Berufung mit Herz: Von der Kirchenbank zum Altar

Shownotes

In dieser Folge nehmen wir euch mit auf Antonios inspirierende Reise vom Ministrantenkind bis zur Priesterweihe. Gemeinsam tauchen wir in seine bewegende Berufungsgeschichte ein: Wie prägt eine gläubige Familie, welche Rolle spielt die Treue, und was passiert, wenn das Herz plötzlich Klarheit schenkt? Antonio spricht offen über Zweifel, prägende Begegnungen und den emotionalen Moment, als er erkannte, dass der Ruf zum Priestertum kein Zufall ist.

Wir diskutieren, warum Freude und Authentizität im Glauben so wichtig sind, was es bedeutet, Verantwortung in der Gemeinde zu übernehmen und wie die Sakramente das Leben verwandeln können. Erlebt mit uns echte Gänsehautmomente, ehrliche Einblicke und einen frischen Blick auf das Abenteuer Berufung. Diese Episode ist eine Einladung zum Nachdenken – und vielleicht ein Anstoß, selbst mutig neue Wege zu gehen.

Transkript anzeigen

00:00:06:

00:00:10: Lieber Antonio, herzlich willkommen.

00:00:12: Eine ganz große Freude dass du heute hier bist bei uns in unserem kleinen Studio den weiten Weg aus dem Bistum Trier hier runter in den Südwesten gekommen.

00:00:22: ich freue mich wirklich.

00:00:22: wahnsinnig kommt quasi direkt aus einer kleinen Waldfahrt die Du noch organisiert hast in Deiner Pfarrei.

00:00:31: Wo gingst du noch mal hin?

00:00:32: Genau, ich war am Samstag.

00:00:33: Erstmal danke, dass ich hier sein darf!

00:00:35: Ich war am samstag mit forty-two Pilgerinnen und Pilgern in Bannu.

00:00:41: Das ist in Belgien.

00:00:42: Marienweifalzort sagt oftmals so das kleine Lord Heilwasser, die um Mutter Gottes erschienen.

00:00:51: Ziemlich stark, ziemlich bewegend.

00:00:53: Hast Du da irgendeine persönliche Bindung dazu gehabt oder war das einfach... aus dem Bauch heraus entstanden.

00:00:59: In meiner Kindheit war ich schon sehr oft mit meinem Heimatfahrer und mit der Fahrei sind wir ja oft da hingefahren fast jährlich.

00:01:05: Okay, jetzt hast du gedacht, jetzt musst du das nochmal mit deiner jetzigen Fahrei... Aber du warst die Leitung tatsächlich?

00:01:10: Genau!

00:01:10: Ich war die Leitung genau.

00:01:11: Ich habe gesagt, ich bin noch zwei Monate an diesem Ort und dann will ich noch ein bisschen was mit denen erleben.

00:01:16: und dann hab' ich gesagt komm Tagesausflug, Tageswahlfahrt nach Bannühe und nach Lütig.

00:01:22: Sehr schön!

00:01:22: Und am Ende sind genauso viele Leute wieder in den Bus eingestiegen, wie du mitgenommen hast.

00:01:26: Stimmt

00:01:26: das hätten ruhig noch ein paar mehr mitkommen können.

00:01:28: nochmal zurück nach Deutschland aber wir waren alle wieder vollzählig zurück.

00:01:33: Schön also.

00:01:33: dann freuen wir uns jetzt dass du quasi mit diesen Gefühlen und Gedanken bei uns bist die Zuschauer und zuhörer Wissens.

00:01:41: Wir wollen dich ja erstmal so ein bisschen kennenlernen.

00:01:44: da gibt es wieder eine unsere berühmte Schnellfrage Runde.

00:01:48: gerne versuchen kurze Antworten zu geben.

00:01:50: Wir haben danach noch genug Zeit, alles zu vertiefen.

00:01:53: Manchmal geht es auch nicht nur mit einem Wort oder einem Satz.

00:01:57: Da darfst du natürlich dann auch gerne ein bisschen ausholen.

00:02:02: Lieblingsheiliger oder Lieblinsheilige?

00:02:04: Antonius von Padoa

00:02:07: Hätte ich jetzt fast drauf werden können!

00:02:10: Morgen Lob- oder Abendgebet?

00:02:12: Morgen Lob.

00:02:14: Wenn du nur... Ein Sakrament retten könntest.

00:02:17: Welches wäre es und warum?

00:02:19: Darfst du kurz dann auch ein bisschen mehr sagen?

00:02:23: Das ist echt schwierig, Eucharistie aufgrund der unglaublichen Nähe die man spürt wo Jesus wirklich gegenwärtig ist.

00:02:35: das Versprechen dazu Ist auch in den anderen Sakramenten da vorhanden aber ich spüre es selten so wie bei der Euchariste.

00:02:44: Welches biblische Wort begleitet dich aktuell besonders?

00:02:48: Immer noch mal Prämitsspruch.

00:02:50: Wir wollen die, weil er uns zuerst geliebt hat.

00:02:52: Schön!

00:02:53: Stadtpastoral oder Landverein?

00:02:58: Stadt

00:03:01: Früher Vogel oder Nachtäule?

00:03:03: Katholisch Et-Et sowohl als auch.

00:03:07: Berge oder Meer?

00:03:08: Berge

00:03:10: Aparul Spritz oder Tchentonic?

00:03:11: Aparulspritz?

00:03:15: Was hilft dir mehr in deinem Glauben?

00:03:17: Ist es mehr die Struktur oder mehr die Freiheit?

00:03:22: Ich glaube ist das mehr die struktur oder die Freiheit in der Struktur.

00:03:26: Ich glaube, beides bedingt sich bei mir.

00:03:28: Also ich brauche Struktur aber in der Стruktur brauche auch meine Freiheit.

00:03:33: Wenn ich jetzt nur immer nur sagen würde ob siebzehn Uhr muss ich jeden Tag die Festbar beten gibt zwar Struktur, aber im meinem Alltag unvorstellbar.

00:03:42: Eben wenn dann die... wie heißt du schon?

00:03:44: Reality Hits Hard kann auch jede Struktur schnell vor die Hund hängen.

00:03:49: Ein Satz und ein Wort der dein Glauben besonders gut beschreibt

00:03:59: Vertrauen, liebe Hoffnung.

00:04:01: Schön!

00:04:03: Wenn du nicht Weltpriester geworden wärst... ... welcher Orden hätte dich gereizt?

00:04:10: Der karmelitische, der Karmel.

00:04:13: Wow, weil das ist natürlich so ein bisschen... Nicht das krasse Gegenteil aber schon anders als das Weltpriester da sein.

00:04:20: Schon, schon.

00:04:22: Was hat dich letztlich vor dem Karml bewahrt?

00:04:26: oder dass du diese Türe durchschritten hast?

00:04:30: Ich habe in der Zeit, wo ich ins Seminar war, habe ich mir einige Orden angeschaut und habe geprüft ob da eine Berufung für mich drin war oder ob ich da was sehe.

00:04:40: Habe mir viele Orden an geschaut bis auf den Kamel weil ich dachte der Kamel hat die einzige Chance glaube ich wirklich gehabt dass ich doch mal stärker ins nachdenken komme ob Weltpriester also in der Diözese oder ob Ordensleben.

00:04:57: aber Ich muss sagen, bis dato war es die richtige Entscheidung nicht dorthin gewesen zu sein wenn wundschlussglücklich.

00:05:03: Wunderbar!

00:05:04: Das ist das perfekte... Wenn man das noch sagen kann Was darf bei dir im Kühlschrank nie fehlen?

00:05:11: Wenn wir das sagen darf Wein und Magakwag.

00:05:14: Interessante Kombination.

00:05:17: Wein kann ich mitgehen, Magakwach weiß ich nicht ob ich's brauchen würde.

00:05:22: was würdest du deinem achtzehnjährigen ich mein dass es jetzt noch nicht so lange her aber sagen in einem Satz aus deiner heutigen Erfahrung heraus.

00:05:34: Hör auf deine Mutter und vertraue den Herrn!

00:05:39: Hörf Deine Mutter, besonders wichtig wir sind ein Tag nach Muttertag.

00:05:42: jetzt am Tag dieser Aufnahme ja hör auf Deine Mütter beide Müttern.

00:05:48: Richtig

00:05:48: beide?

00:05:49: Beide.

00:05:51: Wenn Du einen Kirchenraum neu gestalten dürftest oder jemand würdest du dir kommen sagen lieber Antonio Ich möchte eine Kirche neu bauen, du bist jetzt mein Architekt.

00:06:01: Wie würde diese Kirche ausschauen?

00:06:02: Klassisch neogotisch... ...schöne Altäre... Das glaube ich wäre schöne Nazarener Figuren sowas in der Art.

00:06:14: Wann hast Du das letzte Mal laut gelacht und worüber?

00:06:19: Passiert eigentlich täglich dass ich laut lache und zwar mit der Küsterin aus Emilshausen.

00:06:26: Das sind meistens Insider-Witze.

00:06:28: Also ich glaube die versteht kein anderer, also da muss nur einer irgendein Wort sagen und dann ist...

00:06:33: Also gehen an dieser Stelle liebe Grüße an die Küsterinnen der Heimaberei raus Und bis nächste Mal wenn du bei ihr bist grüßt sie bitte ganz lieb von

00:06:44: uns.

00:06:44: Werdig!

00:06:44: Werdich!

00:06:47: Wann war dein letzter Romaufenthalt?

00:06:49: Der war im Oktober letzten Jahres wo ich mit der Ferei hingepegert bin.

00:06:54: zum heiligen Jahr.

00:06:56: Habt ihr alle heiligen Pforten geschafft dann in den Tagen?

00:07:00: Alle bis auf eine.

00:07:02: Eine habe ich denen freigestellt, weil die Schlange einfach riesengelang war.

00:07:06: Maria Matruge Das war... genau

00:07:10: Ich erinnere mich War bei uns tatsächlich auch so.

00:07:13: Wir waren ein bisschen ungristlich aber wir waren nur zu dritten.

00:07:17: das ging ganz gut.

00:07:19: aktives Anstehen betrachten.

00:07:20: Wir haben uns nicht ans Ende der Schlange gestellt, sondern aber das ist natürlich zu dritt leichter wie wenn du jetzt mit der Gruppe mit vierzig Leuten

00:07:28: versuchst

00:07:28: dich irgendwo reinzudrehen?

00:07:29: Ja

00:07:29: das ist eindeutig genau und deswegen die meisten waren drin.

00:07:33: ich war muss ich gestehen im Oktober nicht drin da.

00:07:36: ich war im Juni schon hab gesagt komm alles gut.

00:07:40: Das heißt Rom spielt für dich auch eine gewisse Rolle.

00:07:42: ja

00:07:42: schon versuche wirklich einmal im Jahr nach Rom zu fliegen

00:07:46: herrlich.

00:07:46: gibt es irgendeine Hidden Jam, ein Geheimtipp den du loswerden kannst.

00:07:53: Ich würde auf jeden Fall sagen die Kirche San Agnese Fuehrine Moura also außerhalb der Stadtmauern mit den Katakomben darunter sehr sehenswert und die Eisdiele Cotila auf der Via Nometana.

