das erste Mal im Leben die wirklich Bedeutung haben.

00:40:12: Welche Entscheidung waren das?

00:40:14: Es war für mich eben die Entscheidung hatte der Anlass war die Entscheidung Was gehe ich jetzt studieren?

00:40:20: Also, ich habe mir tatsächlich dann auf unterschiedliche Hochschulen beworben mit... also für Jura und hätte es auch... hat er auch zu sagen, es studieren zu können.

00:40:30: Aber eben mit dieser Unruhe im Herzen dachte ich mehr okay, ich muss mich jetzt wirklich zur Verfügung stellen und Gott wirklich die Gelegenheit geben.

00:40:43: das was ja vielleicht in der Kindheit schon mal irgendwie etwas da schon einmal aufgebrochen ist Und was dann resurfist, ist Richtung Abitur, dass ich mich damit auseinandersetze.

00:40:56: Wie gesagt, ich bin davon ausgegangen ... Gott hat durchaus einen persönlichen Weg mit mir vor und ich konnte mir auch vorstellen, dass dieser Weg mich in eine christliche Ehe führt und ein normalen Job, das der Weg ist, den Gott mich führt.

00:41:12: Ich hatte Gott sei Dank eben auch das ... Gott vertrauen, dass egal welchen Weg er für mich vorhat.

00:41:21: Dass der Weg zum Glück ist.

00:41:24: Aber ich dachte mir eben quasi wo?

00:41:27: Wie komme ich dem näher was Gott für mich Vor hat?

00:41:31: und damit habe ich mich dann also mit dieser Frage oder um diese frage zu klären wenn ich dann hab Ich nach einem ort gesucht wo ich in die stille gehen könnte weil ich dachte eben in der quasi wenn Die äußere stelle da ist hört man vielleicht innerlich mehr Und bin dann relativ schnell im Internet auf das Stift Heiligenkreuz gestoßen, also in Cisternser Kloster.

00:41:54: In der Nähe von ... Wien?

00:41:57: Dann hab ich mich dort angemeldet für Kloster-auf-Zeit.

00:42:02: Also, ich dachte, das ist halt was man macht, wenn man eine Woche still haben will und ... Ich muss sagen eben diese Woche dort hat mich so befeuert.

00:42:16: Na ja!

00:42:16: und Feier gesetzt.

00:42:18: Also einfach das Ordensleben ist mir da überhaupt erst aufgegangen, eben also ich komme aus einer praktizierend katholischen Familie und mir war immer klar irgendwie es gibt Weltpriester und es gibt Familie aber Ordensleben hatte ich irgendwie überhaupt nicht auf dem Schirm und das war dann einfach dort zu erleben, also Morgengebet und früher Vogel irgendwie morgens um fünf Uhr, fünfzehn dann im Chor zu stehen wenn quasi die Welt noch schläft oder gerade erst einmal wachen ist da dann schon im Chor zu stehen und eben Gott zu loben, um zu preisen.

00:42:49: Das hat mich wirklich so begeistert ... dass ich auch da quasi am letzten Tag mit dem Novizenmeister dort gesprochen hatte wie man das macht.

00:43:00: Wie werden jetzt die nächsten konkreten Schritte um Menschen zu werden?

00:43:03: Und da kamen dann quasi die zweite Ermutigung auf meinem Weg.

00:43:07: Das zweite Mal, dass ich mit einem Priest über meine Berufung spreche war dann erst mal so Ja, jetzt mach erstmal ein bisschen Langsam, ein bisschen noch sehr jung.

00:43:16: Du kannst vielleicht nicht so eine Entscheidung treffen.

00:43:19: Ich war ja grade achtzehn und mit dem Gedanken bin ich nach Hause gegangen.

00:43:24: Bisschen unbefriedig dann wahrscheinlich?

00:43:27: Ja oder eben auch mit Zweifeln einfach zu ... Okay kann ich mit achtzehnen überhaupt jetzt schon eine Entscheidung treffen.

00:43:35: Bin ich nicht wirklich ein bisschen jung um irgendwie so eine weiche Weichenstellung vorzunehmen?

00:43:41: Und mit dem Gedanke bin ich dann eben nachhause gegangen nach Berlin Und das war damals auch schon meine Praxis, eigentlich nicht nur die Komplett zu bieten sondern am Morgen die Tageslesungen anzuschauen.

00:43:54: Was ich alles am Handy gemacht habe und das Handy hatte ich ausgeschaltet für die Woche im Kloster weil ich mir dachte okay also wirklich wenn stille dann stille... Ja?

00:44:03: ...und dann hab' ich am nächsten Tag eben mit diesem Gedanken Ich bin noch so jung!

00:44:06: Ich kann so eine Entscheidung vielleicht noch gar nichts treffen.

00:44:09: und ja was mach' ich jetzt?

00:44:10: Da hab' mich am nächsten tag eben die Tagesläsung aufgemacht Am zwanzigsten Juli, zwei Tausendsechzehn.

00:44:16: Und das war dann tatsächlich ... Tageslesung war die Berufung des Iremia?

00:44:20: Nein!

00:44:22: Sag nicht ich bin noch so jung, wohin ich dich sende, dorthin sollst du gehen und was ich dir auftrage, dass solltest du verkünden.

00:44:28: Der Herr hat schon Humoren.

00:44:29: Ja also da dachte ich mir dann auch klarer als das krieg' ich's nicht.

00:44:33: Also das ist ja wirklich so in your face.

00:44:37: Ich meine natürlich von Außen betrachtet sind Wunder vielleicht manchmal Dinge, die sind halt blöde Zufälle oder sowas.

00:44:44: Aber ich glaube, wenn Gott spricht, dann merkt man das einfach.

00:44:47: Also es hat so eine Resonanz innere Klarheit und Gewissheit gegeben, so ein Vertrauen, dass ich eben mir gesagt habe, klarer als das werde ich es nicht kriegen.

00:45:00: Und das war für mich dann wirklich ... Es hat mir genug Impuls gegeben, wirklich zu wagen den Schritt zumindest zu sagen Ich will anfangen Theologie zu studieren.

00:45:11: vielleicht bin jetzt noch nicht soweit tatsächlich einen Orden zu suchen Aber ich hatte das Ordensleben auf dem Schirm.

00:45:18: Und hab mich dann eben entschlossen, in Berlin gibt es keine Theologische Fakultät und einen Heiligenkreuz gab's auch eine, die mir auch empfohlen wurde von jemandem ausgerechnet aus einer Pfarrei in Berlin ... Aus meiner Heimatpfarrer in Berlin, dass ich dann eben mich entschieden habe ein Heiligen Kreuz anzufangen als sogenannte Freierstudent zunächst und eben schon mit dem Plan mal Ordenspriester zu werden.

00:45:44: Weil zu dem Zeitpunkt eben nach dieser Woche in Heiligenkreuz dachte ich mir, oder habe ich den Eindruck gehabt, Ordensleben ist wirklich nochmal eine andere Form von Radikalität Christus nachzufolgen.

00:45:57: Die für mich einfach quasi noch mal ne... Also ohne jetzt Feldpriest dann auf den Schliff zu treten aber einfach nochmal irgendwie radikaler oder vollständiger quasi.

00:46:07: zudem passt eine komplette Lebensform die wirklich das was das Priestetum ist noch mal im ganzen Leben irgendwie zum Ausdruck bringt.

00:46:17: Und diese Radikalität hab ich dann schon irgendwie gesucht, eben wofür lohnt es sich wirklich sein ganzes Leben zu geben?

00:46:24: Wofür wohnt es dich gegebenenfalls auch zu sterben?

00:46:27: Das ist halt wirklich ... was ich um Ordensleben dann gesucht habe ursprünglich mit der Idee, ich fang an zu studieren und danach einem Jahr weiß ich welcher Ort... Ist zwar ein Schüler

00:46:37: des heiligen Bernhard von Clairvaux

00:46:41: Ich weiß nicht.

00:46:42: Als ich angefangen habe, wusste ich vielleicht schon ... Also dass ich zumindest Ordenspriester wusste.

00:46:47: Welchen Orden wusste?

00:46:49: noch nicht?

00:46:50: Aber ich dachte mir nach einem Jahr weiss ich das und dann trete ich da ein.

00:46:53: Aber Gottes Timing ist manchmal etwas anders.

00:46:56: Okay kommen wir gleich dazu.

00:46:57: Vielleicht nochmal kurz einen Schritt zurück.

00:46:59: also du bist nach Heiligen Kreuzen wirklich gegangen hast dort ein klassisches Theologiestudium begonnen an der Hochschule dort.

00:47:05: Vielleicht kannst du zwei Sätze sagen was das genau für eine Art Hochschule ist, die hat ja glaube ich ganz vielen Berufungswegen tatsächlich auch eine echte Rolle gespielt.

00:47:16: Also nicht nur der Stift Heiligenkreuz sondern eben auch die Hochschulen, die auch eine enge Beziehung zu Papst Benedict hatte.

00:47:23: vielleicht da zwei drei Sätze dazu.

00:47:25: und wie war das?

00:47:28: oder wie hast du diese Zeit dann dort empfunden?

00:47:31: Also nicht direkt in einem klassischen Priester Seminar und an einer staatlichen Fakultät, sondern dieser Dieser Ort Heiligenkreuz, also ich selber durfte ein paar mal auch schon Heiligen Kreuz sein in so einem Safe Space des katholischen.

00:47:49: Wie konntest du dich da entwickeln?

00:47:51: Also wie ich es empfunden habe würde jetzt quasi einfach einmal in allem Wort sagen als ein Geschenk.

00:47:58: Es ist wirklich ein Stück weit eine Oase in der Berufung wachsen dürfen.

00:48:05: Ich hatte eben das große Privileg, Pater Karl-Walner, der damals noch Rektor war.

00:48:11: Der hat dann gleich organisiert, dass ich in einem Haus leben durfte ... In einem Gästehaus von Kamelitinnen und Meierlingen.

00:48:18: Das ist quasi einmal über den Berg rüber.

00:48:20: Da sind dann fünfzehn Studenten.

00:48:23: Und dort in diesem Haus wurden Leute eingquartiert, die quasi von Anfang an wussten oder geäußert haben, dass sie auf der Berufungssuche sind.

00:48:32: Es ist wirklich ein guter Ort Weil da war zum Beispiel gesetzt dann, dass man jeden Tag zur Heiligen Messe geht.

00:48:41: Also das wurde mir dort im guten Sinne zu einer Gewohnheit wirklich und es wurde so etwas, was ich auch nicht mehr missen wollte, da jeden Tag zum Messe zu gehen.

00:48:51: Und wir hatten in diesem Studentenwohnheim eine Hauskapelle, wo wir gemeinsam beten konnten aber nicht mussten.

00:48:59: Das war für mich eben auch ein ... also besser hätte es nicht laufen können.

00:49:05: eben mit anderen jungen Männern, die ihre Berufung suchen.

00:49:08: Die gemeinsam deswegen irgendwie alle ... Mit dem Herrn ringen und den Fragen und bitten und beten, wohin soll's gehen?

00:49:17: Da dann gemeinsam zu wachsen im Glauben.

00:49:20: Also weil es tatsächlich auch im Stundengebet dass da nach und nach mehr Dinge dazu kam also eben komplett habe ich schon länger gebetet.

00:49:30: Dann kam irgendwann die Laudes oder Fesper dazu.

00:49:33: Irgendwann waren es Laudes und Fesber, dann kam noch das Mittagsgebiet dazu

00:49:36: usw.,

00:49:37: also und dass wirklich organisch sich weiterentwickelt hat.

00:49:40: Das Stundengebiet als Tagesstruktur.

00:49:43: Und es hatte einen auch auf das Gemeinschaftsleben vorbereitet.

00:49:46: Also wo es einfach Studenten gab ... Also jede Woche zwei Studenten haben für die anderen gekocht?

00:49:52: Mhm, aber lustig!

00:49:53: Genau, also es war wirklich... Und natürlich was schön ist dass das, was in der Heiligen Kreuz an der Hochschule passiert ist.

00:50:01: Also quasi, was man in der Vorlesung gehört hat.

00:50:04: Das wurde dann tatsächlich auch einfach diskutiert manchmal im Studentenwohnheim.

00:50:08: jetzt nicht, dass wir uns zusammengesetzt haben und gesagt haben so jetzt lass mal diskutieren sondern einfach quasi wo Fragen aufgekommen sind, dass man die miteinander durchgerungen hat.

00:50:17: Es war wirklich ein großes Geschenk!

00:50:20: Und die Hochschul selbst, das merkt man glaube ich schon auch, dass es eben vom Stift getragen wird Also sowohl was jetzt Personal angeht, wenn man so sagen will eben Möncher als Professorin.

00:50:32: Also auch dass es geistlich getragen wird.

00:50:35: also was die Hochschule sich dort eben die sicher den Namen Benedict XVI ausgesucht hat gewählt hat und was sie groß schreiben ist halt wirklich knierende Theologie was Papst Benedict eben dort auch äußert hat als und mitgegeben hat das man versucht eben eine Theologie zu betreiben die aus dem Gebet kommt und eben zum Gebet führt.

00:50:58: Aber was ich vorhin eben erwähnt hatte, dass Theologie dachte ... ist halt etwas, wo ich durch muss.

00:51:03: Wenn ich Priester werden will?

00:51:04: Aber es hat sich dann dort innerhalb kürzester Zeit gezeigt, das so ein Geschenk ist, Theologie studieren zu dürfen.

00:51:12: Also, sich so intensiv mit meinem Glauben auseinandersetzen zu dürfen, ist wirklich ein Privileg.

00:51:17: also, wo auch wirklich quasi eine gewisse Demut entwickelt habe, daß ich weiß, es gibt viele Gläubige die wirklich für ihren Glauben auch brennen und die gerne immer noch mehr wissen wollen würden, aber vielleicht einfach nicht die Zeit oder die Möglichkeit haben sich eben so intensiv damit auseinandersetzen zu dürfen.

00:51:39: Und von daher war ich da echt reich beschenkt in der heiligen Kreuzerzeit.

00:51:46: Kann ich mir sehr gut vorstellen – wie gesagt ein bisschen kenne ich es auch – vielleicht eine kurze Zwischenfrage?

00:51:51: Wir haben jetzt öfter schon den Begriff Stundengebet gehabt.

00:51:54: Vielleicht ist da draußen jemand nicht genau weiß, was das Stundengebet, das Gebet der Kirche ist.

00:52:00: Vielleicht kannst du es auch in zwei, drei Sätzen noch mal zusammenfassen.

00:52:03: Was ist das Stuntengebet?

00:52:04: Wo kommt es her und was ist deine Erfahrung damit?