00:08:07: beste Eisdie Dorums meiner Meinung nach.

00:08:09: Sehr gut muss ich mir merken weil die kannte ich tatsächlich noch nicht hier.

00:08:13: Gio Litti oder wie es heißt ist natürlich Touristenmagnet und Hotspot, aber nächstes Jahr dann.

00:08:22: Cotilla immer eine Reisewert.

00:08:24: Wunderbar!

00:08:26: Jetzt haben wir dich so ein bisschen in der Nutschell kennengelernt, wollen es aber auch natürlich tiefer einsteigen.

00:08:34: und was uns jetzt hier interessiert und beschäftigt ist deine Berufungsgeschichte.

00:08:42: Du befindest sich noch in deinem ersten Jahr als Priester quasi Ja, ersten Jahr und darfst also nach wie vor auch noch dein Primit segenspenden.

00:08:54: Das bedeutet die Eindrücke sind ja auch noch relativ neu und frisch.

00:09:00: ist es auch nicht so dass du auf ein damit langes Leben oder oder priesterliches Wirken zurückblicken kannst?

00:09:08: aber das finde ich ihm gerade der spannende zu sehen wie du in deinem Alter ich darf es verraten du bist jetzt achtundzwanzig seit einem jahr Priester quasi offensichtlich und das werden wir jetzt ja von dir hören.

00:09:20: Eine relativ klarer Weg bei dir war hin zu dem hier und jetzt, dass du Priester Jesu Christi sein darfst.

00:09:29: Bist du in einem gläubigen christlichen katholischen Haushalt aufgewachsen, sozialisiert worden?

00:09:35: Bitte nimm uns ein bisschen mit einfach auf die Reise durch dein Leben, damit wir verstehen können wie über dir da hergewerkt hat.

00:09:42: Klar!

00:09:43: Meine Familie kommt ursprünglich aus Bosnien und Kroatien sind dann aufgrund des Krieges geflüchtet nach Deutschland und die Prägung haben meine Eltern nie ganz liegen lassen können.

00:09:57: Die haben nur Franziskaner gekannt, und bosnische Franziskane sind schon sehr streng straight natürlich.

00:10:04: das hat was mit ihrem Leben gemacht und das haben sie auch auf uns drei Kinder projiziert bzw.

00:10:10: haben uns versucht das mitzugeben weil es ihnen unglaublich wichtig war diese Beziehung zu dem Gott ihres Lebens.

00:10:17: Und ich kann immer sagen, bei mir im Ort gab es jeden Freitag eine Messe und jeden Sonntag als ich noch klein war.

00:10:29: Ich weiß genau wenn um achtzehundert dreißig freitags die messe war um acht zehn Uhr mussten wir alle das haus verlassen.

00:10:36: damit dem Glockenschlag verlässt man das Haus und geht in die Kirche dann betet man auch nach einer halben Stunde den Rosenkranz vor der Messe.

00:10:43: aber punkt achtzehn Uhr muss man das Haushaus verlassen.

00:10:46: Es muss bedringend

00:10:47: für uns das Familie vornehmen, weil wir jeden Sonntag oder wie auch immer den gleichen Struggle haben.

00:10:54: Auch wenn wir noch so gut planen, dass wir dieses Mal rechtzeitig sind am Ende ist doch immer noch ein bisschen hektisch wert.

00:11:00: Das gab es wirklich selten, weil die Mama da immer wirklich auf Gepochte hat gesagt, es ist zehn vor zehn oder zehn vor sechs.

00:11:07: Ist aber auch extrem... Also wir versuchen es ja wirklich und wenn man schafft diese fünf Minuten mindestens, aber besser zehn Minuten vorher dort zu sein überhaupt anzukommen.

00:11:16: Dass man von Anfang an dabei ist.

00:11:18: Sonst kommst du rein hockst dich hin es klingelt es geht los und du kannst dich ja bis dahin noch nicht mal gesammelt haben.

00:11:24: Gar nicht.

00:11:25: Und das fand ich meiner Mutter unglaublich dankbar dass sie die Mama war vor allem, dass sie immer wieder gesagt hat kommt wir gehen früher beten in den Rosenkanzel kommen zur Ruhe und das war Gold wert wirklich.

00:11:38: Hat anders mit gefeiert.

00:11:40: Man war anders beim Geschehen noch mal dabei.

00:11:41: Wir waren ihm vorbereitet, man konnte sich von Anfang an darauf einlassen, musste nicht erst einmal sammeln.

00:11:45: also guter Rat für all die dies schaffen oder glücklich die dies schaffen.

00:11:52: aber das fehlt uns noch in der Familie.

00:11:54: so ein bisschen.

00:11:55: Guter Reitschlag eine halbe Stunde vorher anpeilen dann ist meine vierte Stunde vorher da.

00:11:59: Ich

00:12:01: könnte es aus dem Nähkästchen plaudern, bis in die verschiedenen Charaktere meiner Frau und ich vorne hinstellen.

00:12:08: Was Pünktlichkeit angeht so ein bisschen.

00:12:10: wir Divergenzen haben aber das ist doch mal für eine andere Folge gedacht.

00:12:15: Darf ich kurz nochmal einhaken weil ich das ganz spannend fand.

00:12:17: Franziskana, bosnischen Franziskaner.

00:12:21: Mejugori ist auch

00:12:23: in Bosnia.

00:12:24: Das sitzen

00:12:24: ja auch die Franziskane?

00:12:25: Ja da sitzen auch die Franciskane.

00:12:27: Hattet ihr da irgendeine Beziehung dann irgendwie auch zu Metro?

00:12:32: Nee, überhaupt nicht.

00:12:34: Also ich war selbst auch noch nie dort, kommt erst im Juli aber wir hatten nie einen Bezug zum Metro.

00:12:41: Also auch deine Eltern hatten

00:12:42: das nicht

00:12:42: so auf

00:12:43: dem Schirm?

00:12:43: Nein.

00:12:44: Interessant weil rein von der Geografie her dass sich natürlich angeboten hat oder die Franziskane dort sitzen... Gut verzeihlich wollte ich mich antworten.

00:12:51: Alles gut

00:12:52: gar kein Stress.

00:12:53: Unterbrechen!

00:12:54: Ne genau.

00:12:55: und dann Es war eigentlich immer meine Geschwister, als ich klein war.

00:13:00: Meine Geschwisters sind zehn und zwölf Jahre älter.

00:13:02: Das heißt wenn die dann oben einmal taus standen und ich so als drei- vierjähriger habe noch nicht die Messe gedient, saß ich bei meinen Eltern an.

00:13:10: Aber das erzählen sich immer noch die alten Leute aus meinem Dorf... Ich kann mich selbst gar nicht mehr daran erinnern.

00:13:16: Heutzutage ist mir das auch ein bisschen peinlich.

00:13:19: Jetzt bin ich gespannt!

00:13:21: Und zwar als es zum Kollektieren, zum Klingelbeutel kam Und dann habe ich gewartet, bis meine Geschwister gekommen sind.

00:13:28: Dann habe ich mich an ihre Hand festgehalten und bin mit den Kollektieren gegangen als Dreivierjähriger.

00:13:35: Das war wohl noch nicht genug.

00:13:38: Als sie fertig waren, ging sie wieder nach vorne mit dem Opfergeld.

00:13:44: Zur Wandlung haben sich alle unten auf die Stufen gekniet, Blick Richtung hoch zum Altar ... Ich bin dann immer zu meinen Eltern zurück, habe mich neben meine Geschwister gekniet und auch dort hingekniet.

00:13:54: Soll anscheinend ein schönes Bild gewesen sein.

00:13:56: Groß, klein ohne Strantenkleidung und wieder groß!

00:14:01: Also der Magnet war schon vorhanden?

00:14:04: Der

00:14:04: war vorhandengut.

00:14:05: Du

00:14:05: hast noch vorne gestrebt oder hin zum Herrn gestreben?

00:14:07: Genau.

00:14:09: Das heißt es war klar für deine größeren Geschwistersministerien selbstverständlich... Nimmt man mit!

00:14:16: Nehmt mal sogar gerne mit!

00:14:20: Habtet ihr in dieser Zeit schon einen Ortsfahrer, der euch da irgendwie besonders geprägt hat als Familie?

00:14:29: Ich

00:14:29: kenne nur einen Ortesfahrer.

00:14:31: Wie schön!

00:14:32: Bin jetzt auch noch seit dem Jahrzehnten, ich glaube er ist jetzt... Boah!

00:14:35: Zwei und dreißig Jahre an diesem Ort.

00:14:37: Wirklich?!

00:14:38: In einer Pfarrei.

00:14:39: Die wird dann immer größer,

00:14:41: das

00:14:41: muss man sagen.

00:14:42: Er hat immer mehr Aufgaben bekommen aber in dieser Pfarrei wo meine Familie wohnt, wo ich dann aufgewachsen bin war er eigentlich immer mein Heimatvater.

00:14:50: Was ja heutzutage auch ungewöhnlich ist und ich verstehe, kann beides gut nachvollziehen dass man sagt, man schickt die Priester immer mal wieder in eine neue Pfarrei.

00:15:02: auf der anderen Seite wenn es funktioniert, kann das so ein Geschenk für eine Pfarreie sein?

00:15:07: Wenn da jemand ist der das über Jahre Jahrzehnte in dem Fall wirklich prägen kann also ganze Generationen dann prägt.

00:15:14: Klar und bei uns sind so unglaublich viele Berufungen entstanden aus der Fahrei.

00:15:21: Religionslehrer, ständige Diakone, Gemeinde, Passenarreferenten... Ich bin vor zwanzig Jahren war der letzte Prämitzjand, dreiundzwanzig Jahre, dann war ich letztes Jahr.

00:15:33: also da entsteht schon Großes.

00:15:36: Das heißt er vor dreiund zwanziger Jahren ging auch schon in die Igide eures jetzigen Pfarrers?

00:15:41: Könnte man so sagen genau!

00:15:42: Natürlich auch mit.

00:15:44: er ist ja mit Jugend zweitausend verbunden.

00:15:46: Genau Aber klar, der Heimatfahrer deprägt einem schon sehr positiv wie negativ.

00:15:53: Deswegen das in zwei schneidig.

00:15:54: aber ich finde es gut wenn's eben funktioniert und das sieht ein Bischof her normalerweise auch.

00:15:59: Mache ich da jetzt mehr kaputt was da die letzten Jahre aufgebaut ist?

00:16:02: Wenn ich da jemanden rausziehe oder tut's einfach dem diesen Mikrokosmos auch mal so einen gewissen Wechsel.

00:16:09: Aber bei euch hat sie offensichtlich gut funktioniert.

00:16:13: Wunderbar also.

00:16:13: ich bin sehr dankbar dass er immer mein Heimat-Fahrer geblieben ist, war und ich habe unglaublich viel lernen dürfen.

00:16:21: Vor allem eins Freude!

00:16:23: Freude an der briechseligen Berufung und keine Angst, keine falsche Demut oder in der Art und Weise einfach die pure Freude das es sich lohnt für den Herren in den Kampf zu ziehen.

00:16:37: Bleibt da der Pfarrer noch ein paar Jahre vorhanden?

00:16:40: Ich gehe mal davon aus dass sie ihn jetzt nicht mehr versetzen werden so ein paar jahre vor Urstand

00:16:45: Wie heißt der Pfahrer

00:16:46: Hans-Georg Müller.

00:16:47: Also, liebe Grüße an Pfarrer Müller auch hoch und hier ausgesehen in den Norden.

00:16:52: In

00:16:52: den Nordern genau!

00:16:53: Schön wäre vielleicht auch mal ein toller Gesprächspartner... Ja mit

00:16:56: dem könntest du dich sehr lange unterhalten, der hat viel zu erzählen.

00:16:59: Kannst ja eine Einladung aus.

00:17:02: Okay also dann hast du schon bei deinen Brüdern so in dieses Ministranten da sein Reinge schnuppert?

00:17:08: Und wollt das irgendwann nochmal mehr nämlich wirklich mitmachen?

00:17:12: Einen Bruder, einen Schwester?

00:17:14: und klar Ich wollte immer zudänen, ich wollte immer das machen was sie machen.

00:17:22: Aber ich habe mich auch immer geweigert mit den Strandenkleidungen anzuziehen.

00:17:25: So weit war ich dann mit drei, vier noch nicht.

00:17:28: Sondern hab doch erst den Schutz der Mutter genossen nach unten in der Bank zu sitzen.

00:17:33: Stammplatz wie das so auf dem Dorf ist.

00:17:36: Er setzt sich immer an denselben Platz und dann so nach und nach bin ich dann immer weiter nach vorne.

00:17:43: Und dann so zwei mit... ... sechs Jahre habe ich dann angefangen... ... richtig zu administrieren.

00:17:50: Was aber auch früher eigentlich als gewöhnlich schon war, weil es zeigt man immer so Erstkommunion dann,... ... hat dich da nicht mehr auf der Bank?

00:17:59: Nein!

00:17:59: Das ging dann nicht mehr.

00:18:01: Und hat die Mama gesagt, nein du musst warten bis du zur Erstkimmunion gehst.

00:18:04: und dann bin ich dann zum Fahrer gegangen.

00:18:08: Den hab' ich ja damals immer Onkel Halleluja genannt, weil er immer das Hallelujar so gesungen hat.

00:18:13: Onkel Hallelujah darf ich ministrieren Ich schaffte.

00:18:16: Da kam das Klariat so.

00:18:21: Das heißt, total auch die klassische Karriereleiter bis dato mitgenommen von den Eltern entsprechend sozialisiert hatte sie auch innerhalb der Familie dann ein aktives Gebetsleben, ein aktives, habt ihr zusammen noch einen Rosenkranz eine Familie gebetet?

00:18:40: also aus der Familie heraus ist der Glaube gewachsen

00:18:45: Ja, ein deutlich aus der Familie.

00:18:46: Aber bei uns das fand ich ziemlich spannend beziehungsweise wir haben selten gemeinsam gebetet.

00:18:51: also der Papa hat gebeten die Mama hat gegetet Die Kinder haben gebeted aber selten gemeinsam.

00:18:57: Also alle irgendwie parallel aber jeder so auf seine Art und Weise.

00:19:01: also der papa so ein bisschen freieres Gebet würde ich jetzt mal würde Ich jetzt mal sagen die Mutter den Rosenkranz Die kinder ein bisschen kürzer aber dass irgendwie verteilt Aber selten Gemeinsam

00:19:15: Was offensichtlich der freude kein abbruch getan überhaupt

00:19:17: nicht.

00:19:18: Ich glaube ich bin manchmal sehr dankbar dafür dass die das meine mutter mir nie jetzt gesagt hat.

00:19:22: so wir müssen jetzt gemeinsam beten oder wie sollten Sondern in der art und weise, dass sie Mir die freiheit gegeben hat selbst den zeitpunkt zu wählen wann und was sich dann beten möchte.

00:19:34: Natürlich gab es abends mal ein kreuzzeichen Und gab abend zum gebet.

00:19:37: gemeinsam das auf jeden fall aber sodass man sich mal im laufe des tages oder sowas oder Das gab's eigentlich nie.

00:19:46: Wie ging es denn in deiner Schulzeit weiter?

00:19:48: Gab's irgendwelche Sturm- und Drangphasen oder war das eigentlich ein roter Faden?

00:19:56: Ich glaub, ich würde schon sagen dass es ein rotter Faden war.

00:19:59: Damals gab es noch so die Freundesbücher.

00:20:02: als ich dann so in der Grundschule war Dann schrieb man ja immer bei Traumberuf Da schreiben die meisten Polizistfeuerwehrmann Astronaut oder was weiß ich.

00:20:09: Bei mir war es immer Priester Wirklich?

00:20:10: Ja, immer!

00:20:11: Das war...ich hab selbst nicht glauben können ... und dann zeigte mir eine Freundin wirklich das Freundebuch.

00:20:16: Und da steht er wirklich, Priester!

00:20:20: Wie muss ich mir das aber vorstellen?

00:20:21: Also du bist ein kleiner Stoppsel... Das kann ja dann aber nur wirklich das Roll-Model eures Heimatfahrers gewesen sein.

00:20:33: oder haben deine Eltern als Spaßhaber manchmal gesagt Mensch, Prießer das wäre doch was.

00:20:39: Dass man überhaupt auf diesen Gedanken kommt.

00:20:42: Das Letztere finde ich spannend, dass du das ansprichst Nach meiner Priester, weil er hat mir meine Patentante erzählt.

00:20:48: Dass ich zwei Jahre alt war und die Mama mal gesagt haben soll, der Antonio wird mein Priester.

00:20:55: Und ich nie den Eindruck hatte, meine Mutter zwingt mich oder ... Die hat mir das nie gesagt, nie!

00:21:02: Aber die hat das schon mit zwei Jahren geahnt, der Antonio wird mein Prister.

00:21:05: Also offensichtlich ein gewisses ... Den siebten Sinn dafür gehabt was... Ich glaub eine Mutter spürt ihr auch.

00:21:14: Die liest ein Kind ganz anders, ich glaube besser als sie es jeder Vater könnte diese Bindung zu haben und auch ins Herz eines Kindes dann reinzuschauen.

00:21:23: aber wie schön das an dem Mutter das offen sich will.

00:21:27: Ganz klar dein Herz da und deine Seele erkannt hat.

00:21:30: Genau ja, aber mit aller Freiheit.

00:21:33: die hat mir das nie erzählt, nie!

00:21:35: Aber Sie wusste es schon von Anfang an.

00:21:37: Glaubst du es hätte ich irgendwie... beeinflusst oder wenn da ein aktiver Druck gewesen wäre, dass sich das negativ irgendwie beschäftigt hätte.

00:21:47: Wäre der die Gefahr gewesen?

00:21:48: Ich glaube nicht.

00:21:49: nein.

00:21:51: Aktiver Druck klingt jetzt ein bisschen sehr derb in der Art und Weise.

00:21:54: aber ich glaube wenn die Freiheit da ist...ich würde immer Leuten sagen überlegt ihr oder jungen Männern überlegt dir ist der Priesterbuch was für dich so.

00:22:03: dieses Anstoßen ist ja schon gegeben.

00:22:07: Aber da muss die Freiheit selbst kommen oder die freie Entscheidung selbst kommen, aber dieses Anstupsen, dieses Denkmal drüber nach.

00:22:14: Ich glaube das ist eine fundamental zu selten gestellte Frage heutzutage.

00:22:20: Wenn man glaub ich dieses Gefühl hat, man möchte im anderen bloß nicht so nahe kommen oder irgendwie den Anecken oder irgendwas triggern und so... ...ich glaube wir müssen ganz aktiv Menschenfischer sein also wirklich die Leute aktiv mal drauf ansprechen.

00:22:38: Ich weiß noch, ich war selber erstaunlich, weil es nie Ministerrand.

00:22:42: Die ganzen jüngeren Geschwister waren alle und meine Mutter erzählt immer wir wären damals beleidigt gewesen, weil uns der Fahrrad damals der Hammertfahrer nicht gefragt hätte.

00:22:54: Er hat anscheinend unsere Freunde gefragt aber bei uns hatte er irgendwie nicht gefragt, weil er vielleicht davon ausgegangen ist dass wir selbstverständlich Ministerrand werden dazu geführt, dass diese Frage oder diese nicht vorhandene Frage wir wohl beleidigt waren und deswegen gesagt haben da werden wir halt nicht mehr in den Strand.

00:23:13: Ich glaube wir müssen ganz ganz proaktiv auf junge Menschen zugehen und das auch im Gespräch sagen sagt mal könnte das nicht ein Weg sein?

00:23:23: ich meine jeder von uns rennt von einem Berufsinformationstag zum nächsten da ist die Kirche als solches definitiv unterpräsentiert

00:23:33: klar eindeutig.

00:23:34: Aber ich glaube, wir sind auch manchmal selbst daran schuld.

00:23:36: Weil wenn wir den Mund nicht aufmachen wie schön diese Berufung ist, wie schön dieser Beruf ist, Priester zu sein und es ist einfach unglaublich!

00:23:44: Also wenn man anspricht... Man kann in jungen Männern was geben, wenn das so ihr Weg ist.

00:23:51: Man sagt nicht du gehst in einen Weg, du gehest begebst dich auf dem Weg wo es wo es schwierig wird, wo es nur Trauer und Leid gibt.

00:24:00: Wo du dich selbst verleugnen musst, wo du alles hinter dir lassen musst.

00:24:04: Nein!

00:24:04: Du kannst unglaublich viel gewinnen.

00:24:09: Verstehst du was ich meine?

00:24:10: Ja,

00:24:10: ich verstehe total, was du meinst.

00:24:11: Ich überlege gerade, woran eigentlich ist es so einfach diese glaubhaft und begeistert, die Frage zu stellen oder in den Raum zu stellen.

00:24:23: Und trotzdem sind da diese Hürden... Es gibt ja auch Leute, das ist dieser berühmte rosene Elefant im Raum.

00:24:32: Da ist es klar.

00:24:33: aber das Umfelds habe ich selber erlebt.

00:24:35: Okay jetzt bloß nicht irgendwie dem zu nahe kommen in diesen Gedanken weil nicht dass man das Gegenteil dann auslöst und der andere denkt sich im Zweifelsfall warum möchte keiner mit mir drüber reden?

00:24:46: Ich hab hier was auf meinen Herzen, dass ich los werden will.

00:24:52: Wer während deinen Augen denn so ein richtiger Ansprechpartner wenn du als junger Mann, junge Frau da bist und du hast es in deinem Herzen.

00:25:01: Was würdest du empfehlen?

00:25:02: An wen er sich wenden sollte wenn er da irgendwas was spürt.

00:25:06: Wenn er vielleicht auch keinen Kontakt zu seinem Ortenfahrer direkt hat.

00:25:10: Die meisten Bistümer haben sowas wie eine Berufungsstelle.

00:25:14: Da gibt's immer Priester- und Lion die gut reden und Antwort stehen können und noch mal ein bisschen mehr in die Peripherie gehen können und schauen.

00:25:24: Guck mal, red mal mit dem!

00:25:27: Ich glaube, das ist ein guter Anlaufpunkt.

00:25:29: Ich würde immer sagen, red mit deinen engsten Freunden und gucken, bin ich jetzt gerade?