00:52:09: Das Stundengebet ist grundsätzlich erstmal Salmengebet.

00:52:13: Es geht letztlich darum, dass man die Hundertfünfzig Salmen, die ja letztlich Gebete sind, die zum Teil dreitausend Jahre alt sind oder noch älter ... Die Worte Gottes nutzt, um mit Gott zu sprechen.

00:52:28: Also quasi das was Gott uns selbst offenbart hat wie wir zu ihm sprechen dürfen können sollen dass wir das tatsächlich auch nutzen um zu ihm zu beten.

00:52:38: und letztlich ist es an eine Gebetsschule in der wir dann lernen wie wir dann im persönlichen und privaten Gebet eben mit Gott reden dürfen und können.

00:52:47: Und das stunden Gebet ist jetzt spezifisch dann einer Art und Weise diese Hundertfünfzig Psalmen aufzuteilen also wo es Je nachdem, in was für einem Kloster man zum Beispiel ist.

00:52:58: Gibt es Klöster die beten alle Hundertfünfzig Psalmen in einer Woche?

00:53:03: Und ...

00:53:06: Gesundheit!

00:53:07: Dankeschön.

00:53:08: Es gibt Klöstar und eben auch Weltpriester, die betent das quasi das normale Stundengebet sind dann die Hundert-Fünfzig Psalm aufgeteilt auf vier Wochen.

00:53:18: Da trifft man sich.

00:53:19: im Stundengebet heißt das weil man die Zeit heiligen will also sich zu bestimmten Stunden einfach trifft um quasi in bestimmten zu bestimmten Zeiten, in meinem Alltag den Himmel aufzumachen letztlich.

00:53:33: Also nochmal irgendwie eine Struktur eben das Skelett meines Tages etwas woran dann der Rest des Tages auch hängt dass ich da immer wieder die Verbindung zu Gott suche.

00:53:44: und es ist eben ein Gebet das auch stellvertretend gebetet wird damit quasi sagen manche beten zu jeder Zeit Das ist auch ein Dienst in dem die Mönche quasi auch stell vertretend für die Welt ausüben ist, dass wir eben zu bestimmten Zeiten beten damit zu jeder Zeit irgendwo auf der Welt gebetet wird.

00:54:05: Nicht das es dann heißt, dass der Rest der Christen nicht mehr beten muss aber dass das ein Gebetstienst ist mit und für die welt vor Gott hinzutreten.

00:54:17: Eine kurze Anekdote weil du das gesagt hast.

00:54:19: und es war so beeindruckend als ich auch mal ein paar Tage exerziez in den heiligen Kreuz gemacht habe.

00:54:24: Da waren da frühmesse Und es war eine Schülergruppe auch da.

00:54:30: Und dann hat der Abt damals, ich glaube das war der Abtt, zu dieser Schülergruppen gesprochen und gesagt, wir freuen uns, dass ihr hier seid!

00:54:40: Wir haben euch heute in unser Gebet eingeschlossen aber – und das müsst ihr wissen – wir haben am Tag eurer Geburt für euch gebetet.

00:54:50: Hier im Heiligen Kreuz.

00:54:51: Wir haben auch schon am Tag der Geburt eurer Eltern für eure Eltern gebeten.

00:54:56: Wir beten hier für euch.

00:54:58: seit, ich weiß nicht genau, achthundert, neunhundert Jahren beten wir vor euch.

00:55:02: Und es war so schön und so beruhigend irgendwie auch zu wissen, da draußen ist jemand verteilt über die ganze Welt, die in ihrem Gebet meine Verfehlungen auch versuchen mit aufzufangen.

00:55:19: Also ich fand das damals wahnsinnig beeindruckend, dass er das gesagt hat.

00:55:21: Wir haben nicht nur heute für euch gebetet sondern auch schon am Tag eurer Geburt für euch gebettet.

00:55:26: also das fand Sehr schön, das als kurzen Exkurs.

00:55:29: Wieder zurück zur Heiligenkreuz.

00:55:30: Das heißt du wirst in dein Theologiestudium reingegangen?

00:55:34: Wie lange warst Du dann tatsächlich in Heiligen Kreuz und wie hat sich Dein Weg dort weiter manifestiert und fokussiert?

00:55:41: Also ich war insgesamt zweieinhalb Jahre in Heiligenkreuze also ich habe erst zwei Jahre dort studiert Und dann hatte es sich sehr gefügt dass ich nach Assisi gekommen bin für ein Semester dort eben ein Auslandssemester, ein privater Organisiertes gemacht habe bei den Franziskanern.

00:56:00: Und dann bin ich noch mal für einen Semester nach Heiligenkreuz zurückgekommen um den sogenannten ersten Abschnitt abzuschließen also quasi das Äquivalent zu einem Bachelor nur dass es kein echter Titel ist.

00:56:10: und genau der Berufungsweg hat sich insofern weiter verfeinert weil ich mir vorgenommen hatte jetzt nachdem ich durch Heiligen Kreuz das Ordensleben auf dem Schirm hatte in den Semesterferien immer wieder die Gelegenheit genutzt, um unterschiedliche Ordensgemeinschaften kennenzulernen.

00:56:30: Einfach ein paar Tage dort zu verbringen.

00:56:32: Der Vorteil an Heidenkreuz war auch, dass es unterschiedlicher Ordensgemannschaften dort gab so das es persönliche Kontakte gab, sodass es dann relativ unkompliziert möglich war mal bei dem einen oder anderen ein Paar Tage zu bleiben.

00:56:45: Die Dominikaner habe ich aber tatsächlich eigentlich als erster Orden bewusst ... um das Ordenslebens Willen ausgesucht.

00:56:56: Also ich weiß nicht mal, auf welcher Website es war?

00:56:59: Es war auf jeden Fall eine sehr tolle Website, auf der quasi unterschiedliche Orden vorgestellt wurden mit ihrer jeweiligen Spiritualität und als ich das gesehen habe bei den Dominikanern, dachte ich sofort dass es ... Das klingt sehr verlockend weil sie eben also unser Orden hat vier Säulen Aufruht und alle vier Säulen war mir zu dem Zeitpunkt dann schon wichtig geworden.

00:57:25: Also das, was ich in Heiligenkreuz eben kennengelernt und geschätzt und schätzen gelernt habe, war eben Gemeinschaft und Gebet.

00:57:33: Also eben dass das gemeinsam auch gebetet wird, was nicht selbstverständlich ist.

00:57:40: in den verschiedenen Orden gibt es also zum Beispiel Jesuiten beten jetzt nicht unbedingt jeden Tag zusammen soweit ich informiert bin.

00:57:49: das ist quasi die eine, dass eine extrem wenn man so will und das andere extrem werden dann quasi eher die monastischen Orden eben wenn man einen heiligen Kreuz so Cisterciensa oder Benediktine die dann vielleicht über fünf Stunden oder sowas am Tag gemeinsam beten.

00:58:03: Und dann gibt es eben da zwischen unterschiedliche Orden die unterschiedlich viel gemeinsam bete und quasi unterschiedlich viele dem einzelnen Bruder für das persönliche Gebet freistellen und die Dominikaner beten ihm gemeinsam also an vielen orten wie jetzt in Freiburg zum Beispiel, wo ich bin.

00:58:20: Ist das dann morgens- mittagsabend?

00:58:22: Dass man sich gemeinsam zum Gebet trifft.

00:58:24: Aber es ist auch Teile des Stundengebets die man persönlich betet.

00:58:30: Zum Beispiel die Komplett oder die Leserhohre, die wir für uns persönlich beten und eben der Rosenkranz, der uns jeden Tag aufgegeben ist zu beten unter ein Mental Prayer was unterschiedliche Formen annehmen kann ob es eucharistische Anbetung oder Bibelbetrachtung ist also quasi Gemeinschaft und Gebet als zwei Säulen.

00:58:51: Dann, nachdem ich angefangen hatte, Theologie zu studieren und gemerkt habe wie viel Freude es macht war es mir eine große Freude zu sehen dass das eben eine weitere Säule des Dominikaner Ordens ist, dass man sich intensiv mit dem Glauben immer auseinandersetzt um selber zu verstehen warum man glaubt was man glaubte und anderen Menschen zu helfen zu sehen warum man glauben sollte was wir glauben so ungefähr Und was dann eben aber auch ein Unterschied war zu Heiligenkreuz, dass es quasi in unserer Ordens DNA festgeschrieben ist das wir einen missionarischen Drang haben.

00:59:31: Einen Drang nach außen.

00:59:32: Also offiziell ist ja unser Name der Orden der Predigerbrüder also deswegen hinter unserem Namen auch OP und das ist eben letztlich das wofür unsere Orden gegründet wurde für die Predigten und für das Heil der Seelen.

00:59:47: Und Heiligenkreuz selbst ist natürlich jetzt nicht das Beispiel für ein ... Nicht missionarisches Pluster.

00:59:53: Also sowohl die Besucher, die dorthin kommen als auch die Hochschule und Medienarbeit sind ja alles quasi Orte des Apostolats der Missionen.

01:00:02: Aber bei uns gehört es wirklich wesentlich zur DNA dazu, dass wir dafür gemacht sind, dass unser ganzes Ordensleben darauf ausgerichtet ist, nach außen gehen und das weitergeben, was wir selber eben empfangen im Gebet.

01:00:16: Was wir selbst empfanden im Studium.

01:00:18: Was wie Empfang aus der Gemeinschaft, dass wir das nach Außen tragen und weitertragen.

01:00:23: Und nachdem ich das gelesen hatte, hat sich mich dann bei den Dominikanern gemeldet zum ersten Mal in Wien, weil es tatsächlich der nächste Konvent ist von Heiligenkreuz ist eine halbe Stunde von Wien.

01:00:36: Der Erstkontakt war einfach erst mal ein Gespräch mit einem ... mit Bruder, wo man sich einfach ein bisschen grundsätzlich kennenlernen wollte.

01:00:45: Damit quasi sie sich ein grundsätzliches Bild von mir machen konnten bevor ich dann da einziehe für ein paar Tage und dass ich mir auch noch mal ein Bild von ihnen machen konnte also meine Fragen stellen konnte.

01:00:56: damit ich so grundsächlich weiß ist das was ich im Internet gefunden habe auch ungefähr das was mich dann realitär erwartet und war dann für einige Tage im Convent dort.

01:01:13: Und kann bis heute sagen, es war eines der schönsten Ostern die ich bisher in meinem Leben erlebt habe und wie gesagt, ich bin ja quasi Cradle Catholic also ich hab schon ein paar Ostern erlebt aber das war wirklich wunderbar!

01:01:27: Also etwas wo ich gemerkt habe okay ich bin hier irgendwie zu Hause Es könnte etwas sein wo ich wirklich hingehöre was für mich gemacht ist und wofür ich gemacht bin.

01:01:44: Und war eben heller auf begeistert, aber zu dem Zeitpunkt wusste ich ja dann schon, dass die erste Begeisterung nicht unbedingt jetzt das ... Das ist, den man sofort folgen sollte, weil sonst wäre ich heute vielleicht ein schwarzes Kapulier tragen oder als Heiligenkreuzermönche sitzen.

01:02:02: Aber deswegen habe ich das erst mal auf sich beruhen lassen.

01:02:05: Also quasi diese Begeesterung mitgenommen im Herzen getragen haben mir gedacht, okay vielleicht passiert das ja in jedem Kloster, dass ich jetzt gehe.

01:02:12: Da bin ich dann immer yay sofort da will ich anfangen und deswegen habe ich eben über die unterschiedlichen Semesterferien noch weitere unterschiedliche Orden angeschaut.

01:02:23: Mal mal bei Benediktinern, bei Piaristen, bei Kameliten später auch bei Franziskannen der Erneuerung usw.

01:02:30: Und hab aber gemerkt irgendwie diese Begeisterung ist nicht wiedergekommen.

01:02:36: Also es waren an vielen Orten sehr schön, also gerade monastische Klöster.

01:02:40: Also eben Benediktina oder Cistercienza die werden wirklich sehr berührend und bewegend.

01:02:46: wo ich gemerkt habe okay Ich finde das schön hier Und könnte mir vorstellen hier ein Zufriedenes Leben zu führen also wo ich mich wirklich quasi hundert Prozent im Gebet widmen kann aber Es ist nicht mein Ruf.

01:03:00: Wow!

01:03:00: Aber... Das klingt für mich fast so ein bisschen Ignatianisch, also die Idee ich muss jetzt die Geister scheiden quasi deswegen gehe ich jetzt mache eine Tour und klopfe überall mal an.

01:03:19: Und wie spannend aber für dich zu sehen von Etappe zur Etape oder von Station zu Station dass sich ein Gedanke weiter verstärkt wäre.

01:03:30: im Endeffekt stelle vor du hättest es ja wirklich überall gehabt und am ende wär's so nun stehe ich hier und hätte sich dann nicht entscheiden können.

01:03:39: Also offensichtlich ganz klar die Leitplanken vom Herrn gesetzt, ja schau dich um, suche aber ich weiß was dein Ziel irgendwann mal ist?

01:03:51: Ja also ich würde sagen in meinem Leben habe schon sehr stark den Andruck das Gott mich eben Schritt für Schritt geführt hat quasi der erste Schritte mit dieser Berufung aus Jeremia zu sagen okay dass war der Impuls jetzt anzufangen Theologie zu studieren und überhaupt eben das Zitzenza-Kloster kennenzulernen, als Impuls mich ins Ordensleben reinzudenken, reinzusuchen.

01:04:17: Und dann eben die Dominikaner kennen zu lernen oder über das Studium eben die Begeisterung fürs Studium dann darüber auch nochmal auf die Dominikane zu stoßen.

01:04:26: Ich glaube eben die unterschiedlichen Orden, die ich da noch kennengelernt habe haben mir dann immer mehr klar gemacht in welche Richtung es bei mir geht.

01:04:36: Ich glaube, es gibt andere Mitbrüder.

01:04:38: Also die dann vielleicht eben einen One-Hit haben also die lernen ein Kloster kennen und wissen das ist es.

01:04:45: Es ist nicht so dass jeder irgendwie unterschiedliche Orden sich anschaut oder ihm selbst anschauen muss sondern es gibt einfach auch mit Brüdern die merken okay Das ist es, aber bei mir war's tatsächlich etwas wo es Schritt für Schritt immer klare geworden ist.

01:05:00: Die monastischen Orden sind das eben nicht.

01:05:03: Die sind schön für mich wenn ich so viel Zeit im Gebet verbringen kann.

01:05:06: Aber es ist nicht mal ein Ruf.

01:05:07: Gleichzeitig irgendwie neuere Konkrigationen sinds für mich auch nicht.

01:05:11: Ich will schon etwas was über die Jahrzehnte, Jahrhunderte erprobt isst und man sagt unser Orden der Dominikaner Ordnung sei einer der Orden mit den meisten kanonisierten Heiligen.

01:05:25: Und das ist ja schon ein Kriterium, wenn man sagt quasi dieser Orden funktioniert.

01:05:30: Also wenn das Ziel jedes christlichen Lebens ist heilig zu werden und wenn an Orden viele verschiedene und wirklich sehr unterschiedliche Heilige hervorgebracht hat dann zeigt das wirklich es ist ein Orden der funktioniert einen Weg zum Heil- und zur Heiligkeit der funktioniert.

01:05:44: Das war etwas was mir wichtig war und was ich eben auch festgestellt habe.

01:05:50: Ich könnte mir nicht vorstellen mein Leben lang in einem Ort zu bleiben.

01:05:55: Mendikanten, also Battle-Ordensmönche.

01:05:59: Wir sind eben im strengen Sinn eigentlich keine Mönche ... dass wir nicht ein Leben lang an einem Ort bleiben, sondern wir treten in Provinzen ein.

01:06:11: Also bei uns ist das jetzt quasi Deutschland und Österreich.

01:06:13: Ungarn gehört auch dazu.

01:06:16: Und innerhalb dieser Provincen werden wir immer wieder versetzt.

01:06:19: Bei uns alle sechs bis zehn Jahre, wenn man mit der Ausbildung fertig ist.

01:06:24: Das war mir schon ... Wichtig.

01:06:25: Ich bin gespannt, ob sich das legt wenn ich mal älter bin und dann vielleicht mehr an einem Ort bleiben möchte.

01:06:31: aber ich glaube dass es Es ist auch ein Mitteljung zu bleiben, dass man immer wieder versetzt wird.

01:06:36: Glaube ich definitiv Ist ja auch bei den normalen Weltpriestern draußen eigentlich der Fall, dass wir immer wieder neu quasi reinschnuppern muss.

01:06:46: Vielleicht einen kurzen Exkurs, weil du es gerade angesprochen hast.

01:06:51: Es gibt ja ganz viele kanonisierte Dominikaner.

01:06:55: Unter anderem ist hier ein Dominikana auch dafür verantwortlich dass der Papst Weiß trägt!

01:07:02: Der heilige Papst Pius V. Danke.

01:07:08: Ich komme auch gerade aus Rom zurück und mein Bruder war mit mir dort und das ist sein Lieblingsheiliger oder lag mir die ganze Zeit in den Ohren mit dem Heiligen Pius VI.

01:07:17: Sag ganz kurz in zwei Sätzen, wie war die Geschichte?

01:07:19: Warum hat er dafür gesorgt, dass der Papst weiß trägt.

01:07:24: Also der Tradition zufolge sagt man... also es gibt auch Historiker, die dann sagen das waren eigentlich irgendwelche Chor-Mönche von der Lateran Basilika, die dafür verantwortlich sind, dass sie glaube ich weiß tragen.

01:07:39: Aber eben es gibt ja auch die Traditionen zu sagen Pius V da habe sich geweigert als er zum Papst gewählt wurde seine Habit abzulegen.

01:07:49: Also man sagt, was daran sicher war ist, dass er eben als Battle Ordens Mönch Wert darauf gelegt hat auch als Papst nicht irgendwie in Saus und Braust zu leben und irgendwie als weltlicher Fürst letztlich aufzutreten sondern das ja wirklich auch in seinem persönlichen Lebensstil die Haltung eines Ordens meines Weiter gepflegt hat.

01:08:13: Und Pius V., der ja zum Zeitpunkt der Aufnahme morgen gefeiert wird.

01:08:18: Am dreißigsten April, der hat schon viele Spuren hinterlassen in der Geschichte eben dadurch dass er zum Beispiel zum ersten Mal dann auch das Breviarium Romanum dann kodifiziert hat also das Stundengebet ihm quasi kodificiert hat oder das römische Missale mit dafür verantwortlich war, dass nach dem Konzil von Trient alles auf den Weg gebracht wurde.

01:08:42: Also kleiner geschichtlicher Exkursende Du hast deine Tour jetzt quasi gemacht und am Ende blieb eben ein Thema übrig oder einen Ordner übrig.

01:08:56: Das waren die Dominikaner, wie ist das dann weitergegangen?

01:08:59: Für mich war es tatsächlich... Also eine wichtige Zeit war da noch das Auslandsemester in Assisi wo ich also wo vieles zusammenkam dass es wirklich perfekt gepasst hat in meinem Studium.

01:09:12: Also ich hatte zum Spaß irgendwie italienisch gelernt mit Duolingo, ich hatte zu dem Zeitpunkt eben fünfte Semester war klar wenn du dahin gehst dann kannst du im sechsten Semester zurückkommen und quasi alles nachholen was du vielleicht verpasst hast im Auslandsemester um den ersten Studienabschnitt zu beenden usw.

01:09:28: Und mein damaliger geistlicher Begleiter ein Weltpriester.

01:09:33: er ist dann nach Assisi runtergegangen und hat mich gefragt ob ich mit kommen will.

01:09:37: so war der Ort an dem ich leben konnte, auch mitorganisiert und so weiter.

01:09:42: Und dann dachte ich mir, wenn so vieles gefügt wird ... da muss ja eigentlich fast Franziskane werden?

01:09:49: Also das ist ein klares Zeichen.

01:09:53: Irgendwie sind die Franziskene.

01:09:55: Mit der Intention bin ich dann, hab ich in Assisi regelmäßig am Grab des Heiligen Franziskos gebetet quasi, wenn du mein Vater sein willst, gib mir Bescheid!

01:10:04: Er hat mir nicht bescheid gegeben, hat sich nicht gemeldet Und es war aber tatsächlich eine geistlich sehr fruchtbare Zeit.

01:10:12: Ich habe mich dort, während der Zeit dort hatte ich Anschluss vor allem an die deutschen Klarissen Kapuzinerinnen ... Mhm.

01:10:20: Die also wirklich auch ein sehr betender Orden sind, wo wir dann jeden Tag zur Messe gegangen sind und da glaube ich quasi geistliche noch mal im Hintergrund waren um damit ich meine Berufung finden kann und ich hatte mit meinem geistlichen Begleiter jeden Tag Holy Hour.

01:10:35: Also eine Stunde eucharistische Anbetungen mit Rosenkranz und Fesper und Stille.

01:10:41: Und es war tatsächlich dann während einer dieser Holi aus, am siebzehnten November zwanzig achtzehn, dass es mir dann ausgerechnet in Assisi.

01:10:53: eben auf einmal ist das wieder nach oben gekommen.

01:10:58: Es war auf einmal eben wieder so eine Klarheit, Gewissheit.

01:11:02: Es waren auf einmal quasi alles Licht und klar du musst Dominikaner werden?

01:11:07: Ich weiß nicht... Also, wie ich das anders beschreiben soll.

01:11:10: Es war einfach so eine Gewissheit ... die mich dann auch nicht mehr, also seitdem nicht mehr losgelassen hat.

01:11:19: Die mir einfach eben gesagt hat okay, dass ist dein Weg!

01:11:23: Was ich erstaunlich fand, weil mich die Dominikaner eben, also ich hatte zu der Zeit nur noch... Ich glaube, ich hatte überhaupt keinen Kontakt mehr zu derzeit und dann habe ich eben langsam wieder angefangen, Kontakt aufzubauen war nicht immer nur angetan von dem, was ich erlebt habe quasi am Anfang auch.

01:11:46: Aber es war eben diese Gewissheit zu sagen ... Okay das ist der Ort wo Gott mich haben will und deswegen kann ich diesen Weg auf jeden Fall gehen.

01:11:55: da bin ich auf jeden fall im richtigen Ort.

01:11:57: Und dann bin ich eben zurückgekommen nach Heiligenkreuz hat mein ersten Studienabschnitt fertig gemacht.

01:12:02: Das war im Sommer zwanzig neunzehn und Dann hieß es das Postulat die erste Phase wo man dann mitschläbt als Zivilist im Kloster, fängt erst im März an.

01:12:17: Und deswegen hatte ich eben noch ein Dreivierteljahr, wo ich dann, dass ich da nochmal genutzt habe um einige Monate nach Italien zu gehen, nach Fermo und mal so per dort auch nochmal quasi den Alltag auf italienisch zu erleben weil mein geistlicher Begleiter und die deutschen Klarissenkapuzinerinnen eben vor allem Deutsch gesprochen haben.

01:12:36: Und das war tatsächlich noch ein Ordner nämlich Tatsächlich quasi die letzte, der letzte ... Der Endgegner.

01:12:44: Der Dominikane waren die CFRs also die Franziskane der Erneuerung.

01:12:48: Was auch natürlich ein toller Ohren

01:12:51: ist?

01:12:51: Genau und eben von der Familie her.

01:12:53: Wir sind beide aus derselben Bewegung entstanden, die Battle-Ordensbewegungen im dreizehnten Jahrhundert.

01:13:00: Von daher sind wir geistlich schon miteinander verwandt.

01:13:05: aber die hatten mir tatsächlich ermöglicht.

01:13:08: Also wofür ich bis heute dankbar bin, dass ich, weil ich gesagt habe eben wenn wir als Battle-Ordn historisch entstanden sind das ich dann die Armut auch noch mal miterleben darf.

01:13:18: Haben sie mir ermöglicht, dass sich obwohl Sie wussten, ich will Dominikaner werden, vierzig Tage bei Ihnen mitleben darf in London und quasi weil sie wirklich viel von der Vorsichtung leben und für die armen Leben unter den armen leben eben Suppenküchen Eine Suppenküche dort auch betreibend, dass ich dort mitleben durfte.

01:13:35: Vierzig Tage eben in Vorbereitung auf meinen Eintritt im März ... ...

01:13:40: zwanzig-zwanzig.".

01:13:43: Kurz nochmal Exkurs also Franziskander der Neuerung.

01:13:46: Sollte einer da draußen sein, der sich angesprochen fühlt?

01:13:48: Ich wäre wahnsinnig froh wenn er auch mal hier sitzen würde!

01:13:51: Weil das ist auch für einen der aktuell spannendsten und tollsten... Und dem Besten sind auch radikalsten Ordenhalter die es zurzeit gibt.

01:14:00: Also falls sich jemand angesprochen fühlt gerne melden.

01:14:04: Also, du hast dich angemeldet?

01:14:06: Wo war denn ein Drittel?

01:14:09: Mein Prostulat hat dann in Worms begonnen ...

01:14:12: In Wormms!

01:14:13: Also das war damals... War das noch unser Noviziat-Haus und eben Prostulate und Noviziate haben dort ihren Schwerpunkt gehabt.

01:14:23: Das Kloster gibt's nicht mehr und wir sind mittlerweile ein Fächter in der Nähe von Osterbrück.

01:14:28: ist das glaube ich

01:14:31: Da oben halt?

01:14:32: Ja, genau.

01:14:33: Es ist ja zu weit im Norden.

01:14:39: Ja, und vielleicht...

01:14:40: War das deine Entscheidung nach Worms zu gehen?

01:14:41: oder hat man dir gesagt, okay, Wormswers für dich der beste Eintritt für das Postulat?

01:14:47: Nee es ist tatsächlich bei uns quasi im Ausbildungsweg noch vorgegeben wo man hinkommt.

01:14:53: eben jetzt würde man den Fäch da anfangen.

01:14:56: Das Postulate, wobei unser Postulate eben besteht darin dass man als Zivilist sozusagen mitlebt, im Kloster den Rhythmus des Tages mitmacht.

01:15:05: Und dann aber eben ein Sozialpraktikum macht, damit man mehr oder weniger ... ein normales Ordensleben simuliert, wo man seine Arbeit außerhalb hat und er wieder zurückkommt.

01:15:16: Das ist meistens eben Halbtags-Einsozialpraktikum.

01:15:19: Ich war damals im Altenheim tätig halbtags.

01:15:23: Und sonst eben den Alltag in dem Kloster mitmachen die Gebetsteiten, die Mahlzeiten sich schon mal ein bisschen mehr kennenlernt.

01:15:33: Es ist, während des Postulates so man fängt quasi in dem Konvent an wo das Postulate ist.

01:15:39: insgesamt dauert das ganze fünf Monate und hat eben dazwischen einmal eine Zwischenreflexion wo man wieder in diesen Postulatskonvent zurückkommt und am Ende kommt man dort noch mal zurück und macht dann seine Exerzitien vor der Einkleidung und ansonsten ist man eben an einem anderen Ort.

01:15:53: ich war zufällig eben dann im Fächter habe ich meinen Postulat Praktikum gemacht auch wenn ich in Worms eben die Basis hatte.

01:16:03: Okay,

01:16:05: fünf Monate hast du gesagt?

01:16:10: Die Prostulat ist ja noch mal wirklich über Prüfungen passt das für beide Seiten dann auch zusammen?

01:16:19: hat bei dir mit der Eingleitung geendet.

01:16:21: was bedeutet das genau?

01:16:24: Genau also es ist die... ...die Eingkleidung.

01:16:30: man bittet am Ende des Prostulates darum dass man ins Novitiate aufgenommen wird.

01:16:34: Dann gibt es erst mal eine Abstimmung auch noch einmal unter den Brüdern, ob das eben etwas werden kann.

01:16:39: Und dann war zum ersten Festival des heiligen Dominikus die Eingleitung, wo man dieses Gewand bekommt und tatsächlich einen neuen Namen.

01:16:49: bei uns ist das nicht verpflichtend.

01:16:52: Man kann sich erstens aussuchen, ob man einen neuen Name haben will und man ist im Gespräch darüber welchen neuen Namen man dann kriegt.

01:16:59: also es ist da Selbst wenn man sich entscheidet, man will einen neuen Namen ist es nicht so.

01:17:03: Dass man dann sagt okay ... sehr schön.

01:17:07: Dann du erfährst am Tag deine Einkleidung welchen Namen der Provinzial für dich ausgedacht hat und das heißt in der Welt hießest du Karl auf jetzt heißt du Wunibald oder sowas?

01:17:17: Sondern da ist man im Gespräch Und ich bin dankbar für den Namen, den ich bekommen habe eben bei Dominikus Maria.

01:17:26: Das hätte ich mir selber nicht so getraut quasi Dominikus zu sagen als mein erster Namen.

01:17:33: Aber es war etwas, was der Provincial eben angeboten hatte oder mir vorgeschlagen hat.

01:17:38: Mein Vorschlag war erst Marianos-Dominicus gewesen und dann meinte eben der Provenzial Weide eben in dem Jahr ist das Heiligen Dominikuss, dass schön wäre wieder ein Dominikusz in der Province zu haben, ob ich das nicht umdrehen möchte?