00:25:37: oder können die sich das auch vorstellen?

00:25:38: Das ist meistens ein gutter Indikator wenn die vor allen Dingen Freunde dann was sagen.

00:25:46: Aber wenn sie sagen du spinnst, würde ich umso mehr den Weg gehen weil das ist auch immer ein gutes Zeichen dass man auf dem richtigen Weg ist.

00:25:55: Du bist ja verrückt.

00:25:56: Genau,

00:25:56: das ist super!

00:25:59: Manchmal muss man im Leben auch über diese Hürden dann springen.

00:26:05: Das heißt in deiner Schulzeit bist du in keine Sturm- und Drangphase gekommen sondern es hat sich so pö a pö weiter verfestigt.

00:26:15: oder wann war bei dir das erste Mal dass du mit dem Gedanken koketiert hast?

00:26:21: Oder dass da ein Gefühl in dir war das könnte tatsächlich was sein unabhängig davon Kindergartenkind schon in ein Freundepuch reingeschrieben hast.

00:26:30: Und zwar, es war, sagen wir mal, ich war sechzehn, siebzehn... Irgendwann kam dann so die Phase wo man hat gesagt ne das ist überhaupt nicht eins!

00:26:39: Du kannst dich überhaupt, das kannst du dir nicht vorstellen eine Leben lang alleine zu wohnen alle drei bis zehn Jahre umzuziehen In der Art und Weise Gehorsam den Bischof zu versprechen.

00:26:51: Das waren alles so Dinge für mich die auf einmal komplett weg waren.

00:26:55: Das ist nicht dein Weg.

00:26:57: Und hab mich dann ein bisschen so in die Gesundheit geflüchtet, beziehungsweise ich habe mir da mein Abitur im Fachbereich Gesundheit gemacht weil ich so ein bisschen in die Schiene gehen wollte.

00:27:09: aber so wie der liebe Herr Gott will er klopft immer wieder an und dann ist auch manchmal sehr hartnäckig und dann konnte ich dann irgendwann nicht mehr widerstehen.

00:27:17: also das war dann habt ihr mir eine so eine Unruhe gespürt oder so entziehen ziehen dass ich mich der Frage nicht mehr entziehen kann.

00:27:26: Er hat mich so sehr im Inneren berührt oder wollte mich berühren, dass ich so unruhig geworden bin.

00:27:33: Dass ich kaum noch schlafen konnte.

00:27:36: Ich konnte nur daran denken Priester zu werden.

00:27:39: In welchem Alter war das?

00:27:41: Das war mit siebzehn halb achtzehn

00:27:43: also quasi in deiner Abitursphase wo du eigentlich schon für dich dann wenn ich es richtig verstanden habe ein Plan hattest ok Fachbereich und später vielleicht auch in diesem Bereich sich weiterentwickeln.

00:27:57: Und dann hat offensichtlich der Herr gemerkt, ich muss jetzt... das geht schon zu sehr in eine Richtung.

00:28:01: Ich muss jetzt intervenieren bevor es dann du dich auf irgendwelche Abwege oder was heißt abwege?

00:28:07: Umwege begibst weil er hätte sich wahrscheinlich so oder so zurückgeführt

00:28:10: und da habe ich einen kleinen Crewhandel mit dem Herrn ausgemacht soll.

00:28:13: ich bin dann jetzt eigenhändig vier Tage in Kloster gefahren.

00:28:17: geschwiegen hab ich vorher noch nie gemacht.

00:28:21: wenn ich heute überlege wie ich damals auf diese Idee gekommen bin frag mich nicht.

00:28:26: Und dann habe ich gesagt zum lieben Herrgott Anfang in der Kapelle.

00:28:30: Wenn du willst, dass ich Priester werde, da musst du mir jetzt aber auch in den nächsten vier Tagen ein Zeichen geben, das ist Priesterwerte, ne?

00:28:35: Gut!

00:28:36: Tag eins vorbei, nix.

00:28:37: Tag zwei vorbei, nichts.

00:28:40: Trag drei vorbei, mhm... Nichts.

00:28:44: Tag vier.

00:28:45: Mittagszeit, nichts So gut, danke Thema erledigt.

00:28:52: Bin ja nochmal in die Kapeller und dann Danke und Tschüss zu sagen Ich gehe aus dieser Kapella raus.

00:29:01: Ich wusste es, du wirst Priester.

00:29:02: Nein.

00:29:03: Doch!

00:29:04: Also dieses... wirklich diese... ich bin aus dieser Kapelle raus und war eigentlich... von der Kniebank bin ich Richtung Tür gegangen, lachte mir mega.

00:29:16: Gehst irgendwas in die Richtung Gesundheit?

00:29:18: Und dann gehe ich aus dieser Tür raus und das war wie Schuppen von den Augen als ob ein Stein von irgendetwas runter fällt.

00:29:26: Und zwar klar, du bist Priester.

00:29:29: Was für eine... Ein Wahnsinnsmoment.

00:29:33: Erst mal Respekt, dass du dir getraut hast im Herzen so die Pistole auf den Brust zu setzen.

00:29:41: Andere sagen okay ich mache jetzt mal ein Jahr und versuche mich in dem Jahr zu finden.

00:29:46: Und du sagst ich gebe dir vier Tage top oder top?

00:29:51: Also erstmal Respekt dafür finde ich cool.

00:29:58: Mir hat mein Priester gesagt aber es war mir auch das Thema Hochzeiten bezogen.

00:30:03: Früher hieß es, Trump Prüfe wer sich ewig bindet und heute heißt es Trump prüfe ewig wer sich bindet.

00:30:11: Ich glaube manchmal muss man genau auch diese kurze Zeit, weil man kann alles totdenken.

00:30:19: Aber wie stark was für ein krass Emotion das gewesen sein muss wenn du sagst okay ich ist von nichts auf!

00:30:27: Ich stehe auf und es überrollt mich.

00:30:30: Ich hab eigentlich schon mit dem Thema abgeschlossen gehabt, wirklich.

00:30:33: Es war vier Tage nichts... ich habe Danke gesagt, Thema war für mich gegessen!

00:30:38: Ich gehe aus dieser Kapelle raus.

00:30:40: Er hatte mich.

00:30:43: Hat die jetzt noch einen besonderen Stellenwert?

00:30:44: irgendwie oder bist du noch mal zurückgekehrt?

00:30:46: Das ist großer

00:30:46: Seil dazu.

00:30:48: Schade.

00:30:49: Aber in meinem Herzen wird es immer da sein.

00:30:51: Ja natürlich.

00:30:52: Allein mit der Geschichte.

00:30:54: Aber das heißt die Kapella als solches excitiert auch nicht mehr?

00:30:57: Nein.

00:30:57: Schadet.

00:30:58: Dann müsstest du irgendwie nochmal...

00:31:00: Nachbauen.

00:31:01: Aber die war eher klassisch.

00:31:03: Modern, modern, modern.

00:31:04: Also offensichtlich auch das ein guter Ort ist.

00:31:07: noch meine Rufen zu.

00:31:09: Also du trittst... Das Ganze spielt sich innerhalb von wenigen Sekunden Minuten ab.

00:31:15: Du stehst auf mit okay, das Thema ist erledigt hin in eine... Okay krass ich werde Priester!

00:31:21: Tritts aus dieser Kapelle heraus?

00:31:24: Was macht man mit solchen Gefühlen dann?

00:31:27: Eine gute Frage.

00:31:28: Eine wirklich gute Frage.

00:31:29: Ich muss erstmal stundenlang gehen.

00:31:32: Ich wollte eigentlich auf dem Weg noch mal zurück zu den Eltern, aber ich kann so weit fahren.

00:31:38: Ich war voller Adrenalin und Emotionen als ob ich innerlich perrennen würde in dieser Art und Weise weil es hat sich unglaublich viel abgespielt wie du es gesagt hast von nichts zu allem.

00:31:51: Von diesem Nichts Zu allem was ich heute eigentlich bin.

00:31:58: Und bin erstmal stundenlang gegangen Bis es dann abends war.

00:32:04: Und an die Mutter natürlich schon die Krise gekriegt hat, weil der Kind gesagt hat, das kommt ja früher nach Hause, aber was kam nicht und kam nicht... ...und ich wollte auch nicht die Mama anrufen und sagen, ich komme später unter Starke.

00:32:15: Ich habe eigentlich niemanden gesagt weswegen ich wegfahre.

00:32:18: Das wusste niemand!

00:32:19: Also die Mutter wusste sich, ich nehme vier Tage Zeit zum Abi lernen.

00:32:23: Entschuldigung Mama.

00:32:32: drauf gewartet, das oder geahnt mit welchen Gefühlen du dann nach Hause kommst.

00:32:37: Sondern eben quasi okay, Noterstufen besser weil du brav gelernt hast und dann am Abend musstest du irgendwann nachhause kommen?

00:32:45: Und hast Du denn aber gleich mit dieser Information gespielt oder hast Du sie in dir gehalten?

00:32:50: Ich habe sie in mir gehalten!

00:32:52: Als wir ein bisschen Zeit vergangen haben mich dann im Felix Janum also unser Propedeutikum Sprachen Orientierungsjahr ... angemeldet und selbst dann habe ich meinen Eltern noch nichts erzählt.

00:33:04: Erst als es final war, dass sich angenommen wurde... ...und das Bewerbungsgespräch alles wunderbar lief,... ...habe ich meinen älteren gesagt, soll ich gehen zu dem Seminar?

00:33:15: War das noch vor deinem Abi oder schon nach deinem Abbi?

00:33:19: Also diese Gespräche, diese Anmeldungsgespreche geführt hast.

00:33:22: Das

00:33:22: war kurz vorm Abi!

00:33:24: Das heißt du hast deine kompletten Prüfungen geschrieben mit dem Gedanken...?

00:33:29: Oder mit dem

00:33:29: Wissen?...

00:33:33: Danach gehe ich ins Seminar.

00:33:35: Genau, ja.

00:33:36: Und

00:33:37: du hast dich dann hingesetzt?

00:33:39: Also, ich frage deswegen so detailiert nach, weil das genau diese Fragen sind die ihr vielleicht, die da draußen interessieren.

00:33:46: Hast gegoogelt Priesterseminar und hast dort angerufen.

00:33:51: Beziehungsweise ich verstand man soll sich da, soll dann Bewerbungsschreiben hinsetzen im tabularischen Lebenslauf also Diese ganzen Formalitäten.

00:34:00: Und dann wird das erst mal geprüft und dann wird man eingeladen zum Gespräch.

00:34:05: Das habe ich dann alles getan, hatte wirklich keinen so in der Art und Weise Erstkontakt.

00:34:14: bis auf ein Jahr vorher gab es immer so Berufungsträfe oder so Berufungstage wo man prüfen kann ist das was für mich so in dieser Gemeinschaft im Priesterseminar.

00:34:26: Ich fands damals nicht so ansprechend wenn ich ehrlich bin dort zu sein Und dachte mir, okay nee ist es da nicht.

00:34:34: Aber dann wie gesagt mit diesem Erlebnis von dem Kloster und der Kirche.

00:34:40: zurück zu den Formalitäten, das war einfach nur ein Bewerbungsschreiben.

00:34:49: Ich möchte dieses Jahr damit ich Priester werden und bitte dann... Das waren noch keine Aufnahmen ins Seminar!

00:34:57: Das kam jetzt später.

00:34:59: Jetzt muss ich aber kurz einhaken.

00:35:02: Ist das der, würdest du sagen?

00:35:05: Das ist der ideale Weg.

00:35:07: jetzt mit Blick auf... Dass man in so einen extrem formalistischen Prozester auf einmal reinfällt.

00:35:15: Ich meine gut bei dir war es so sonnenklar anscheinend Aber können mir vorstellen dass das manchen anderen vielleicht doch erst mal überfordert ist das falsche Wort aber irgendwie vielleicht so ein bisschen Emotionen wieder rausgenommen hätte.

00:35:30: Deswegen sage ich immer, den ersten Schritt habe ich nie gemacht weil ich ihn nicht gebraucht habe.

00:35:34: Reden!

00:35:35: Ruf an!

00:35:36: Red mit dem so prägens, red mit dem regens, red mir im spiritual...

00:35:41: Was aber möglich gewesen wäre?

00:35:42: Das wäre alles möglich gewesen.

00:35:44: Wäre alles möglich.

00:35:45: Nur ich hab's nicht gebaucht.

00:35:46: Mein Herz hat gesagt mach!

00:35:49: Also du stellst deine Bewerbungsmapel zusammen schickst sie raus und bekommst die Zusage.

00:35:54: um wann bist Du dann auf Deine Eltern zugegangen?

00:35:57: Das war, nachdem ich das schreiben hatte, dass sich aufgenommen wurde.

00:36:01: Boah fragt mich jetzt nicht mehr wann das war.

00:36:03: Hast du dir ein Küchentisch gesetzt und hast gesagt Mama Papa?

00:36:05: Richtig!

00:36:06: Ich habe da eine Information für euch.

00:36:08: Genau und die Reaktion war ziemlich spannend weil von meiner Mutter hat angefangen zu weinen.

00:36:12: Das hab' ich schon ahnt Und mein Vater ist jetzt so der Emotionalste.

00:36:18: Da fängt er auch einfach.

00:36:19: einmal kriegt er Trend in die Augen und sagt... ...ich habs immer gewusst Und das hat er vorher nie gesagt.

00:36:24: Auch eine Nieandeutung gemacht in der Art und Weise, Papa war immer so sehr zurückhaltend auch mit seinem Glauben immer authentisch gelebt aber nie so in der art und weise dass ich ihn explizit immer beten gesehen habe.

00:36:37: und dann sagte der mit Tränen in den Augen Ich hab's gewusst.

00:36:41: Ich glaube Eltern kann man nichts vormachen.

00:36:44: Nein Aber ich finde es so stark von deinen Eltern Dass sie eben dir also oder ich gehe es mal davon aus und unterstelle ihnen das, dass sie diesen Weg ja im Gebet begleitet haben.

00:37:00: Wenn du das spürst okay?

00:37:02: Das könnte für mein Kind vielleicht ein Weg sein.

00:37:04: Du begleitest so sehr aktiv in dem Gebet.

00:37:07: Und ich glaube zu wissen, dass Sie eben diesen Gedanken geflankiert haben, begleited haben und dann sitzt du da und gibt diese Informationen weiter.

00:37:21: Also ich kann mir gar nicht vorstellen, wie emotional das dann für eine kleine Familie da ist.

00:37:26: Es ist so ein Moment wenn die Eltern realisieren okay dass wo was wir vielleicht im Gebet begleitet haben oder da manifestiert sich jetzt irgendwas.

00:37:35: Man hätte sich hinsetzen können und sagen könnte ich möchte Jura studieren werden wahrscheinlich keinem die Tränen gekommen.

00:37:41: Hätte mich auch begleitet hat mich auch unterstützt.

00:37:43: alles aber nee zwar Für alle irgendwie klar ohne dass irgendjemand irgendwie jemanden gepusht hat Das war aber für alle klar.

00:37:55: Aber auch die Alte, also ich rede mal von den älteren Damen im Ort, weil das immer so ... diese Riege war, von denen ich auch viel gelernt habe.

00:38:05: Die Treue im Glauben, die Treue zum Herrn wirklich... Ich sehe immer noch die... Imponiert mir sehr wenn die ältern Damen da viele sind leider schon gestorben dann mit ihren Rollatoren der den Berg hoch gegangen und dann den Rosenkran späten.

00:38:22: Es hat mich als kleines Kind schon immer fasziniert, mit welcher Treue und Freude.

00:38:27: Mit welchen Pagannen die da immer gekommen sind?

00:38:30: Ich glaube das ist ganz wichtig, dass du sagst das Wort treu.

00:38:36: Also ich gehe es von mir aus als Leinen aus.

00:38:39: Es gibt wahrscheinlich wenig Leinen, die achtzig-neunzig Jahre alt werden, die sagen, ich habe neunzig jahre im Stück den Herrn in mir gespürt.

00:38:50: Aber ich glaub die Treue!

00:38:51: Mit Treue kann man so viel... auch mal eine Durststrecke auffangen und zu sagen, ich bin jetzt hier nicht weil ich gerade wirklich merke der Herr ist in mir unter heiliger Geist sprüht aus mir heraus usw.

00:39:07: Aber ich weiß dass ich ihm schuldig bin in Treue bei ihm zu sein.

00:39:12: Ich glaube für jeden der da vielleicht auch draußen ist und der meist so ne Phase hat trotzdem weitermachen weiter beten in treu ihm vor ihn kommen Und dann wird es nur ne Phase bleiben

00:39:25: Eindeutig.

00:39:25: Weil es dann wieder zurückkommt?

00:39:27: Genau, die Treue ist das A und O. Also dieses durche Videos.

00:39:30: gesagt hast du die Durchstrecke... Die kommt!

00:39:33: Muss man sich nichts vormachen.

00:39:34: ich glaube die kommt wirklich immer ob Malaiis oder Clerica ...die Durchstrecken sind da.

00:39:40: aber dieses ...durchhalten weil man weiß es lohnt sich wenn man genau weiß danach kommt es wieder Es kommt noch mal was es verändert sich vielleicht auch etwas Aber es kommt wieder.

00:39:52: Und ich gehe nicht ins Leere Ich gehe nichts ins Nichts sondern Ich gehe dem Herrn entgegen und ich glaube deswegen lohnt es sich, weil er wartet.

00:39:59: Er geht mit, also ich sage immer der Herrgott ist überall.

00:40:03: Er ist hinter mir wenn ich rückwärts mal falle, er ist vor mir damit ich den Weg finde und wenn ich mal schwanke ist er auch rechts und links neben mir da.

00:40:11: Also ich weiß theoretisch weiß mein Herz dass er immer an meiner Seite ist.

00:40:17: nur mein Kopf versteht das nicht immer.

00:40:19: Deswegen durchhalten.

00:40:21: Es gibt ja auch diese sehr schöne Geschichte von den Spuren im Sahne, die glaube ich jeder kennt.

00:40:27: Also kann ich nur empfehlen, dass ihr jede Mal nachliest, kurz zusammengefasst also... Die Person, die mit Gott spricht und am Strand entlang gegangen ist sich irgendwann umdreht und sieht okay eine Zeit lang waren immer zwei Spuren weil man eben mit Gott gegangen ist und auf einmal war nur noch eine Spur.

00:40:45: und man fragt dann Gott sag mal

00:40:47: Herr

00:40:48: warum ist hier nur eine Spure?

00:40:50: Warum warst du gerade in der Zeit wo die schlimmste Zeit meines Lebens Warum ist da nur eine Spur?

00:40:57: Warum warst du nicht mehr bei

00:40:59: mir?".

00:41:00: Und Gott sagt, Du verstehst das nicht.

00:41:02: Es ist nur eine spur weil ich dich in dieser Zeit getragen habe.

00:41:07: Treue treu und sich auch bemühen und sich bewusst sein dass es Werte ist sich diese Zeit zu nehmen sich in die Treue reinzugeben.

00:41:21: Exkursende Aber ich liebe diese Exkurse immer an den Gesprächen man so viel auch in diesem Austausch lernen kann und sich gegenseitig.

00:41:33: Man ist nicht alleine, wer an einer Durststrecke mal isst im Glauben du bist nicht alleine.

00:41:37: es geht jeden Frühjahr oder später so und daher ist trotzdem bei dir und deswegen gib ihm die Chance dass das zu ihm diese diese treue schenkst.

00:41:49: dann hast du dein Abi fertig gemacht

00:41:51: genau

00:41:52: und bist hast dann jetzt sieben sachen gepackt und bis in das pro Bedeutigung

00:41:57: So in der Gebinde nach Trier gezogen, das war dann für uns so ein Saarländer auf dem Dorf kommt.

00:42:02: Dann in so eine größere Stadt.

00:42:03: Das war schon mal eine Herausforderung aber dort normales Programm.

00:42:12: es war wieder mit viel Höhe noch mit viel Tiefen sagen wir mal so Sprachen gelernt Latein Griechisch.

00:42:22: Wir mussten mir so einen Sozialpraktikum machen.

00:42:25: da war ich im in so einem Art Langzeitwohnheim für ehemals Obdachlose.

00:42:31: Ich hab da dort mit denen gearbeitet, mit denen Dinge erledigt war zum Arztgefahren, Einkaufen gefahren sowas in der Art und Weise.

00:42:42: Genau!

00:42:43: Und dann ging es natürlich auch ein paar Einheiten wie Wigid Beten oder gemeinsam Gebetsteiten.

00:42:48: das war so das große und ganzes Probedeutikums.

00:42:52: aber eben Zum Verständnisprobedeutigung heißt noch nicht, du warst Seminarist und es war so eine Art Kennenlernen.

00:42:59: Genau.

00:42:59: Also

00:43:00: eine Vorstufe des tatsächlichen Eintrittsensseminar.

00:43:03: In jedem Bistum ist das unterschiedlich.

00:43:07: Es ist immer eine andere Herangehensweise wie Sie das definieren.

00:43:11: bei uns war das so.

00:43:12: ich musste mich erst mal für das Felix Jahn.

00:43:13: umso heißt das anmelden und dann nach einer gewissen Zeit der Probung konnte ich mich dann fürs Seminar bewerben.

00:43:22: Ich musste noch mal ein Gespräch mit dem Regens sprechen, also den Ausbildungsleiter für die Priesterausbildung.

00:43:29: Und dann hat mich der Bischof aufgenommen.

00:43:35: Das heißt du musst es auch wieder ganz formal einen Antrag stellen?

00:43:38: Aber gab's in diesem Jahr für dich nochmal... ...ein Hinterfragen oder war es klar?

00:43:44: nein ich nehme das jetzt mit.

00:43:46: oder mach' das weil es mich einfach der notwendige Schritt ist zu dem wo ich hin will?

00:43:53: Manchmal ist es sehr pragmatisch unterwegs, dass ich schon mal zwei Sprachen mitnehmen konnte.

00:43:57: Also das war was ich im Studium nicht machen musste und für mich war klar, ich gehe den Weg zum Prieste.

00:44:01: also das war in meinem Herzen war das so drin so manifestiert, dass sich einfach alles mitgenommen habe.

00:44:09: Klar gab's negative Eindrücke.