01:17:53: Und so bin ich dann eben Dominikust Maria

01:17:55: geworden.".

01:17:56: Was für einen Zufall!

01:17:58: Tatsächlich so korrigier mich, wenn ich was falsches sage.

01:18:02: Das ist zumindest pro Provinz ein Ordensnamen dann immer nur einmal tatsächlich gibt.

01:18:08: also es gibt es bei euch nur einen parter dominikus.

01:18:11: Bei uns ist es tatsächlich nicht so als es gibt vor allem glaube ich Frauenkongregation die das sehr streng quasi durchbuchstabieren.

01:18:19: Also selbst wenn du tausend fünfhundert Schwestern hast darf jeder Name noch einmal vorkommen.

01:18:22: da wird es dann tatsächlich schwierig.

01:18:25: aber wir haben glaub ich in unserer province mindestens fünf Thomas oder sowas.

01:18:30: Also vor allem dann, wenn man den Taufnamen behält ist es etwas wo man dann sagt okay das ja das kann man auch beibehalten

01:18:39: aber was hat das für dich bedeutet dann diesen Namen anzunehmen?

01:18:41: weil es ist hier schon so innerhalb eures Ordens an der Dominikaner so quasi dass da heißt step die man dann nehmen konnte zumindest was denn den Namen dann angeht.

01:18:55: Hast du das Herausforderungen angesehen oder was macht es mit einem?

01:18:59: Also ich würde sagen, Ich kann gut damit leben weil ich ursprünglich meinen Vorschlag warum mich überhaupt Dominikus quasi als zweiten Namen vorgeschlagen hatte war über die Bedeutung des Namens.

01:19:11: Weil Dominikos auf Lateine eben heißt einer der dem Herrn gehört.

01:19:16: deswegen lasse ich mich auch mit C schreiben quasi damit es klar wird dass das das lateinische Adjektiv ist weil ich mir dachte Wenn ich das am Ende meines Lebens sagen kann, Ich habe dem Herrn gehört.

01:19:27: Dann hat sich meine Berufung erfüllt und das ist also ursprünglich kam ich eigentlich übers griechische Dach der Kyriakos während cooler Name gibt es dazu einen heiligen Ohja ein heiligendem achten achten zufällig gefeiert wird wie der heilige Dominikus Und dann vieles mir.

01:19:40: wir schuppen aus den haren a ja auf latin als kyriakas eben dominikus und dass Dass ich dann eben darüber quasi auf den heiligten gekommen bin.

01:19:52: Einerseits wegen der Bedeutung, kann ich sagen.

01:19:54: Ich kann diesen Namen tragen beziehungsweise ertragen, diesen großen Namen zu tragen weil ich sage okay von der Beteutung her ist er eigentlich sehr einfach.

01:20:06: und eben weil ich weiß ich habe mir nicht selber gesagt ich will Dominikus heißen sondern der Provincial hat gesagt es wäre schön wenn es einen Dominikuss gibt und so war's eben noch mal stärker der Akt zu sagen Dieser Name wird mir gegeben.

01:20:22: Ich nehme ihn mir nicht, sondern er wird mir von der Gemeinschaft gegeben und das hat dann schon einen... Also das entlastet mich ein Stück weit eben auch.

01:20:32: Glaub ich dass dieses Gefühl dann entsprechend gegeben ist.

01:20:38: Einkleidung du wirst quasi auch äußerlich ja vollzieht sich ja da dann entsprechend einen Wandel.

01:20:48: war das dann irgendeine Zäsur?

01:20:50: oder War das doch eine gewisse Stringgänze, die dann einfach weitergegangen ist?

01:20:55: Die du da gespürt hast?

01:20:57: oder war dieses Schaubenspiegel und ich sehe mir runter.

01:21:00: Und ich sehe es auch optisch diese Veränderung hat das noch mal was mit dir gemacht.

01:21:04: also Es macht mir schon nochmal hat mir schon noch mal deutlicher gemacht dass Also es ist schon ein wichtiger Schritt wo man merkt okay Man geht man tut jetzt einen echten Schritt als.

01:21:16: Ich meine es war im postulat natürlich auch irgendwie wenn dann eben Jetzt ... und Kloster lebt.

01:21:23: Aber es ist einfach noch mal von Tag eins, sieht der Dominikaner Novice nicht anders aus als der Ordensmeister.

01:21:33: Also quasi äußerlich bist du dann überhaupt nichts mehr zu unterscheiden... ...von irgendeinem anderen Mitbruder?

01:21:39: Und das isst schon ein großes Schritt.

01:21:43: aber man sagt einerseits, der Habit bleibt immer größer als man selbst also man kann ihn quasi nie wirklich voll ausfüllen.

01:21:52: Aber ich finde, er hilft einem auch in diese Identität hineinzuwachsen.

01:21:56: Eben auch mit diesem neuen Namen mehr und mehr Dominikane zu werden... ...und es ist eben in den ersten Phasen postulat novitiate kann.

01:22:04: jede der beiden Seiten also sowohl ich als auch die Gemeinschaft kann jeden Tag sagen quasi es passt nicht.

01:22:10: wir beenden das Projekt so ungefähr weil von daher ist es schon dann nochmal quasi die Profes die am Ende des Novitiats steht ist dann schon noch mal ein anderer Schritt.

01:22:19: aber es novitiates ist schon auch eine besondere Zeit in meinem Fall sowieso, weil es dann während Corona war.

01:22:25: Ach Gott ja... Da

01:22:27: war ja mal was!

01:22:28: Genau wo ich auch sagen würde da hat die ganze Welt eigentlich Noviceat gemacht.

01:22:32: Weil es im Noviceate letztlich schon auch viel darum geht sich selbst ausgesetzt zu sein und eben sich auch Gott auszusetzen.

01:22:43: also man hatte Novicea zumindest bei uns nicht so viele äußere Aktivität.

01:22:47: wir sind predige Brüder aber im Noviz.

01:22:48: trotzdem ist das Noviceata eine zeit in der man eben vor allem Klosterintern ist, also wo man auch viel lernt Dominikaner zu sein und was es heißt Dominikanern zu sein.

01:23:01: Wo wir die Ordensgeschichte kennenlernen, wo wir ordensrecht Dinge kennenlernen, Ordensspiritualität aber Dinge, die für Dominikane wichtig sind Stimmbildungen und Rhetorik usw.

01:23:14: Also wo man schon Unterricht hat.

01:23:15: das meiste findet im Kloster statt.

01:23:18: damals bei mir noch in Worms Wobei wir auch einen Praktikum während des Novitiats haben.

01:23:23: Also vorgeschrieben, kirchenrechtlich sind zwölf Monate Wir haben dreizehn Monate weil wir dazwischen eben für einen Monat ein Praktikum machen.

01:23:31: Ich damals in Leipzig was dann wirklich nochmal ein Pastoralpraktikum ist.

01:23:35: Aber es war wirklich eine bereichernde Zeit wo man sich selber besser kennen lernt und noch mal viel Zeit fürs Gebet hat um eben kennens, um auch Gottes Willen nochmal mehr auf die Spur zu kommen.

01:23:52: Das hat dann insgesamt dreizehn Monate bei dir gedauert das Noviceat?

01:23:58: Womit schließt das Novicesiat ab?

01:24:00: also was ist die nächste Zäsur, die dann entsteht?

01:24:04: Da kommt dann eben am Ende des Novicesats wieder das gleiche Spiel wie beim Postulat man kann bitten den nächsten Schritt gehen zu dürfen Dann stimmt wieder quasi die Gemeinschaft darüber ab passt es auch für sie und dann kommt eben die sogenannte Professor, die einfache Professor oder zeitliche Professor manchmal auch genannt.

01:24:24: Wo man eben verspricht als Dominikaner zu leben aber zunächst auf Zeit.

01:24:32: also das war dann bei mir am elften September einundzwanzig.

01:24:38: da war dann Das erste Versprechen und da das ist dann schon noch mal ein anderer Schritt eben weil dann kann man quasi nicht mehr einfach jeden Tag gehen Und die Gemeinschaft kann einen auch nicht mehr jeden Tag einfach loswerden.

01:24:49: Sondern man verspricht wirklich, bei mir waren's jetzt erst mal auf zwei Jahre zu sagen okay ich will als Dominikane leben und es ist auch erst ab dann dass man das OP hinter seinen Namen schreibt.

01:25:01: also weil man erst damit dann wirklich zum Orden dazugehört tatsächlich.

01:25:07: Weil davor eben als Novice ist die Verbindung natürlich offensichtlich.

01:25:12: da aber man gehört noch nicht offiziell zum Orten fängt bei uns quasi parallel schon die Ausbildung zum Priester an.

01:25:20: Also mit der ersten Profess wechselt man dann ins Studentat, bei uns heißt es jetzt konkret, man kommt nach Wien und je nachdem was man vorher gemacht hat studiert man dann eben Theologie weiter, man fängt das Theologiestudium an wenn man auf dem Priester Gleis drauf ist.

01:25:40: also grundsätzlich gibt es bei uns schon auch Leinenbrüder Fratris Corporatoris Brüder, die mitarbeiten oder Mitarbeiter-Brüder wenn man es jetzt übersetzen will.

01:25:51: Es ist bei uns relativ nicht so häufig dass das vorkommt, dass ... Mitbrüder Leinen bleiben wollen eben dadurch als Predigerorden.

01:26:00: Die predigt das immer an das Weihamt gebunden als Diakon und deswegen sind die meisten im Kläriger brüder.

01:26:05: aber mit dem Studentat fängt man eben die Priesterausbildung an und es läuft dann parallel zur Ordensausbildung wenn man so will.

01:26:14: Weil im Orden kommt dann eben nach der Erstprofess, wächst man ja dann weiter nach einer bestimmten Zeit.

01:26:21: Kann man in die feierliche Professe ablegen?

01:26:24: Manchmal so ewige Profes.

01:26:25: Artusquemortum.

01:26:26: Genau bis zum Tod kann man dann die Profes ablegen also kirchenrechtlich nach Minimum drei maximal sechs Jahre.

01:26:36: bei mir waren es vier Jahre und parallel läuft dann eben die Vorbereitung aufs Priestätum.

01:26:40: mit dem Theologiestudium ist dann eben bei unterschiedlichen Mitbrüdern unterschiedlich, wie sich das zueinander verhält.

01:26:47: Weil wenn ich jetzt quasi mit einem voll Theologiestudium komme, kann ich quasi sobald ich die ersten die feierliche Profes gemacht habe sofort zum Diakon geweiht werden.

01:26:57: Wenn ich jetzt bei Null anfange, wenn ich ins Studentat gehe, dann kann es sein dass ich die feiere Professor schon habe also quasi lebenslänglich Dominikaner bin und trotzdem noch zwei drei Jahre weiter Theologie studieren muss bevor im Diakon und Priester werden kann.

01:27:14: Das Studium spielt aber in eurem Orden schon auch eine wichtige Bedeutung, also die Idee sich wirklich – ich sage es sehr flapsig – wird in euch der theologische Experte herangezogen.

01:27:35: Das muss wahrscheinlich auch sein weil man eben ja durch dieses Predigen, also dieses euer Genuines Eure genuine Ordensidee, dass ihr im Mittelpunkt steht muss natürlich auch entsprechend theologische Bildung vorhanden sein um dem vollkommen nachgehen zu können.

01:27:54: Jetzt warst du ja nicht nur in Wien sondern bist dir auch ein bisschen herum geschickt worden?

01:28:00: Wie waren deine Station da?

01:28:02: Genau ich bin dann nachdem also mit Beginn meines Studentats bin ich nach Wien gekommen habe dort mein Studium eben wieder aufgenommen hab dort zwei Jahre studiert bin dann ein Jahr in die USA gegangen nach Oakland, also in der Westküste.

01:28:21: Also in Oakland habe ich gelebt.

01:28:22: In Berkeley haben die Dominikaner dort ihre eigene Dominican School of Philosophy and Theology wo ich dann einen Jahr Theologie studieren durfte.

01:28:30: Das

01:28:30: ist ja auch nicht der unbekannteste amerikanische Studienort Berkeley?

01:28:35: Genau!

01:28:35: Wir hängen nicht ganz mit der UC Berkeley zusammen aber wir sind eben am gleichen Ort und dürfen Gott sei Dank auch die Bibliothek dort mit benutzen.

01:28:44: Und es war für mich besonders schön, dort eben auch in der eigenen Ordnungstradition studieren zu dürfen.

01:28:51: Im Thomas von Erquinen, der für die gesamte Kirche als Kirchenlehre eben ernannt wurde vom Piust im Fünften wenn ich mich nicht irre.

01:29:02: Er steht dort besonders im Fokus also quasi eher unter Aristoteles seine Philosophie und darauf aufbauend ihm die Tour Thomasische Theologie.

01:29:12: Das war ein besonderes Erlebnis, einfach Theologie studieren zu dürfen inhaltlich einen Mitbruder zu studieren andererseits eben Professoren zu haben die Mitbrüder sind und Mitstudenten die mit Brüdern sind.

01:29:24: es ist wirklich da hat man nochmal so ein Stück weit wirklich die Einheit auch von Studium Leben Apostolat Mission.

01:29:32: das war wirklich ein bereicherndes Ja.

01:29:36: Und dann bin ich nach Wien zurückgekommen und habe dann zwanzig Also letztes Jahr dann endlich mein Studium abgeschlossen, weil das dann eben durch die vielen Wechsel war es dann manchmal mit Anrechnungen etwas ... ja, zach würden die Österreicher sagen.

01:29:54: Aber dann genau bin ich da mit dem institutionellen Studium also mit dem Magister Theologie erst mal fertig gewesen.

01:30:02: aber für uns ist Studium eben auch ein Stück weit eine Lebensform Also wirklich Semperstudiere immer zu studieren.

01:30:10: Und das kann sehr unterschiedliches bedeuten, es heißt quasi immer letztlich offen dafür zu sein Neues zu lernen und zwar in unterschiedlichsten Bereichen.

01:30:21: also es gibt quasi Mitbrüder die sich vielleicht vor allem innertheologisch weiterbilden wollen da würde ich mich dazu zählen.

01:30:28: Es gibt mit Brüdern die suchen vor allem den Dialog mit der Philosophie.

01:30:32: es gibt mit brüder Die Suche vor allem Den Dialog irgendwie mit den Naturwissenschaften.

01:30:36: Und was mich besonders beeindruckt hatte, ich war jetzt erst letzte Woche bei einem Mitbruder der im Altenheim, der jetzt schon so langsam anfängt Demenz zu haben.