00:44:15: oder wenn großer Freund der Eucharistie der Anbetung Weil dann hast du da jemanden, der eine Leitung hat, die ein bisschen anti-eucharistisch unterwegs ist.

00:44:27: Da fängst du auch erst noch mit achtzehn, neunzehnt und dann auch entweder wirst du dann gerade zuletzt sagt man im Saarland also jetzt erst recht kontra oder du lässt es über dich ergehen?

00:44:38: War das die Zeit wo Du gesagt hast, Du hast schon mal Dir verschiedene Orden angeschaut oder kam das erst später?

00:44:44: Das

00:44:44: kam alles erst später.

00:44:45: Es kam erst als ich in Frankfurt und in Rom war.

00:44:48: Also, Probedeutigung kommt.

00:44:50: Geht vorbei.

00:44:52: Nächste Schritt war dann Eintritt ins Seminar?

00:44:55: Genau,

00:44:55: Eintritte ins Seminare.

00:44:56: Dann Studie in Ort war damals auch für das Bistum Trier in Frankfurt.

00:44:59: St.

00:45:00: George bei den Nisuiten und dann war ich dort zwei Jahre und dann hätte ich eigentlich ins Freijahr gehen sollen.

00:45:07: also bei uns ist es so dass wir im Seminar leben sollen und somit eine Art Vollverpflegung haben.

00:45:16: Und ein Jahr während des Studiums sollen wir mal eine andere Stadt kennenlernen.

00:45:20: Wir sollen das alleine leben, austesten können wir selbst versorgen, können wir selber kochen.

00:45:26: Können wir selbst was schon bügeln war ja immer sowieso dran aber können wir auch allein sein.

00:45:34: und da wollte ich dann nach Rom.

00:45:38: Das war eine Pandemie.

00:45:40: D.h.,

00:45:41: ich habe mein Freier um einen Jahr verschoben d.h.

00:45:44: Ich war dann drei Jahre am Stück in Frankfurt und bin dann im vierten Studienjahr nach Rom gegangen.

00:45:51: Und hast in Rom weiter studiert, an welcher von den verschiedenen Universitäten die es da gibt?

00:45:59: Ich habe an der Gregorianer und genau an der Krieg studiert.

00:46:05: Hat dich das besonders irgendwie beeinflusst deine Zeit in Rom?

00:46:08: Hat das was nochmal mit dir gemacht?

00:46:11: Wie du schon gesagt hast ich hab mich für die Gregorianern entschieden weil sie einfach das größte Studienangebot hat ist es eine der größten Und die haben einfach unglaublich viele Möglichkeiten, welche Kurse du besuchen kannst.

00:46:24: Und da ist im Freier auch darum geht ein paar ECTS-Punkte zu sammeln und damit das Studium sich nicht ewig in die Länge zieht habe ich mir das mit dem größten Studienangebot ausgesucht um auch die größtmögliche Freiheit zu haben Dinge zu hören, die mich interessieren und deswegen an der Gregorianer.

00:46:44: aber es gibt doch Lateralen Universität, die ist bekannt wie Kirchenrecht.

00:46:52: Genau und die Greg glaube ich...

00:46:55: Wird sie von der bestimmten Ordnung geführt?

00:46:57: Genau,

00:46:57: von den Jesuiten.

00:46:58: Also wie Frankfurt auch dort Jesuiten genau.

00:47:02: Jesuiten haben in Deutschland, in Frankfurt ein Campus und im München noch.

00:47:07: Die philosophische

00:47:08: Fakultät.

00:47:11: Da gab es immer am.

00:47:13: Also war ich während meinen Studiums mit einem Freundeskreis, waren wir da immer am Freitag dann in der Morgenmesse.

00:47:18: Die hatten nämlich um sieben Uhr und da frühen ihre Hauskampfhälfte, das hat direkt auch der Campus quasi an, also quasi zentral.

00:47:27: Da konnten wir mal hingehen.

00:47:29: Was hat sonst Rom mit dir gemacht?

00:47:32: Hast du die Zeit noch genutzt, um dann weiter Sprache zu lernen italienisch?

00:47:37: wahrscheinlich hast du irgendwie Kontakte aufgebaut, die dich irgendwie bis heute noch begleiten... kein Geheimnis mehr mittlerweile nach der vierten fünften Folge, dass ich ein Rom-Fan bin.

00:47:48: Und deswegen bin ich da etwas neugierig.

00:47:50: Ja, Kontakte bestehen bis heute auch wenn viele mit denen ich studiert habe und auch nicht mehr in Rom leben sondern mit ihrem Lizenzialen, mit ihrem Studium fertig sind das sie wieder in ihre Länder zurückgegangen sind.

00:48:01: aber mit einigen habe ich bis heute noch Herr WhatsApp Kontakt.

00:48:05: also wenn ich nach Rom fliege fehlen mir schon ein paar Kontakte.

00:48:10: Aber Rom ist für mich wie so eine Heimat geworden.

00:48:13: Also ich gehe, muss zwei drei Orte immer abklappern und dann weiß ich okay jetzt kann ich mal neue Dinge in Rom sehen.

00:48:23: aber es muss erstmal so ein Standardprogramm absolviert werden.

00:48:29: Wie ist das?

00:48:31: Hat das einen oder beeinflusst dich dass wenn du dich eben austauscht Weil das war ein total internationaler Campus, Studiensprache wahrscheinlich dann italienisch.

00:48:46: Gibt dir das eine gewisse Ruhe und Entspanntheit?

00:48:50: Auch heute in einem doch relativ polarisierten Kirchenumfeld wie wir es ja aktuell in Deutschland haben zu wissen?

00:48:58: okay Es ist... Wir sind hier eine kleine Bubble einfach im deutschsprachigen Raum.

00:49:04: Weltkirche ist aber deutlich größer.

00:49:09: Deswegen bin ich auch immer wieder so gerne in Rom, weil ich dann ein bisschen durchatmen kann und eben genau dieses Gefühl für mich bekomme.

00:49:16: War das bei dir ähnlich?

00:49:17: Dass man sich keine Sorgen machen muss.

00:49:20: Rom steht der Fels ist immer noch da und gibt Stabilität.

00:49:25: Eindeutig!

00:49:26: Also es ist für mich immer wieder mal so einen Anker oder so eine Richtschnur wo ich sage okay nicht verwirren lassen, der Fells steht noch.

00:49:36: Also das Fundament ist noch da, es bröckelt auch nicht.

00:49:40: Auch wenn vieles versucht wird dass es brückelt aber Fundament steht und Es gibt unglaublich viel Halssicherheit Aber Hoffnung Und Freude Perspektive.

00:49:52: Also Rom ist für mich immer wieder Kraft tanken.

00:49:54: also ich gehe dahin Manchmal sehr ausgelaugt Durch die durch die Pastoral und Wenn Ich dann dort Bin Ich bin gefühlt nur auf den Beinen Aber du kannst mich danach, ich schwebe quasi über die Straßen rum.

00:50:10: So gut ist das.

00:50:11: Schön!

00:50:13: Lass mir nochmal kurz zurück nach Frankfurt gehen.

00:50:15: Generell Studium.

00:50:17: Man studiert Theologie, Philosophie... ...ist man da mit auch anderen normalen Studenten dann irgendwie in den Vorlesungen?

00:50:29: Also vielleicht kannst du noch ein bisschen erklären wie das klassische Studium, wie man sich das vorstellen muss.

00:50:34: Also es ist ein normaler Masterstudiengang zehn Semester.

00:50:40: Und das Studieren dann auch noch mit die Pastoralreferent werden wollen, die haben dasselbe Studium und genau.

00:50:48: und du hast dann ganz verschiedene Teilbereiche der Theologie Kirchenrecht, Dogmatik, Moraltheologie, Pastoraltheologie-Kirchengeschichte wenn ich es nicht schon gesagt habe.

00:51:06: viele Teilbereiche von der Theologie und dann wirst du ihm dort bekommst, du dann vermittelt natürlich biblische Exegese nicht zu vergessen.

00:51:15: Wie umzugehen mit dem Glauben?

00:51:19: Mit dem Glaubensgut das wir haben?

00:51:23: Wie hast Du die Zeit denn... Du hast ja gesagt parallel in dieser Zeit hast Du im Seminar gewohnt also quasi in einer Seminarsgemeinschaft.

00:51:31: wie hatte ich das irgendwie geprägt?

00:51:33: Hatte ich das gestützt?

00:51:34: War es doch mal irgendwie genervt, weil man eben auf engen Raum mit anderen zusammen war?

00:51:39: oder war das ein guter Austausch in dieser Gemeinschaft.

00:51:43: Ich glaube zwar so ein gesundes Mittelfeld also auf der einen Seite war es manchmal schon sehr schön zu wissen wenn's die Abends schlecht geht, weil es genau klopft an der Tür da ist ein Mitbruder und dann geht man einfach eine Runde spazieren.

00:51:58: Auf der anderen Seite klar wie man auf engem Raum ist morgens meistens gemeinsam Frühstück, mittags gemeinsam ist.

00:52:05: Abends gemeinsam zum Abend ist dann noch eine bis zwei Gebetszeiten am Tag gemeinsam hat und da noch die Uni gemeinsam besucht.

00:52:14: Da kann man sich auch manchmal richtig auf den Nerven gehen.

00:52:16: Also das ist... Man lernt Leute nicht immer nur von ihren besten Seiten kennen sondern auch manchmal von ihren schlechtesten Seiten.

00:52:24: Aber es hat unglaublich geholfen.

00:52:27: Also klar, manchmal kommt man erst durch den negativen Seiten eines Mitbruders verstehen, warum er Priester werden wollte.

00:52:34: Also so drastisch das jetzt klingen mag aber man wusste dann irgendwann woher er kommt und warum er so geworden ist und warum vielleicht dieses Thema gerade so triggert?

00:52:43: Und warum er dann so auf die Palme geht und war klar klar kann auch nichts dafür.

00:52:48: Aber ja dass es seine Genese

00:52:50: gab's in dieser Zeit einen Priester ob es jetzt Regens oder Spiritualo der sonst irgendwie war der dich besonders begleitet hat oder irgendwie, hattest du einen geistlichen Begleiter der dich dann in dieser Berufszeit- oder Findungszeit-, Studienzeit unterstützt

00:53:10: hat?

00:53:10: Ja.

00:53:11: Ich hatte ein Jesuiten, der war mein geistlicher Begleitter und er hat mir ziemlich viel... also es war sehr hilfreich!

00:53:19: Also der hat mir zum Beispiel ich weiß nicht ob das jetzt so ein klassischer deutsche Jesuete ist oder dass ein klassischer Jesuit an sich ist aber er war schon sehr fordernd in der Art und Weise positiv gesehen, wie mein Glaubensleben denn ist.

00:53:38: Also er hat mich sehr immer in diese Frage bringen lassen, bin ich dann wirklich mit Christus in der Beziehung?

00:53:47: Ist das denn wirklich jetzt mein Geist, der mich dahin treibt?

00:53:52: Da ist es wirklich etwas was die Realitäten sagen zum Magis zu diesem Meer.

00:53:57: Ist es wirklich dieses Meer, was Gott von mir will?

00:53:59: Was Jesus von mir wählt diese Beziehung, dieses Enge.

00:54:03: Und das hat der mich gestritzt bis zum Geht nicht

00:54:05: mehr.".

00:54:08: Aber du hast gesagt... Du hast in dieser Zeit deine mal nach links, mal rechts geschaut, was vielleicht auch im Ordensgemeinschaften angeht und so bist du dann zu denen in Exerzits hingegangen.

00:54:18: oder wie hast du die kennengelernt oder versucht kennen zu

00:54:21: lernen?".

00:54:21: Ich habe meistens einen Ordensmann aus dem Orden angeschrieben.

00:54:28: Er fragt, ihr könnt euch vorstellen, dass ich mal zwei Tage mitlebe oder drei Tage.

00:54:33: Oder können wir das einfach mal unterhalten?

00:54:35: Und dann habe ich dort eben mitgelebt und hab dann oftmals schon direkt am Anfang gemerkt ist nicht meins.

00:54:44: Also es war schon relativ schnell klar so, so klar wie das war als ich aus der Kapelle raus bin du bist Priester War das immer, als ich da dort reingekommen bin... Ne.. Es funkt nicht!

00:54:55: Da kommt kein Brenne, da kommt kein Feuer, das springt nichts über.

00:54:59: Wir sind auch dankbar ist in der Situation, dass du dann nicht ins Krübeln kommst.

00:55:02: Okay?

00:55:03: Ist es vielleicht doch irgendwas wie gesagt man so ist ja schön wenn man ein Leben führt wie Du das geprägt ist von klaren Entscheidungen ohne dass man jetzt zwei Seelen hat, die hin und her gerissen sind.

00:55:15: Also ist ja dankbar eigentlich so gesehen.

00:55:18: Ich danke dem Herr an Tag für Tag dass er mir das relativ einfach gemacht hat eben zufolge.

00:55:22: ich glaube manche anderen Berufungsgeschichten sind schon wissen mehr Drama also beten.

00:55:26: mehr Dramatik als meine Ist

00:55:27: ja nicht nur der Berufung.

00:55:28: Meine liebe Frau lacht immer wenn wir irgendwie um uns ein Thema beschäftigen wird drum beten und ich dann auch immer sage Ja du weißt ich brauche Idioten.

00:55:38: sicher Du redest mit einem Esel sozusagen, sagst ihm klar oder sonst versteh ich es.

00:55:48: Einfach nicht.

00:55:51: Aber dann am Ende wahrscheinlich für dich beruhigend zu sehen okay Weltpriester das ist das was für dich.

00:55:58: hat man in dieser Studienphase schon irgendwie pastoralen Berührungspunkte gehabt dass du gemerkt hast okay das bedeutet in der Praxis pastoral irgendwas ganz konkretes

00:56:09: relativ wenig also.

00:56:11: Das einzige Praktikum, was ich länger machen musste.

00:56:13: Es war nach meinem ersten Semester für drei oder vier Wochen in der Varei und das waren so die ersten Schritte des Randtastens, was Pastoral bedeutet.

00:56:27: aber das war kurz nach meinem Anfang im Seminar.

00:56:30: also kam frisch aus Trier dann frischen Frankfurt angefangen in der Großstadt und dann soll es dann nochmal zurück ins Land gucken auf das, was für dich ist.

00:56:44: Ich würde für meinen Dafürhalten sagen es braucht mehr solcher Praktikas die die explizit in den Gemeinden gehen aber gab's leider nicht.

00:56:54: Aber herzliche Einladung dass ich war auch immer zu schrack dafür aber kann ja eine Semesterferien selbst sich darum bemühen.

00:57:03: Also Frankfurt dann Rom dann kommst du aus Rom zurück hast du vier Jahre hinter dir?

00:57:09: Dann wird sie auch schon langsam.

00:57:13: Geht's dann eine Studium, sondern wird sie langsam ernst da?

00:57:17: Dann kam jetzt was komplizierter.

00:57:21: Ich habe in den acht Semestern, also in den vier Jahren so schnell studiert das ich noch die Magisterarbeit und die Abschlussprüfung hatte.

00:57:30: Das heißt, ich musste nicht mehr nach Frankfurt zurück – theoretisch!

00:57:34: Und bin ja ein bisschen Verhandlungen mit meinem Regens damals, mit dem Ausbildungsleiter und gesagt hab' ich war jetzt so wenig im Trier Ich kenne mein Bistum fast gar nicht in der Art und Weise.

00:57:44: Lass mich doch noch mal zurück nach Trier, ich kann ja auch in Trier meine Abschlussarbeit schreiben.

00:57:51: für ein paar Termine fahre ich dann nach Frankfurt.

00:57:53: Gott hatte dann auch zugesagt, durfte ich dann, weil ich unglaublich viel Zeit hatte, durfe ich bzw habe ich mich um einen Job bemüht?

00:58:05: Und hab dann sechs Monate bei den herzigen Brüdern in Tria Auf der Augenklinik mitgearbeitet, in der Augenabteilung.

00:58:13: Mir spannend!

00:58:14: Also ganz was

00:58:15: anderes?

00:58:16: Ganz was anderes.

00:58:17: Also eben nicht so ich schnuppe ein Pastoral rein sondern ich gehe noch mal zurück zu meinen Abitursprüfungen wo ich mir überlegt habe könnte gesund etwas sein.

00:58:24: Ja genau also mir war wichtig irgendwie Klinikssäelsorge hätte man machen können aber ich wusste es kommt irgendwann früh genug nochmal die Säelsorg oder auch den Teilbereich mit der klinik.

00:58:36: Aber wir waren wichtig irgendwie nochmal Karitas und Diakonie nochmal auf eine andere Ebene zu zeigen.

00:58:44: Und ich wusste irgendwann hast du nicht mehr so viel Zeit für solche Experimente, und es war prägende Zeit.

00:58:52: Wirklich?

00:58:52: Prägende

00:58:53: Zeit!

00:58:53: Also ich hätte nie gedacht dass ich mal ein Mann im Rollstuhl waschen könnte.

00:58:58: heute weiß ich Ich kann's.

00:59:02: Wie lange hat das gedauert?

00:59:04: Diese Zeit, in die du dort beim herzigen Brüdern warst?

00:59:07: Sechs

00:59:07: Monate.

00:59:08: Also ein halbes Jahr also das war nicht nur immer mal kurz rein schnuppern sondern... ...die du dann fulltime dort warst oder im nebenbei noch Arbeit geschrieben hast.

00:59:18: Da es über den Begriff von Werkstudenten laufen musste waren's nur zwanzig Stunden die Woche.

00:59:23: Aber das waren dann... Halbtagesstelle.

00:59:25: Genau.

00:59:29: Das war geführt noch von dem.

00:59:31: beim Herzigen Brüdern ist noch nach wie vor und da existiert auch eine Gemeinschaft, die auch noch aktiv quasi.

00:59:39: Da

00:59:39: ist das Mutterhaus von denen direkt nehmt dran.

00:59:46: Das war deine quasi deinen Schnuppern nochmal eben in deine eigentlich Kerndiozöse.

00:59:51: Es war ein Trier.

00:59:53: Darf ich noch mal einen kurzen Schritt zurückgehen?

00:59:55: Du hast gesagt du hast so schnell studiert.

00:59:57: Ich meine in vier Jahren ein quasi Magister Studium Theologie Philosophie ist sehr sportlich.

01:00:05: Weil du so begeistert warst und es nicht erwarten konntest, hast du wirklich in vier Jahren einen Studium durchzudrücken aus reiner Motivation heraus oder weil du gesagt hast ich muss das möglichst schnell hinter mich bringen.

01:00:23: Wie kommt sowas?

01:00:24: Also mein Glück war dass ich eben nicht im dritten Jahr ins Freijahr gegangen bin sondern im vierten, d.h.

01:00:32: die ersten zwei Studienphasen nach dem ersten Jahr und im zweiten oder dritten Jahr komplett an einer Hochschule machen.

01:00:37: Das heißt, ich konnte gewisse Module in sich abschließen.

01:00:41: Und bin danach rum und habe dann natürlich versucht so viel wie möglich mitzunehmen um auch vielleicht manchen Professoren und Professorinnen in Frankfurt zu entfliehen... Entschuldigung!

01:00:54: ...daß ich dort nochmal geschaut habe.

01:00:55: was kann ich denn dort mitnehmen?

01:00:57: Ich hab relativ viel gehört.

01:01:02: Im Nachhinein weiß ich gar nicht, wie ich das geschafft habe.

01:01:04: Weil so oft war ich in der Uni und so oft hab' ich da gar nicht mitgeschrieben aber es ging alles wunderbar!

01:01:10: Also ich hab' da in Rom bessere Noten geschrieben als manchmal in Frankfurt.

01:01:15: Das in einer fremden Sprache auch

01:01:16: noch?

01:01:17: Richtig genau.

01:01:17: Wahnsinn.

01:01:19: Und wie ging's dann?

01:01:19: nach diesem halbjährigen Auszeit nenn ichs mal... Wie ging´s dann weiter?

01:01:25: Jaa und dann fing es an.

01:01:27: Dann war ich kurze Zeit beurlaubt für zwei Monate weil ich mich nochmal geprüft habe.

01:01:36: Ich habe nie meine Priesterberufung infrage gestellt, das war nie das Thema.

01:01:40: Das war für mich immer klar.

01:01:41: aber ich brannte noch sowas Zweites in mir Psychologie und dann hab' ich so ein bisschen... Dann fing der Kopf ja wieder an zu rattern und dann ist egal was das Herz dann sagt, der Kopf dreht sich.

01:01:56: Wenn du jetzt den Weg zum Priestartum gehst bist du auf dem Wischloch angewiesen irgendwann dass er dir sagt, du darfst Psychologie studieren.

01:02:05: Und dann haben wir dann geguckt und haben einen Terminkalender aufgeschlagen.

01:02:07: Dann war ganz klar, ja... Er hat mir die Pistole ein bisschen auf den Brust gesetzt.

01:02:14: Soll ich ihn in zwei Monate geben?

01:02:17: Weil wenn sie in zwei Monaten muss ich eine Stelle haben!

01:02:21: Und er hat sich wirklich, das muss ich ihm hoch anrechnen.

01:02:24: Er hat eine Stelle gesucht und auch gefunden gehabt.

01:02:27: Und er wusste nicht ob ich in den Passeralt was gebe.

01:02:30: Das heißt, er hat sich schon die Mühe gemacht für mich einen Ort zu suchen wo ich gut lernen kann.

01:02:37: Und hat am Ende nicht gewusst geht da oder geht der jetzt mit?

01:02:41: Aber wahrscheinlich auch dich ja kennend über die Jahre und dich so ein bisschen natürlich auch einschätzen können klingelt er eben nach zwei Monaten wieder und sagt Da bin ich wieder!

01:02:53: Oder war es das also?

01:02:54: Ich könnte mir vorstellen dass er das auch gemacht hat weil er das Gefühl gehabt hat Du stehst eher früher als später wieder in der Haustüre drinnen.

01:03:03: Und wieder war es für alle eindeutig im Nachhinein, dass ich in den Pastoralkurs gehe... Ich war der festen Überzeugung so, die Enttriedung wird schwer und für jeder andere wusste wieder das ist ja wieder Selbstläufer.