01:30:45: Aber den dann zu sehen wie er auf seinem Zimmer sitzt und dann irgendwie in einem alttestamentlichen Kommentar noch liest also ist promovierte Naturwissenschaftler uns sitzt dann eben da trotzdem doch im Alteheim an seinem HTHKAT am Herd, das Theologischen Kommentar zum Alten Testament und erzählt voller Begeisterung was er da über Jesaja gelernt hat.

01:31:06: Das ist für mich wirklich ein Vorbild was dominikanisches Studieren dann wirklich als Lebensform quasi immer wach zu bleiben und immer neugierig zu bleiben, immer zu fragen Was denken die Leute?

01:31:17: Was gibt es Neues um darauf eben eingehen zu können und Menschen helfen zu können ihren eigenen Weg weiterzugehen oder der Wahrheit näherzukommen?

01:31:26: Ja großartig!

01:31:27: Aber es ist nicht so, dass es ein Automatismus ist.

01:31:29: Dass jeder aus der deutschen Provinz zum Studium einmal in die USA geschickt wird oder schon?

01:31:37: Es ist bei uns Standard.

01:31:39: Standard grundsätzlich ist erst mal das man nach Wien kommt und dort studiert je nachdem welche Voraussetzungen man mitbringt und dann einen externen Jahr macht.

01:31:49: wo genau ist dann offen?

01:31:51: also je nach dem was die einzelnen Mitbrüder können was sie interessiert was sie brauchen.

01:31:56: Also da ist bei unserem Orden wird tatsächlich auch viel geschaut, dass man die einzelnen Charisman und Gaben eben fördert.

01:32:02: Aber das kann alles Mögliche sein dadurch, dass wir ein weltweiter Ordens sind.

01:32:06: Wir hatten mit Brüdern, die dann in Oxford studiert haben.

01:32:09: Da gibt es eine eigene Black Friars Hall.

01:32:12: In Rom gibt's das Angelicum Dass eben von Dominikanern betrieben wird den Philippinen Manila Gibt sie eine eigene Universität.

01:32:22: in jüngster Vergangenheit im USA war häufiger mal Frankreich oder Schweiz-Fribourg.

01:32:27: Jetzt mit Bruder geht nach Kolumbien, also es ist wirklich sehr unterschiedlich.

01:32:32: Aber hat man Einfluss drauf auf diese Entscheidungen?

01:32:34: Oder wird das dann vorgegeben von den Oberen?

01:32:37: Also wir haben grundsätzlich ... Das versprechen wir Gehorsam, so wie alle Ordensleute bei uns ist tatsächlich der Gehorsam von den drei evangelischen Räten Armut Keuschert gehorsam.

01:32:47: Ist das das einzige was wir quasi namentlich aussprechen.

01:32:50: Der Rest hängt quasi mit da.

01:32:52: du da wird mitgenommen dadurch, dass er in den Konstitutionen steht.

01:32:57: Aber wir leben den Gehorsam sagen wir eben im Dialogischen Gehoresam.

01:33:03: also quasi jeder Bruder wird immer gehört aber quasi er hört Witsch ist noch mal eine andere Frage.

01:33:11: aber grundsätzlich habe ich bisher auch die Erfahrung gemacht Die oberen haben ja ein großes Interesse daran das sein Mitbruder eben seine Gaben und Charismen entfalten kann entwickeln kann.

01:33:22: Und deswegen schauen sie schon Was ist möglich, wenn es jetzt nichts zur Abstruse ist?

01:33:27: Und das ist halt tatsächlich auch so.

01:33:30: Ein Oberer hat die Aufgabe, die Mission seiner jeweiligen Entität – ob es jetzt das Haus ist oder die Provinz oder eben der ganze Orden – die Mission zu garantieren.

01:33:40: und dann kann es einfach auch sein dass er selber verpflichtet oder Verpflichtungen hat, Verantwortung hat, dass er jemanden woanders hinschicken muss.

01:33:49: aber ich hätte das Vertrauen dass ich, das der obere erstens das Beste für mich will.

01:33:57: Und zweitens, dass sich es auf jeden Fall versuchen würde wenn er diesen Gehorsam tatsächlich auch verlangt zu sagen okay ist tut mir leid wir können gerade nicht anders wir brauchen nicht unbedingt dort Dass ich das vertrauen habe Das ich dann auch die Möglichkeit habe zu sagen ok Wenn es nicht also wenn es nicht funktioniert werde Ich nicht dort bleiben müssen.

01:34:18: Also ich würde den gehorsamen so verstehen ich werde es auf Jeden fall versuchen aber Vertraue darauf, dass ... also bevor ich jetzt ins Burnout gehe oder sowas.

01:34:27: Weil der obere mich hat dann auch abziehen!

01:34:30: Ich glaub Gehorsam ohne Vertrauen kann ja gar nicht funktionieren.

01:34:38: Vielleicht hier weil es ganz spannend finde gerade da noch mal so ein bisschen auf dieses Thema Gehoresam eingeht?

01:34:43: Also es gibt die drei evangelischen Räte amutkäuschheit gehorsamm.

01:34:48: Das heißt du hast Gehoresam nie als Bürde empfunden irgendwie als Einschränkung oder sonst was.

01:34:55: Nee, für mich ist Gehause und tatsächlich ergibt mir eine gewisse Freiheit.

01:34:59: Er öffnet mich nämlich irgendwie für das Größere eben das größere meines Hauses der Provinz des Ordens wo ich ohne dass sich deswegen entmündigt wäre.

01:35:12: also wenn ich jetzt konkret irgendwie einen was ich jetzt tatsächlich irgendwie sollte Also ich hätte ich habe jetzt irgendwie ein Angebot da ich zum Beispiel weiter studieren kann irgendwie noch zur Promotion gehen kann dann mache ich mir erst mal Gedanken, will ich das?

01:35:30: Und wenn ich es will gehe ich damit zum Oberen und frage ihn und bete ihm ob das möglich ist.

01:35:37: Aber es gibt mir trotzdem eine gewisse Freiheit zu sagen okay, wenn er sagt nein, dann ist das für mich auch erledigt.

01:35:45: also quasi es gibt mehr eine gewiss innere Freiheit einen gewissen Abstand zu den Dingen auch zu sagen ok Ich muss mich jetzt nicht unbedingt mit allen Mitteln durchsetzen und quasi dann in letzter Konsequenz für alles Verantwortung übernehmen, sondern es gibt mir eine gewisse Freiheit zu sagen andere die vielleicht mehr sehen als ich auch die sind mit verantwortlich.

01:36:11: Ohne dass ich deswegen der Verantwortung enthoben bin selber zu schauen eben wozu bin ich gerufen?

01:36:17: was also niemand hat mir gesagt Ich solle jetzt unbedingt auf Instagram gehen oder sowas.

01:36:22: das war mein eigener Antrieb.

01:36:24: Ich bin damit auch zu den oberen gegangen, habe gefragt ob das okay ist quasi dieses öffentliche Apostolat zu machen und hab dafür das ok bekommen.

01:36:32: aber eben auch wenn sie Nein gesagt hätten wäre halt auch Okay.

01:36:36: dann so ist es jetzt nicht dran

01:36:40: Bevor wir auf dieses apostolat kommen.

01:36:42: kurze frage war dass ein Bild dich gesprochen mit dem themapromotion oder etwas was ich wirklich noch reizen würde Zu sagen nochmal da auch in die forschung zu gehen.

01:36:52: Also es würde mich schon reizen zu promovieren, weil ich glaube also einerseits sagen mit Brüder schon es hilft einem einfach von der Persönlichkeit her auch zu reifen.

01:37:02: Solange quasi so ein... Also Studium hatte auch mit einer gewissen Askese zu tun sich auf Dinge verzichten um eines größeren Zieles willen für das ich dann vielleicht nicht immer immediate Gratification habe.

01:37:18: Also irgendwie wirklich Promotion auch ein Stück weiter als ein Marathon bei dem ich durchhalten muss, wo ich vielleicht nicht immer zwischendurch sehe wofür ich das mache und welches Ergebnis es hat.

01:37:28: Persönlichkeitsmäßig ist das etwas was mich reizt und es ist aber auch apostolatsmässig etwas was mitreizt weil ich glaube also einerseits von unserem intellektuellen Profil als Dominikaner her ist es etwas was sehr gut zu uns passt.

01:37:43: ein Apostolat dass sehr gut für uns passt ist eben im universitären Kontext unterwegs zu sein.

01:37:51: Falls es mich danach in eine Pfarrei verschlagen würde, glaube ich dass es gerade heutzutage untergläubigen aber vielleicht eben auch darüber hinaus ein Interesse daran gibt den Glauben intellektuell redlich eben auch besser zu verstehen.

01:38:09: Also einen Mitbruder bietet zum Beispiel regelmäßig Kathichesen aus tomistischer Perspektive an in München und meinte die müssen wir jetzt aufpassen, weil sie irgendwie nicht mehr die Räumlichkeiten reichen.

01:38:20: Irgendwie nicht mehr aus.

01:38:21: oder was die amerikanischen Mitbrüder im Internet machen mit der Aquinas One-on-One to Mystic Institute und so weiter das läuft sehr gut, weil man merkt irgendwie da ist ein gewisser Hunger da den Glauben besser zu verstehen und auch argumentieren zu können eben gegenüber Anfragen von außen wirklich mit Argumenten die Hand und Fuß haben.

01:38:44: Und damit glaube ich, kann man eben auch im Pfarrei-Kontext oder wenn man eben klassisch jetzt irgendwie die Form der Volksmission wählen würde.

01:38:52: Das wären durchaus Dinge wo man mit einer Promotion, eben wenn wir ein vertieftes Wissen besonders zu einem bestimmten Bereich dann auch hat, wo man anderen Menschen helfen kann da noch mal mehr in die Tiefe zu gehen Da kann man glaube ich wirklich eben auch in diesem Bereich sehr davon profitieren.

01:39:08: Bei das ist auch der Antrieb diese Gedanken zu sagen Ich nenn jetzt das Volksmission, also in die sozialen Medien ist im Endeffekt eigentlich nichts anderes als Volksmission und zu sagen ich schaue wie oder ich schaffe mir

01:39:22: ein

01:39:22: Konstrukt über dass ich dann in den sozialen Medien eben den Glauben erklären auf intellektuelle Weise weitergeben kann.

01:39:34: Also war das der Gedanke dieses Dein... Alter Ego, Gott und so dann zu gründen.

01:39:40: Also das ist jetzt auf Instagram heißt dein Kanal Gott und So sehr empfehlenswert.

01:39:43: übrigens also jeder bitte einmal liken und folgen.

01:39:48: aber war das der Antrieb dafür?

01:39:50: Es war zweierlei eben einerseits dieser intellektuelle Anspruch wobei eben auf einem instagram real kann man jetzt auch nicht die Welt erklären also da zumindest einen Gedanken mitzugeben oder etwas worüber man weiter reflektieren oder nachdenken kann was ein vielleicht eben eine Frage mitgibt.

01:40:09: Das war das eine, dass er intellektuellere und das andere aber eben auch ein Stück weit humorvolle ohne jetzt ins Lächerliche zu gehen einfach die Freude wieder des Glaubens herauszustellen und mitzugeben.

01:40:22: weil glaube ich es einfach wichtig ist auch ein stückweit Vorurteile abzubauen Einfach ein freundliches Gesicht der Kirche zu geben in den sozialen Medien.

01:40:34: Also wo es ja oft genug irgendwie im öffentlichen Raum die Kirche jetzt nicht unbedingt so gut wegkommt, woran wir auch großen Anteil zum Teil haben aber das ist eben nicht der Kern und nicht die große Mehrheit dessen was in der Kirche passiert und da einfach wenn ein Video es schaffen würde zumindest quasi schon ein kleines Stück Vorurteil irgendwie wegzubrechen dann ist schon viel.

01:41:01: Also wenn man da einfach sieht, okay das ist ... die sind ja doch auch irgendwie normale Menschen und vielleicht sogar sympathisch.

01:41:08: Und freundlich dass das... also damit ist es schon viel gewonnen.

01:41:14: Ist das irgendwie gewachsen?

01:41:16: oder hast du dich wirklich an ein Schreibtisch gesetzt und gesagt ich möchte jetzt in diese Richtung was tun?

01:41:21: Ich schreibe mir jetzt einen Konzept auf oder hast Du angefangen mal mit ein paar Videos im Hochzuland als gemerkt Mensch Da gibt's ja eine Resonanz drauf, weil ich meine gehst jetzt auf viertausend Follower hoch.

01:41:37: In einer Phase wo man sich denkt okay der Adressatenkreis dessen was ich hier zu verkünden habe übrigens ist es viel schwerer einen komplexen Zusammenhang in dreißig Sekunden zu erklären als sind drei Stunden das muss man auch dazu sagen.

01:41:54: oder ist es einfach so gekommen also diesen Kanal dann entsprechend zu pushen?

01:42:00: Also es war am Anfang eine Idee und wir waren am Anfang auch zu zweit.

01:42:06: Und dann, also von daher war es sehr dominikanisch quasi aus der Gemeinschaft herauskommt und dann haben wir uns eben zusammengesetzt und überlegt was wollen wir eigentlich?

01:42:15: Also wir haben da tatsächlich eben ein Konzept erarbeitet aber nicht nur und vielleicht nicht einmal primär für uns selbst sondern eben auch um den Oberen zu sagen das ist das was wir vorhaben weil... Wir haben das einfach gesehen Als etwas, wo wir sagen würden eben, wir treten ja als Dominikaner in die Öffentlichkeit.

01:42:32: Das heißt ist das auch im Sinne unseres Ordens weil man immer ob man will oder nicht wenn man in diesem Gewand... ...die Öffentlichkeit tritt steht man für den Orden und man steht für die Kirche.

01:42:45: aber es war dann tatsächlich also wie es halt bei diesen sozialen Medien glaube ich Standard ist einfach auch viel ein Learning by Doing eben einfach wo man dann auch merkt okay an welchen Stellschrauben muss man drehen, sage ich mal inhaltlich oder eben auch äußerlich von der Präsentation her.

01:43:03: Von Kamera und Audio usw.

01:43:05: Wie muss sich das machen damit ich irgendwie etwas rüberbringe?

01:43:10: Etwas rüberbringen kann und damit das möglichst viele Leute eben vielleicht auch erreicht ohne dass man sich deswegen zu sehr verflacht.

01:43:20: Also ja...

01:43:20: Macht es dir Spaß?

01:43:23: Ja!

01:43:24: Es macht schon die Post-Production nicht so sehr.

01:43:27: Aber mir zu überlegen, was gibt es vielleicht für einen catchy Einstieg?

01:43:35: Und dann quasi möglichst plakativ einzusteigen und etwas eben auf den Punkt zu bringen.

01:43:40: Etwas zuzuspitzen.

01:43:41: Und eben wie du sagst das ist auch eine gewisse Herausforderung Dinge in Kürze zusammenzutragen.

01:43:47: Das ist schon ein Reiz, den es ausmacht sich zu überleben.

01:43:51: okay.

01:43:53: Auch da wieder eine ascetische Übung sich zu Überlegen was ist der einen Punkt, den ich mit diesem Video rüberbringen will und da eine fokussierte mini-Predigt zu machen?

01:44:02: Das ist ja eigentlich etwas, womit Dominikaner mit echten Predigten manchmal Schwierigkeiten haben.

01:44:07: Einen Punkt!

01:44:08: Eigentlich

01:44:08: total spannend.

01:44:10: Könnte man auch so Thema von Exerzitzien sein quasi wie trigger ich den Algorithmus von Instagram in einer Geistige Übungen, also durchgeistig Übung.

01:44:25: Also wie schaffe ich es?

01:44:26: eben den Aufbau eines Reals?

01:44:29: Ich habe einen Hook, ich schau dass ich irgendwie ein Thumbnail zusammenbekomme und das quasi geistig hinterlegt weil ich muss es ja schaffen im Eingedanken das wesentliche herauszuarbeiten den Hook, ein Thumbnail und dann drei Sekunden maximal quasi so Spielraum da rein zu bekommen.

01:44:50: Also finde ich echt total spannend!

01:44:52: Und eine Herausforderung eben auch ne geistige Übung das dann entsprechend zu schaffen und umzusetzen hat mal eine Lehrerin die hatten es immer genötigt vor einer Arbeit am Spickzettel zu schreiben was eine total super Aufgabe war, weil man als Schüler denkt man sich oh wir dürfen Spickzettel schreiben.

01:45:09: Aber sich einfach nochmal hinzusetzen und wirklich einen komplexeren Zusammenhang noch mal runterzubrechen für sich und der das richtig gehen auch aus Übungen gesehen.

01:45:17: also davon abgesehen glaube ich muss es unsere Aufgabe als Kirche sein für den Predigerorden wahrscheinlich nochmal mehr.

01:45:25: Wir müssen dahin wo unsere Zielgruppe einfach steckt oder?

01:45:31: Jetzt die Gruppe, wo die Jugend ist.

01:45:34: Erwachsene immer mehr auch ja und wenn die halt jeden Tag drei vier fünf Stunden in dieses Gerät reinschauen dann müssen wir da präsent sein.

01:45:44: ich glaube dafür einfach heutzutage kein Weg dran vorbei.

01:45:47: Ja und ich glaube es ist eben vor allem auch wichtig dass wir als Kategorien mit gutem Content dort zugegen sind weil man merkt ja doch oder ich bin zum Teil dann eben auch in Bubbles gelandet wo ich gemerkt habe oh also es gibt andere Leute, die das wirklich sehr stark nutzen.

01:46:06: Für ihre Zwecke eben sehr zielgerichtet ist es jetzt... Also es gibt dann Leute, der damit sehr Gutes anstellen.

01:46:12: aber es gibt ja doch immer wieder auch Berichte dass keine Ahnung auf TikTok sich Leute radikalisieren weil sie in den falschen Algorithmen rein geraten und da eben etwas Positives reinzusetzen.

01:46:23: Und eben diese fünf Stunden, die die Leute da sowieso Totschlagen Das da wenigstens Irgendwas Sinnvolles auch, mal vielleicht dreißig Sekunden von diesen fünf Stunden.

01:46:33: Vielleicht mal was Sinnvolleres dabei rauskommt?

01:46:37: Man kann es gut oder schlecht finden, dass da so viel Zeit ... Oder man kann das eigentlich nur schlecht finden und dann dafür viel Zeit verballert.

01:46:44: Aber es ist nun mal so und das muss man halt eben nutzen.

01:46:50: Deswegen auch called!

01:46:52: Das Format hier.

01:46:53: Jetzt kommt mir zum Wesentlichen zurück.

01:46:55: Du hast deine Studien abgeschlossen Ging es schon Richtung ... also deiner ersten Wahl, dann entsprechend Diakonweil zu.

01:47:04: oder war das noch während deinem Studium die Diakkonweile?

01:47:07: Nee.

01:47:07: Es war tatsächlich bei mir eben der Fall dass ich ja erst die feierliche Profess war, erst kurz vor Studien.

01:47:15: Ach so!

01:47:16: Doch, tatsächlich.

01:47:17: Meine DiakONweihe waren auch vor dem formellen Abschluss des Studiums weil... Also ich hatte die Arbeit glaube ich sogar schon eingereicht eben zur DiakOnweihe aber es war halt nicht die Defensio gewesen.

01:47:30: Aber es ist eben in meinem Fall tatsächlich so gewesen, dass quasi Studienabschluss also die Vorbereitung auf Priesterweihe plus die praktische Vorbereitung auf die Weihe.

01:47:41: Also im Sinne eines Pastoralkurses wo man dann quasi so praktische Dinge lernt wie keine Ahnung wie tauf ich eine Puppe oder wie beerdige ich einen Sarg?

01:47:50: Also damit man da einfach wirklich praktisch übt was es heißt, wie man die Sakramente feiert oder auch wir keine Ahnung welche Verwaltung abläuft und wie sie sorgliche Gespräche abzulaufen haben.

01:48:01: Das lief alles quasi schon parallel während ich dann also eben es kamen gleichzeitig ziemlich gleichzeitig alles zum Abschluss.

01:48:12: Also ich habe eben jetzt innerhalb der letzten zwölf Monate hab' ich wirklich quasi... Ich bin... Hab' meine feierliche Profess abgelegt.

01:48:22: Also mich bis zum Tod an den Orden gebunden an Gott durch den Orden gebunden.

01:48:27: Ich habe mein Studium abgeschlossen, bin zum Diakon geweiht worden, bin an meine erste normale Stelle dann quasi gekommen eben nach Freiburg gewechselt von Wien und bin zum Priester geweihrt worden.

01:48:39: also es ist wirklich ... Ja, ich

01:48:39: hab von zwölf Monaten alles!

01:48:41: Ja wenn nicht mich?

01:48:42: Ja!

01:48:42: Wow!

01:48:44: Ein intensives Jahr.

01:48:46: dafür braucht man sich andere erleben dafür Wie schafft man das so ein Jahr durchzustehen.

01:48:56: Ich meine, das sind derartig viele life-changing Moments die sich da aneinander gereit haben.

01:49:02: ich mein andere schließende Studium ab und dann wird erst mal gefeiert über zwei Monate.

01:49:08: Wie wie schafft man es da den Fokus zu behalten?

01:49:11: Exerzitien!

01:49:12: Also ich habe tatsächlich glaube ich mit diesen...ich war drei viermal wahrscheinlich auf exerzitschien.

01:49:17: eben ich hatte bevor ich die feierliche profes gemacht hab hatte ich mir auch nochmal drei tage stille genommen um wirklich jetzt quasi nochmal bewusst zu sagen, okay will ich diesen Schritt gehen.

01:49:31: Also wirklich noch mal rauszugehen für drei Tage und zu sagen also ich bin dann halt in ein anderes Kloster gegangen und habe dort drei-tagesstille gemacht, also nicht dominikanisches Kloster.

01:49:41: Und dazu überlegen, okay, will ich das tun?

01:49:45: Gäbe es Alternativen?

01:49:46: wie attraktiv sind diese Alternatifen?

01:49:47: kann ich Sie mir vorstellen, also sind sie realistisch usw.

01:49:50: Hab mir das wirklich auch nochmal bewusst vor Augen gestellt, um zu sagen okay ich werde jetzt nicht nur Dominikaner auf Lebenszeit weil ich nicht mehr anders kann sondern weil ich es will und weil ich glaube und merke das ist für mich der Weg.

01:50:04: zum Glück.

01:50:04: also ich habe da z.B dann auch noch mal Rückschau gehalten irgendwie was war nicht so gut in diesen letzten Jahren im Orden und was war sehr gut und dann war irgendwie auf der einen Seite so viel und auf die anderen Seite hat er Platz nicht ausgereicht.

01:50:17: wo ich mir dann dachte ja also das ist schonmal ein klares Ziel und dann eben auch nochmal den Herrn zu fragen von mir will, weil das ist für mich schon das zentrale zu sagen okay habe ich den Eindruck dass der Herr mich irgendwo hin ruft.

01:50:31: Also es ist vieles wo ich sagen würde es macht rational absolut Sinn dass ich in diesem Orden bin.

01:50:36: aber warum ich effektiv im orten bin ist weil ich glaube dass der herrmig hier haben will und Von daher war es quasi dann nicht nur ein rationale prozess innerhalb dieser drei tage sondern Es war auch ein eben vom gebet getragener Prozess an dessen ende ich dann wirklich die den formellen Antrag darauf gestellt habe, ich möchte Dominikana auf Lebenszeit sein und es ist ja auch eine Bestätigung wenn die Gemeinschaft dann das Jahr ihr Jahr gibt.

01:51:03: Und sagt Ja wir sehen auch wir sehen soweit wir es können von außen dass du für dieses Leben geeignet bist

01:51:12: eigentlich erstaunlich trotz allem Gehorsams ein erstaundlich demokratisches Prinzip dessen so im Orden herrscht natürlich auch wahrscheinlich aus Eigeninteresse und Selbstschutz zu kontrollieren, wer passt eben zu uns?

01:51:29: Aber dass man eben über die Zukunft des Orns mitentscheiden kann darüber.

01:51:36: Ganz erstaunlich!

01:51:39: Also das heißt es war die ewige Profess, dann ging's auf die Diakonweihe zu.

01:51:44: Die war wann wo und durch wen?

01:51:47: Die war sechs Wochen später.

01:51:48: also feierliche Profess war in Wien Dominikaner Kirche, Sankt Maria Otunde ersten Bezirk.

01:51:54: Dann sechs Wochen später eben die Diakonweihe, es gibt ja quasi keine freischaffenden Kläriker, sondern Klärika brauchen immer eine Anbindung.

01:52:02: deswegen kann man eben auch nicht gewalt werden bevor man nicht feierliche Profes hat.

01:52:07: weil durch die feierlichen Profes gehöre ich lebenslang dem Orden und dann durch die Weihe bin ich dann quasi ein Kleriker des Dominikaner Ordens.

01:52:15: Und die Weiha hat dann Weihbischof Stefan Tunowski von Wien gespendet eben der Jugendweibeschoff dort Und...

01:52:25: Warst du alleine bei der Diakon?

01:52:27: Ja.

01:52:30: Hast dich darauf dann nochmal explizit auch vorbereitet, wahrscheinlich wieder durch Exerzitzien.

01:52:35: aber gibt es auch innerhalb des Ordens da noch mal ein Schema F dass man dann durchläuft wenn's jetzt dann quasi auch dahingehend ernst wird?

01:52:45: also man ich weiß das jetzt gar nicht mehr genau ob ich da nochmal ich glaube schon dass ich nochmal eine Weile bitte stellen musste und dann genau wird es nochmal abgestimmt quasi über die Zulassung zur Weihe und zwar ist das, glaube ich eine Demoribus-Abstimmung.

01:53:04: Fasi über die Sitten auf der jeweilige Mitbrüder einigermaßen, ob man dem Volk Gottes zumuten kann.

01:53:13: Also in meinem Fall jetzt innerhalb von sechs Wochen wäre es vielleicht seltsam, wenn's anders ist, wenn man so sagt... Ja, also es reicht gerade noch so, dass wir dich ein Leben lang aushalten.

01:53:24: Aber dem Volk Gottes können wir Dich nicht mehr zumuten!

01:53:30: Das wäre schon erstaunlich aber... Es ist eben nochmal glaube ich schon um auch zu zeigen wie wichtig dieser Schritt auch ist und wie ernst das genommen wird, dass man wirklich quasi auf das Volk losgelassen wird weil das ist Ich meine, die feierliche Profess war für mich auch wenn ich Predigerbruder bin und daher quasi Qua Identität auf das Volk Gottes hingeordnet eben auf das Heil der Seelen.

01:53:54: War für mich die Feierliche Professor vor allem eben auch meine Lebensübergabe an den Herrn wirklich jetzt endgültig bis zum Tod Und es war wirklich eine Auch da noch mal ein großes Gefühl von Freiheit zu sagen okay?

01:54:06: Ich habe mein ganzes Leben mein ganzeres Kapital quasi in diese eine Sache Investiert und jetzt kann ich damit arbeiten.

01:54:14: Also es ist ja quasi ... Man arbeitet anders, wenn man alles all-in gegangen ist.

01:54:21: Dann kann man noch mal anders ... Ist man anders noch mal frei?

01:54:23: Weil dann gibt's einfach Optionen mit denen ich mich nicht mehr groß beschäftigen muss und ich kann mich voll darauf konzentrieren das zu machen in dem Stand, in dem ich jetzt bin.

01:54:33: Und an die Diakonweihe war schon eine sacramentale Befälkung eben dem Volk Gottes auf eine Art und Weise zu dienen die kein Mensch eben aus sich selber tun kann.

01:54:45: Die Diakonweihe wurde noch mal kleiner gefeiert, also feierliche Profes war ein großes Fest, die Diakoneweihe war relativ klein weil dann der nächste Höhepunkt mit der Priesterweihe schon am Horizont irgendwie aufscheint.

01:54:59: Wie hast du die Monate zwischen Diakunweihe und Pristerweihe verbracht?

01:55:04: Ich bin dann nach Freiburg gewechselt für meinen Pastoralpraktikum wo ich es dann in unterschiedlichen Gemeinden, eben pastoral tätig war.

01:55:14: Das heißt meine Hauptbeschäftigung hatte und halt hätte machen sollen was man als Diakonsum macht.

01:55:20: also in meinem Fall hat das sich leider nicht ergeben dass ich jetzt so klassische Dinge gemacht habe wie Beerdigung erhalten oder Menschen taufen oder Trauungen.

01:55:29: Trauung war eben auch dadurch bedingt dass ich im August Ende August geweiht wurde ... zum Diakon und dann... Aber alle

01:55:36: Trauung ist schon durch.

01:55:37: Genau, diese Sau war vorbei!

01:55:39: Und jetzt wo die Trauungs-Saison wieder anfängt bin ich schon eine Weihestufe weiter aber es fahr trotzdem durch die leiturgischen Vollzüge und das merkt man schon auch ein Stück weit.

01:55:52: einfach dadurch dass man etwas macht wird man mehr zu dem der man sein soll.

01:55:57: also gerade weil eben als Diakun wenn ich als Diacon in der Messe tätig bin Das ist halt der Mann in der zweiten Reihe letztlich im Gottesdienst, einer da ist und schaut was braucht er Priester oder was brauchen die anderen gerade und ihm helfen zur Seite steht.

01:56:11: Und das ist ja glaube ich schon ganz bewusst so damit du eben auch merkst Die Diakonweihe ist die bleibende Basis aller Weiheämter Dass du da einfach merkst was das sein soll also dass es eben ein Dienstamt ist wo du den Mitmenschen deinem mitgläubigen eben hilfst auf ihrem Weg hin zu Gott.

01:56:35: Und das ist, glaube ich, die eine Übung, die dann schon im Diakon stattgefunden hat bei mir in Freiburg und meinem Praktikum

01:56:42: dort.".

01:56:44: Wo wir uns auch das erste Mal gesehen haben tatsächlich während einer heiligen Messe wo du als Diacon deinen Dienst getan hast?

01:56:52: Ich hab Verwandte besucht und war dann just in dieser Messe.

01:56:56: Ich dachte dieses Gesicht kommt dir so bekannt vor!

01:56:59: Bist du denn dem Volkster auf

01:57:01: Instagram?!

01:57:03: So war das tatsächlich.

01:57:05: Das habe ich nicht das erste Mal in Persona dann wahrgenommen, aber sehr lang war diese Phase ja nicht weil dann ging es hier aktiv auch in die Vorbereitung der Priesterweihe.

01:57:18: wie waren da jetzt die letzten Wochen für dich quasi hinführen zum Klimax dann der Priestewahl?

01:57:25: Für mich war da... Es wurde real dass das jetzt tatsächlich kommt, als ich dann eben meinen Antrag auch da wieder den Antrag gestellt habe und dann wirklich die Weihezulassung bekommen habe.

01:57:39: Eben vom Orden her und dass der Orden dem einen Bischof bittet mich zu weinen.

01:57:46: Da wurde es dann auf einmal real.

01:57:47: okay jetzt passiert denn wirklich die Priesterweihe.

01:57:50: und ich meine früher hätte ich gesagt oder war ich sehr erstaunt überrascht vielleicht sogar etwas schockiert wenn Leute gesagt haben Priestermönche gesagt haben für sie war die feierliche Profess der große Höhepunkt, fast noch wichtiger als die Priesterweihe.

01:58:05: Ein Stück weit muss ich sagen kann ich das jetzt eben nachvollziehen weil ich sagen würde das war wirklich die Lebensübergabe.

01:58:12: aber es ist eben doch faktisch so dass meine Berufung würde ich sagen schon über die priesterliche Berufung bin ich eben überhaupt auf den Orden aufmerksam geworden und deswegen war's dann schon ein Höhelpunkt auf denen hin Ich dann die letzten Wochen quasi verbracht habe Weil es ja doch etwas ist eben wo ich mich ... jetzt spätestens seit zehn Jahren quasi Vollzeit darauf vorbereitet habe.

01:58:35: Also, im Jahr zwei Tausend Sechzehn hab ich angefangen zu studieren.

01:58:37: Im Jahr zwei tausend sechzehnt zwanzig wurde ich dann zum Priester geweiht und dann hat halt vieles an äußere Vorbereitung begonnen also dass man irgendwie die Feierlichkeiten organisiert, die Liturgie organisiert sich da Gedanken macht und dann eben auch nochmal eigentlich auch noch mal der Gedanke bin ich dafür jetzt eigentlich wirklich bereit?

01:58:59: Bin

01:59:00: ich dafür bereit für das Priestertum?

01:59:03: Was bedeutet für dich,

01:59:04: Priestertum?".

01:59:07: Es ist eben jemand der für das Volk Gottes oder ermöglicht dass Christus mit seinem Volk spricht und dem Volk hilft in seiner Beziehung hin zu Gott.

01:59:24: Also jemand, der in der Person Christi für sein Volk vor seinen Volk, vor seine Gemeinde tritt die Gemeinde vor Gott hindritt und das eben gegenseitig repräsentiert in einem gewissen Sinne.

01:59:43: Also, in meiner Person einfach für die Gemeinden vor Gott stehen und für Gott vor der Gemeinde stehen – ich glaube, dass ist mein Derwiesenskern.

01:59:58: So schön, dass du sagst, weil eigentlich sollte man ja der Meinung sein dem kann kein Mensch gerecht!

02:00:07: werden und trotzdem hat unser Herr genau dieses Amt eingesetzt.

02:00:15: Die Gnade, die uns damit zuteil wird also uns leihen dass wir dem Priester als solches haben das wir jemanden haben der vor der Gemeinde in Persona Christi als alter Christus für uns da ist ist ja mindblowing wenn man sich wirklich dem ganzen Mal wirklich oder das in aller Konsequenz durchdenkt, was da passiert.

02:00:44: Was das bedeutet für uns, für unser Sinneheil?

02:00:47: Was das für ein Geschenk ist, dass uns der Herr damit gemacht hat?

02:00:52: Also jeder very welcome sich darüber mal Gedanken zu machen weil wer dann immer noch nicht aus voller Freude eben des Christentumers solches aber auch besonders unseren katholischen Glauben annimmt Gibt's halt nirgends wo.

02:01:09: Das haben wir und das ist ein größeres Geschenk, hätte uns daher eigentlich nicht machen können.

02:01:15: Deswegen auch für uns einfach immer wieder wichtig dessen bewusst zu werden dass wir auch

02:01:21: Dass

02:01:23: euch Priester gegenüber Dahingehend leben dass wir euch auch zeigen Wie wichtig ihr seid in unserem Leben?

02:01:33: Und dass wir nicht in diese hybris verfallen.

02:01:38: Ja, ich brauche halt dem Priester als Dienstleister das Ausführungsgehilfen für meine Festchen die ich halt im Laufe meines Lebens irgendwie so feiern will.

02:01:46: Sondern nein!

02:01:46: Das ist der Priester der direkte Mittler zwischen uns und unserem Vater im Himmel in Persona, unser Herrn Jesus Christus.

02:01:56: Also mindblowing also zumindest in meinen Augen.

02:02:03: Abgesehen von den praktischen Themen die du hattest in Vorbereitung auf die Priesterweihe Vorbereitung, organisieren Einladungen aus Schicken und so weiter.

02:02:14: Bist du noch mal in den Exerzitzien gegangen?

02:02:16: Ja da bin ich dann eben auch nochmal für eine Woche zu den Dominikanerinnen Katzes in der Schweiz gegangen.

02:02:23: Und hatte dort nochmal Exerzeitschen die jetzt vielleicht nicht unbedingt Standardexerzeiten sind Für die Weyer.

02:02:29: also wir haben einfach quasi aus der dominikanischen Traditionen Dinge bearbeitet Eben die Gebetshaltung des heiligen Dominikus zum Beispiel neuen Gebetshaltungen, Gebetsweisen die von ihm überliefert sind wo er wirklich mit Leib und Seele gebetet hat.

02:02:47: Und das war schon bereichernd da auch nochmal eben ungewohnte Verbindungen herzustellen wo man dann einfach merkt was diese Gesten bedeuten können die ich als Priester in der Messe vollziehe weil viele dieser Gebetsweisen die von Dominikus überliefert sind eben auch noch in der Heiligen Messe vorkommen und dass man die dann nochmal viel bewusster einfach vollziehen kann.

02:03:11: Das war dann wirklich ein ... ja, sehr bereicherndes und bewegendes Kapital das ich dann mitbekommen hab immer auf die letzte Strecke hin zur Priesterweihe.

02:03:23: Und es war auch noch mal die Reduzierung auf das Wesentliche.

02:03:28: Weil ich mir gedacht habe eben quasi bin ich jemals bereit für die Priesterweih, bin ich bereit dafür was nachherkommt.

02:03:34: also wie bereite ich mich darauf vor Beichten zu hören.

02:03:37: zum Beispiel Also lese ich da irgendwas zur Pastoralpsychologie, lese überhaupt was irgendwie zu Psychologie oder Seelenführung oder seelsorgliche Gespräche.

02:03:44: Oder weiß ich was?

02:03:46: Aber da einfach auch nochmal zu dem Punkt zurückzukommen worauf kommt es an im geistlichen Amt?

02:03:54: und da ist glaube ich schon auch eben man könnte sich auch unendlich viel damit beschäftigen wie die einzelnen Rieten in der Messe Wie das genau zu feiern ist die Rubriken usw.

02:04:03: Was ich sehr wichtig finde dass man das ordentlich macht.

02:04:07: Aber die Hauptsache eben zu wissen, okay ich bin ein Mittler für Gottes Liebe und beim Herzlichkeit, die er seinem Volk vermitteln will.

02:04:16: Und das rüberzubringen also jetzt nicht einfach im Sinne irgendwie eine Performance sondern wirklich einfach erfahrbar zu machen und daraus zu leben Das ist glaube ich die große Sache unter der Wesen Scandal, den es dann eben wenn ich das im Herzen trage, wenn ich eine heilige Messe feiere dass ich versuche Die Liebe Gottes, die ja materialisiert wird in der Eucharistie.

02:04:42: Die dann wirklich ... die Messe so zu feiern, dass das zum Ausdruck kommt oder in eine Beichte eben als derjenige dazustehen, der wirklich auch spürbar macht, dass Gott beim herzigen Vater sich darüber freut, dass jemand zu ihm zurückkehrt und ihm eine neue ... Und quasi, dass derjenig, der kommt, Gott eine neue Chance in seinem Leben geben will?

02:05:05: So mehr oder weniger, das ist wirklich ... Also das ist glaube ich, dass worauf es ankommt.

02:05:09: Dass man wirklich sein Herz hineingibt.

02:05:12: Das Herz, das hoffentlich für Gott brennt.

02:05:15: Dass Gott ganz gehört, dass man das eben mit hineinlegt auch wenn man sagt, das ist mein Leib.

02:05:22: Ja genau so ist es!

02:05:26: So starke Worte.

02:05:29: der Tag deiner Priesterweile Wie war er für dich?

02:05:35: Ich meine es ist ja wirklich jetzt erst knapp zweieinhalb Wochen her.

02:05:40: praktisch und emotional wie was für dich?

02:05:44: Praktisch habe ich versucht, mich von vielen lieben Gästen doch etwas fernzuhalten soweit es ging.

02:05:54: Wir hatten eben dadurch dass wir auch viele türkisches Personal aus unterschiedlichen Kirchen hatten, hatten wir die Probe dann erst direkt vor der Weihe.

02:06:01: aber ich hab dann also wir hatten Morgengebet bzw.. Ich habe meine normale normale Morgenroutine gemacht.

02:06:07: Ich bin aufgestanden, habe erstmal eine persönliche private Gebetszeit gehabt ein kleines Frühstück eingenommen.

02:06:15: Nee, hab ich gar nicht.

02:06:16: Ich hab nur Kaffee getrunken.

02:06:18: Und dann war eben gemeinsames Gebiet, Morgengebiet und danach habe ich mich zurückgezogen in eine Hauskapelle.

02:06:25: Hab den Leuten gesagt, wenn ihr mich bei der Probe braucht ... Dann komm' ich aber quasi sonst bin ich jetzt noch mal mit dem Herrn allein.

02:06:34: Und da wurde ich hängen gerufen, dann kam ich zur Probe und dann ging es nach der Probeeben weiter in die Weiheliturgie.

02:06:43: also die gingen relativ fließend über, wobei ich auch da noch mal ein paar Momente hatte, wo ich nochmal für mich alleine war.

02:06:51: Und dann war es schon ... also das war schon ein sehr bewegender Moment überhaupt einzuziehen in die volle Kirche, in der ich so viele Gesichter gekannt habe, auch wenn ich ... Also ich habe halt geschaut dass ich nicht zu sehr quasi nach rechts und links schaue sondern wirklich auf den Herrn Schauer.

02:07:09: aber einfach zu sehen wie voll die Kirche ist und zu wissen, dass es so viele Leute gibt, die da sind.

02:07:15: Und eben auch zu wissen ,dass es soviele Menschen gibt, also es sei wirklich Gott sei Dank für viele betende Menschen von denen ich wusste dass sie hinter mir stehen das einfach da hineinziehen zu dürfen und quasi sich darin gestützt und gestärkt zu wissen.

02:07:35: Ich bin nicht allein, ich stehe irgendwie ja... Es sind Menschen hinter meinem Rücken die mich stärken, das war wirklich ein ... Das war sehr bewegend!

02:07:44: Und dann nicht meine Teleturgie selbst hat natürlich auch ihre ihre besonderen Momente zu sagen, okay ich bin bereit.

02:07:53: Also das finde ich eben... Das muss man ja mehrmals antworten.

02:07:57: Ich habe am Anfang wenn man aufgerufen wird sagt man ich bin bereit und an die einzelnen Bereitschaftsfragen wo man gefragt wird ob man irgendwie bereit ist für das Volk auch zu beten usw.

02:08:06: dem Bischof Gehausam zu sein.

02:08:08: Und was für mich halt wichtig war es war immer auch schon vor der Diakonweihe dass die letzte Frage heißt mit Gottes Hilfe bin ich bereit.

02:08:16: Darauf antworte ich mit Gottes Hilfe, bin ich

02:08:18: bereit.".

02:08:19: Und quasi nur wenn ich das sage dachte ich mir... Nur dann kann ich auch wirklich alle anderen Fragen sagen Ich bin bereit weil ich glaube dass Gott hinter mir steht und ich sozusagen ein Anrecht darauf habe.

02:08:34: Wenn Gott mich hierzu beruft Dann muss er auch dafür sorgen dass es klappt.

02:08:40: Alter da würde ich sagen bin ich jetzt einfach frech und sage lieber Gott, wenn du das ... Wenn du mich deinem Volk zumutest musst du auch dafür sorgen dass das wirklich für den Volk gut ausgeht.

02:08:53: Also das bei jeder Predigt bete ich auch quasi vor der Vorbereitung was willst du deinen Volk jetzt sagen?

02:08:59: Und wenn du mir nichts zu sagen gibst dann hat dein Volk am Ende quasi nichts.

02:09:04: woran ist keine geistliche Nahrung?

02:09:08: aber ja es waren viele bewegende Momente.

02:09:13: Am bewegensten würde ich schon sagen, war dann einfach auch die Ankleidung mit Priesterlichen gewendet.

02:09:20: Weil eben wie bei der Einkleidungen im Orden Kleider machen nicht automatisch Leute aber sie helfen einem dazu werden den man ist und da wirklich zu realisieren wenn man dieses Gewand an hat dass man jetzt wirklich Priester ist auf ewig Und dann halt wirklich das.

02:09:39: also das Der höchste Höhepunkt.

02:09:43: aber dann wirklich einfach die erste Konsolidation, das erste Mal wirklich die Einsetzungsworte mitzusprechen wo man dann wirklich merkt okay irgendwas ist jetzt passiert damit jetzt etwas passiert wenn ich das tue was ich tue.

02:09:58: Und auf einmal Worte Wirklichkeit schaffen?

02:10:00: Ja also das ist wirklich... Das ist Ich hoffe und bete dass der lieber Gott mir die Gnade schenkt nie quasi den Respekt davor zu verlieren was da passiert eben wirklich Ich tue was kein Mensch tun kann, was eben nur Gott tun kann.

02:10:17: Also, was mache ich da eigentlich?

02:10:19: Ja, woher am All?

02:10:21: Ja das ist... ja.

02:10:24: Wahnsinn!

02:10:26: Bei aller Emotionalität die sich da beschäftigt, kann ich mir vorstellen dass dann wenn's da vorbei ist auch wirklich so ein gewisser Stein vom Herzen fällt.

02:10:35: okay es hat alles funktioniert und alles glatt gegangen und dann gehts ja in den Feiermarathon letztlich dann so ein bisschen rein also die ganz weltlichen Dinge Also, man zieht aus und dann stören wahrscheinlich eine Million Menschen auf einen zu.

02:10:50: Und wollen gratulieren... ...und dann ist man ein bisschen

02:10:53: ausgeliefert.".

02:10:54: Es ging!

02:10:55: Weil ich tatsächlich nach meiner Wahl ja auch schon Primitzigen gespendet habe?

02:11:00: Das heißt da war ich dann auch erst mal beschäftigt und selbst quasi als ich hinterher zur Feier rübergegangen bin gab es noch viele Leute die dann quasi dort glaube ich auch nochmal den Primitzegen haben wollten oder so oder wo wir dann eben ins Gespräch gekommen.

02:11:17: Es war schon ein Geschenk insgesamt.

02:11:19: Natürlich gibt es dann die weltliche Freierlichkeiten, ist halt schon ... Was ist das?

02:11:24: Wenn man weiß, dass viele eben auch einen geistlichen Hintergrund haben bei ihm, ich komme aus einer internationalen Familie.

02:11:31: Internationalen gläubigen Familien, wo das Priester-Tum eben auch nochmal besonders geschätzt wird und wenn man da einfach auf diese Weise noch mal miteinander verbunden ist, hat auch die Feierlichkeit eine andere Qualität.

02:11:43: Ich glaub's!

02:11:44: Die Feierlichkeiten waren froh, freudig schön.

02:11:48: Aber es war jetzt quasi nicht einfach ... Es war eine tiefe Freude.

02:11:53: Also ich fand das alles recht organisch auch, wenn's anstrengend war.

02:11:58: Also es war einfach anstregend.

02:11:59: dann, weil bei mir wirklich auch eine Woche lang hatte ich jeden Tag woanders ne kleine Nachprimitz, wo ich zum Teil länger hinfahren musste und predigten vorzubereiten hatte.

02:12:10: Die habe ich halt vor der Weile nicht mehr groß vorbereitet gehabt jeden Tag für den nächsten Tag dann die Predigt vorbereiten und so weiter.

02:12:17: Aber es war wirklich auch das ein großes Geschenk!

02:12:21: Wie hast du deine echte oder deine erste Prämie erlebt, also quasi die erste Messe alleine gefeiert?

02:12:30: Das war ja einen Tag später dann auch wieder eine Dominikanerkirche.

02:12:34: Genau... Also da würde ich sagen, da habe ich nochmal mit dankbarem Herzen festgestellt, was für ein Geschenk es ist als Dominikaner-Priester zu sein.

02:12:46: Weil noch viele Mitbrüder eben auch da waren die mit gefeiert haben also ich als Hauptcelebrant aber einfach zu wissen eben auch Da wieder!

02:12:52: Es stehen Leute neben mir, es stehen Leute hinter mir wir feiern gemeinsam diese heilige Messe und deswegen in Gemeinschaft kann ich kann und darf ich diesen Dienst auch vollziehen.

02:13:04: das war ein großes, ein großer Aspekt Und was halt für mich auch wirklich ein geschenk war dass es ihm der weiße Sonntag ist Das ist der sonntag der göttlichen beim herzlichkeit.

02:13:12: Weil das sagen wir eben auch bei unserer Profess, wenn wir am Anfang gefragt, was erbittest du?

02:13:18: Und es heißt die Barmherzigkeit Gottes und die Eure ist.

02:13:20: Das, was wir eben suchen, dass was wir erbitten ... Wenn wir unsere Profes machen und das ist glaube ich wirklich auch das, was sich am Anfang meines priesterlichen Dienstes erbeten habe, dass Gott mit mir barmherzig ist und dass meine Mitmenschen mit mir beim Herzig sind und wirklich einfach sehen.

02:13:37: Also für mich ist BarmHerzigkeit immer auch etwas Aktives zu sagen Okay, wenn ich den anderen an einer Notlage sehe dass sich versuche ihm zu helfen und das ich da eben weiß.

02:13:49: Ich bin getragen von der Mitbräderin, aber auch von der Gemeinde mit und für die ich feier.

02:13:57: Das war schon ein Geschenk dann einfach quasi aus dieser Ruhe heraus und immer wieder entschlastend zu wissen okay ich muss das nicht alleine tragen und daher macht die Hauptsache also die erste Messe war zum Teil etwas chaotisch, aber es war trotzdem zwar eine Ruhe drin und das ist eben schon auch ein Geschenk wirklich.

02:14:19: Eine Messe dass man ich hätte erwartet, dass es schlimmer ist die erste Messe also da sich dann noch mehr daran damit beschäftigt bin zu überlegen was kommt jetzt als nächstes?

02:14:28: Was muss ich tun und was muss ich sagen wie muss ich mich verhalten?

02:14:32: Aber es war wirklich eine Messe beten Zu können.

02:14:36: Das fand Ich auch wirklich schön von einem mit Bruder meinem Primitsprädiger der dann einfach gesagt konzentrierlich auf Gott, quasi eben bevor der States darum geht irgendwie die Gemeinde möglichst mit hineinzunehmen einfach konzentriert dich auf Gott.

02:14:50: Weil ich glaube ihm vielleicht ist das auch das was ich eben bei meinem ersten Pfarrer dann quasi mitgemerkt habe wenn du dich auf den Herrn ausrichtest allein das hilft deinem Mitmenschen hoffentlich auch in diese Richtung hineinzufinden sich auf den Herr zu konzentrierende da auf dem Alltag gegenwärtig wird, das ist schon

02:15:15: stark.

02:15:16: Also jeder der interessiert ist sowohl Priester weil als auch Prämies sind auf YouTube quasi öffentlich einsehbar mit einer fantastischen Prämiezpredigt wie ich finde von deinem Mitbruder und Freund ja wahrscheinlich dadurch dass du ihn ausgewählt hast also wirklich sehr erhörenswert zumindest nicht nur mal diese diese Predigt anzuhören Und seitdem ist ja, wie gesagt nicht so wahnsinnig viel Zeit vergangen.

02:15:41: Aber du springst jetzt von einer quasi Nachprimitz in die nächste und kehrt es irgendwann auch wieder Ruhe ein und du kommst irgendwie wieder zurück an deinen Wirkungsort.

02:15:51: wo wird dieser Wirkungspot sein?

02:15:53: Wie geht das quasi mit der zukünftigen Perspektive mit dir weiter?

02:15:57: also ich bin jetzt tatsächlich erst mal noch im Freiburg.

02:16:00: für einige Monate bin ich jetzt eben wieder dort wo Wo ich mein Pastoral Praktikum mache also einerseits an unsere Kirche der Dominikane Kirche Sankt Martin in Freiburg.

02:16:12: Dort einerseits und andererseits im Norden von Freibug bin ich in der ehemaligen Seelsorge-Einheit dort eingesetzt, in unterschiedlichen Kirchen.

02:16:18: Und ein Stück weit bin ich jetzt schon im Alltag angekommen, weil ich jetzt tatsächlich als Priester messend übernehmen kann die es einfach in diesen Gemeinden gibt.

02:16:31: Von daher bin ich schon einigermaßen... ...im Alltag auch wenn innerhalb des nächsten Jahres dann halt noch weitere kleine Primitstouren habe.

02:16:41: Also wo ich einfach gebeten werde, dass sich dort erste Messen feiern die manchmal einfach besonders feierlich gestaltet sind und eben dann vor allem auch den Primitzigen zu spenden.

02:16:53: Und ich glaube also man sagt dafür lohnt es sich ja einen... Einfach

02:16:56: Schuhe durchzulaufen?

02:16:57: Genau

02:16:58: ein paar Schuhen so durchzulaufen das ist schon ...und man merkt erst was es dem Menschen auch bedeutet.

02:17:04: Es war tatsächlich am zweiten Tag nach meiner Weihe war ich in einer Dorfkirche, die gesteckt voll war.

02:17:12: Wo die Menschen zum Teil eine Stunde gewartet haben bis sie diesen Segen empfangen haben.

02:17:16: und das ist eben also für die Menschen ist dieser Segen wichtig aber es auch ein großes Geschenk für einen Neupriester zu merken was den Menschen dieser Sege bedeutet und damit eben was dem Menschen eben auch das Priester tun bedeutet und auch da wieder dadurch dass sich segnen darf, dass ich Messe feiern darf mit und für die Gemeinde.

02:17:36: Und wenn das eben von der Gemeinde so dankbar angenommen wird dann hilft es mir selbst quasi Der Priester zu werden, der ich sein soll und geworden bin.

02:17:46: ein Stück weit aber ist ja ihm auch da wieder etwas wo man Das immer größer bleiben wird und das tatsächlich bis ans Lebensende Beziehungsweise bis in die Ewigkeit etwas das größer ist weil es das Priester zum Christi ist In das man hinein wachsen muss.

02:18:02: Aber das ist eben ein großes Geschenk, diese Prämizen feiern zu dürfen.

02:18:07: Da werden innerhalb des nächsten Jahres noch einzelne Feiern stattfinden, einzelne Touren stattfinden wo ich ... Ich würde gerne alle Einladungen annehmen.

02:18:17: Ich weiß es nicht, ob ich es schaffe also ich hab stand jetzt irgendwie sechs Einladung nach Österreich oder?

02:18:22: Du hast noch dreihundert und sechzig Tage minus vierzehn hat noch übrig Prämienzen zu feiern.

02:18:30: bitte Nimm dir die Zeiten dafür, um eben diesen Dein Prämiezsegen ins Volk zu bekommen.

02:18:39: Davon bin ich fest überzeugt.

02:18:40: ein derartig... ...darker Segen und derartiges Geschenk das wir damit bekommen wo ich dann so Neuprieste auch wirklich sage macht's so viel ihr irgendwie könnt weil es ist eines der größten Geschenke die für uns dann am Ende bleibt.

02:18:56: aber Es ist nicht wahrscheinlich immer ganz einfach in den in den Tagesgaddle irgendwie reinzubekommen, wann wie wo dann unterwegs zu sein.

02:19:07: Aber weißt du schon wo deine nächste Station sein wird nach Freiburg?

02:19:11: Also es ist eben noch nicht hundert Prozent fixiert.

02:19:16: aber es kann durchaus sein dass ich nach Mainz komme und an dort eben auch pastoral tätig bin und eventuell promoviere Und das würde man dann aber sehen.

02:19:28: Wochen und Monaten wird das dann wahrscheinlich finalisiert.

02:19:31: Und dann wird es tatsächlich meine erste ... Weil man so will, die erste wirkliche ... Die erste wirklichen wirkliche Stelle?

02:19:39: Wo ich jetzt endgültig fertig bin mit der Ausbildung weil momentan läuft auch noch ein Pastoral-Kurs wo ich dann eben in die priesterlichen Vollzüge nochmal mehr eingewiesen werde.

02:19:51: also Dinge, die man als Diakunder nicht gemacht hat, wo's darum geht wie heute man beichte oder reflektiert Die Erfahrungen in der Beichte, ohne dass man das Beicht Geheimnis bricht.

02:20:02: Was klar ist?

02:20:03: Oder noch mal genauer hinschaut, wie man Messe feiert und so weiter, Krankensalbung ... Und eben wenn das abgeschlossen ist, dann bin ich an meiner ersten Stelle, wo ich als fertiger Bruder, der sich hoffentlich weiterentwickelt und studiert, aber doch als erst mal formell fertig ausgebildeter Bruder im Einsatz bin.

02:20:23: Das kann gut sein, dass ich da nach Mainz komme.

02:20:26: Es gute alle können ja daran teilhaben, wenn du was hoffentlich der Fall ist dein Instagram-Account weiter bespielen wirst.

02:20:34: Mit allem Skame gerade weil es vorhin gesagt hat noch die sechste Ziele von der Priester bei diese neuen Arten des Gebetshaltung.

02:20:43: mal Dominikus ich habe mir sofort gedacht allein darüber müssen wir mal eine Folge machen unabhängig vom Thema Berufung.

02:20:48: das hat sich so spannend angehört also jeder kann dem weiter folgen.

02:20:55: Die Zeit rennt uns vollkommen davon.

02:20:57: Wir haben jetzt schon quasi die magische Mauer weit überschritten, die ich mir eigentlich gesetzt hatte.

02:21:02: aber es war so spannend mit dir zu reden.

02:21:05: Ganz ganz vielen Dank dafür!

02:21:06: Ich frage immer am Ende meine Gesprächspartner.

02:21:10: heute ist die Antwort wahrscheinlich relativ eindeutig weil es noch so frisch ist.

02:21:13: Aber würdest du diesen Weg wieder gehen?

02:21:15: Würdest Du dich wieder zum Priester wein lassen?

02:21:20: Ich würde jetzt dreimal viermal fünf mal nochmal machen witz

02:21:24: Amen, also mit dem perfekte Abschlusswort.

02:21:29: Danke für das Gespräch!

02:21:30: Danke, dass du die Zeit genommen hast und wir wünschen dir Gottes Segen jetzt für die Zeit, die vor dir liegt gerade das erste Jahr noch.

02:21:37: Und wie gesagt, wir bleiben in Kontakt allein über die sozialen Medien und alles Gute dir.

02:21:44: Wir weiß, vielleicht machen wir mal eine Folge als Exkurs über die Gebetsformen.

02:21:50: Ein bisschen das dominikanische Denken noch einzusteigen?

02:21:52: Ein

02:21:53: bisschen geistliche Sportarten ausüben.

02:21:56: Ja genau so ist es!

02:21:57: Danke für

02:21:57: die Einladung!

02:22:00: Auf bald!

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