01:03:18: Klassiker!

01:03:19: Okay, jetzt haben wir's mehrfach.

01:03:21: Ist der Begriff pastoral kursgefallen?

01:03:23: dann die nächste Schwelle oder der nächste Ausbildungsabschnitt.

01:03:27: Was ist Pastoralkurs?

01:03:29: Pastoral Kurs, ich vergleiche das immer wie Priesterausbildung, es ist wie ein duales Studium.

01:03:34: Du musst erst fünf Jahre studieren und gehst dann... Das was du studiert hast bringst du nochmal in die Gemeinde vor Ort.

01:03:43: Du verwirklichst das, du übst das ein, du machst die ersten Schritte in der Seelsorge, du gehst mit den Menschen auf eine Weg und bist mit denen im Kontakt.

01:03:54: Und das ist glaube ich Pastoralkurs, du musst oftmals noch mal nach Trier also in meine Bischofstadt um nochmal solche Kurse wie Religionspädagogik, wie Unterrichtig, Richtig... Wie leite ich ne Gruppe?

01:04:07: Dann kam dann immer später so wie feiere ich Ne Messe?

01:04:10: Wie geht Beichte?

01:04:12: Solche Kurse muss sich dann immer zurück nach Tria.

01:04:15: aber sonst ist Pastoral Kurs erste Schritte als Seelsorger machen Und das war am Anfang, weil ich Pastoralpraktikante leihe auf dem Weg zur Diagonalzweihe.

01:04:28: Die ersten Schritte sind so Gruppenarbeit mit dem Pastor und dem Fahrer viel unterwegs sein.

01:04:36: Auch wenn es Kirchenrecht nicht ganz in Ordnung ist durfte ich schon eine Übung der Predigten.

01:04:44: Das war unglaublich wertvoll!

01:04:48: Wir haben uns alle zwei Wochen abgewechselt.

01:04:50: Also ich war jeden Sonntag mit ihm in den Messen und wir haben uns sonntags abgewechselt, und haben danach auch übergesprochen wie so die Predigten waren.

01:04:57: also es war schon zum Lernen unglaublich wichtig.

01:05:03: Was sich sehr vorausschauend von diesem Priester oder was ich sehr varausschaund finde... Ich meine das wirken als Priesterjahr.

01:05:13: erste Aufgabe, Sacramento verheiratet Eucharistie ganz oben überall.

01:05:19: Aber der Impact, der eine gute Predigt liefert.

01:05:26: Gerade in unserer meinungsorientierten Zeit und wir alle nur noch darauf getriggert sind maximal dreißig Sekunden an den nächsten Swipe zu machen darf man das glaube ich heutzutage nicht unterschätzen.

01:05:41: was es ist also dass man viel Effort in Predigt Ausbildung auch reinstecken muss zieht sich Bei dir irgendwie bis heute durch, dass Predigt einen besonderen Stellenwert hat?

01:05:54: Eindeutig.

01:05:54: Das macht mir mit am meisten Freude und Spaß.

01:05:59: Also erstens sich mit der Heiligen Schrift auseinanderzusetzen, also dieses Ringe und dieses Beten morgens die Bibel aufzuschlagen und das Tagesephangelium zu lesen uns überlegen was sagst du heute Abend in der Abendmesse für eine Kurz-Predigt oder auch das Sonntagsephangilium?

01:06:16: ich lese es immer in der Woche vorher sonntags so festbar Und das schwingt dann eine Woche mit und am Ende mache ich mir da Notizen.

01:06:25: Und ich war am Anfang so einer, der gepredigt hat... Ich habe die gepredicht geschrieben, hab sie abgelesen und oftmals in die Gemeinde geschaut.

01:06:33: Dann irgendwann habe ich mich gedraut, machst nur noch Stichpunkte.

01:06:37: Heutzutage predige ich frei!

01:06:41: Also es macht unglaublich mehr Freude weil du die ganze Zeit die Leute anschauen kannst und du siehst dann irgendwann in den Leuten Sprich das an oder so, genau.

01:06:51: Und dann kannst du es steuern?

01:06:53: Kannst du dich selbst steueren und zu sagen... Ich merke auch selbst nicht frei predige manchmal.

01:06:57: Boah ist das jetzt langweilig!

01:06:59: Woher ist das?

01:07:00: Jetzt will mir das Ganze den Leuten jetzt nicht antun.

01:07:02: Du musst jetzt ein bisschen mehr Pepp reinbringen.

01:07:04: Wenn ich das ablese kann ich das gar nicht aber wenn ich es frei predike da merk' ich okay jetzt wird dir selbst schon zu langweillig dir zuzuhören.

01:07:13: entweder kommst du jetzt zum Punkt oder du schmetterst noch ein bisschen

01:07:17: Was aber auch eine Gabel ist, das erst mal können zu... ...können.

01:07:22: Also vielleicht hättest du ein bisschen mehr auch zu den Dominikanern nochmal reinschnuppern müssen, oder?

01:07:26: Der letzte Dominikus da als prediger Bruder Aber finde ich fundamental wichtig in unserer heutigen Zeit.

01:07:35: Wir haben die beste Message der Welt und irgendwie schaffen wir es nicht sie heute so rüberzubringen wie wir's müssten um alle abzuholen Und ich glaube Es ist ja gar nicht so schwer.

01:07:49: Wir haben die beste Geschichte, wir haben alles also gerade im katholischen was man braucht um Leute anzusprechen optisch akustisch haptisch alles.

01:08:03: und wenn man das dann auch mit gutem Inhalt füllt der ja da ist aber den einfach gut aufbereitet.

01:08:08: Also wir haben ein bisschen einen noch etwas zu tun um Freude Power Begeisterung durch das Wort rüberzubringen.

01:08:20: Ich glaube, das erste Wort hast du gesagt hast Freude!

01:08:22: Also wenn von den Leuten die wirklich regelmäßig in die Messe kommen oder beten... Das mache ich gar nicht als Vorwurf.

01:08:30: aber wenn wir denen ein bisschen mehr die Freude ansehen würden, wenn sie sich trauen würden aus dem versprengten Kreis herauszugehen und den Mund zu öffnen für das was sie bewegt warum sie glauben, warum sie jeden Sonntag kommen also ich glaube wenn die älteren Damen Nehmen wir wieder die älteren Damen als Beispiel.

01:08:50: Wenn die in der jungen Generation sagen würden, warum es dich lohnt immer in dieser Treue zu kommen?

01:08:57: Warum ist die Freude ist?

01:08:59: Ich glaube da macht das ganz viel Klick.

01:09:01: aber wir haben uns verlernt.

01:09:02: oder vielleicht schämen wir uns auch zu sehr.

01:09:04: ich weiß es nicht über unseren Glauben zu reden.

01:09:07: Über die Freud, über die Schönheit

01:09:09: Woran könnte... also ich bin hundertprozent bei dir.

01:09:12: Wir haben eine falsche Scham.

01:09:16: Aber woher kommt das?

01:09:19: Ich erwische mich ja selber so oft, dass ich mir gedacht habe Mensch das wäre doch der ideale Einstieg gewesen um darüber reden zu können oder eine Geschichte dazu erzählen zu können.

01:09:31: Sonst war es wirklich mit einem Lächeln, einer Freude und einer Positivity.

01:09:37: Warum Traum ist das nicht?

01:09:38: Ich hab keine Antwort bisher gefunden.

01:09:41: Wir müssen diese falsche Scham überwinden.

01:09:45: Voll Freude, ich meine Gott sei Dank passiert dir auch was.

01:09:47: Also wenn man in die sozialen Medien geht deswegen sitzen wir auch hier.

01:09:50: Wir müssen dahin wo, wo die jungen Menschen sind?

01:09:53: Die sind halt in diesem Gerät drinnen zumindest mit ihren Augen und ihren Gedanken Und wir haben ja eine viel größere Reichweite als es früher möglich gewesen wäre.

01:10:04: Vielen Dank!

01:10:07: Ich verstehe es ja selber.

01:10:08: Also ich bin ein introvertierter Typ eigentlich, dass ich jetzt hier sitze und mit dir rede und das Ganze theoretisch im Weltkreis zur Verfügung stelle.

01:10:17: Das hat Überwindungen gekostet oder kostet mich jedes Mal Überwindung.

01:10:21: aber wenn wir mit diesen Schritten nicht gehen dann wie sollen wir begeistern?

01:10:26: Wie soll man wenn wir nicht voll Freude erzählen?

01:10:29: Es ist unsere Aufgabe einfach!

01:10:30: Wir sind Kinder unserer Zeit und als solche müssen wir diese Aufgaben wahrnehmen.

01:10:36: Ich kann das genauso nachfühlen, bei jeder Predigt... ich zitter.

01:10:41: Wenn du dich ermestst, also nicht vor Angst sondern vor Ehrfurcht jedes Mal denke ich mir, boah!

01:10:47: Jetzt hast du wirklich jetzt darfst du und du realisierst einfach nur Wahnsinn von was für einer Ehrfeucht und was für einen Auftrag du gehast?

01:10:59: Und ich bin von meinem Naturell auch eher ein bisschen stiller meint man nicht immer aber ... vor Leuten reden, macht mir immer Angst.

01:11:10: Also wenn man jetzt glaube ich mal Herzschlag ziehe die ganze Zeit das wäre fast so auf Predigtniveau... Das ist

01:11:15: aber gut überspielen!

01:11:16: Ja, gut!

01:11:18: Wir haben uns zwei gefunden, wie wir hier in

01:11:21: den Schatten springen.

01:11:23: Ich habe das jetzt nochmal explizit gesagt weil man muss nicht der größte Entertainer sein.

01:11:26: Man muss nicht immer so auf die Leute zugehen.

01:11:30: Das ist gar nicht... Das muss man als Priester nicht.

01:11:34: Klar, man darf mit Menschen scheu sein Aber manchmal sieht man auf Instagram auch nur die, die wirklich immer Vollgas geben.

01:11:45: Die sagen so wie schön und toll es ist und wo man sagt sie sind extravertiert.

01:11:52: Man muss nicht nur extravertieren seine Briefe zu sein sondern man hat als introvertierter die Möglichkeit für das Reich Gottes einzutreten in den Nachfolge Jesu Christi zu gehen.

01:12:01: Deswegen der Mut an alle Introvertierten ihr seid auch gewollt!

01:12:07: Ich stelle es eine These in den Raum, ich weiß nicht wie du das siehst.

01:12:10: Kann es auch daran liegen?

01:12:11: Du hast es vorhin kurz angesprochen dass wir Scheu haben auch ins Gespräch zu gehen weil man vielleicht auch teilweise das Gefühl hat man hat zu wenig Wissen.

01:12:22: ist Es ein Problem unserer Zeit oder eine Herausforderung unserer zeit dass wir einfach Also wir als Leinen zu wenig kategorisch Ausgebildet sind um eben in diesem Bildzeitung, Schlagzeilen, Diskussionen überhaupt bestehen zu können.

01:12:42: Könnte da auch in der Hilfe sein mehr durch Predigten, die man als Kategäse irgendwie auch versteht aber auch über Kategäsereien den Menschen ein das Gefühl zu geben, da bestehend zu können überhaupt in so einem Gespräch?

01:12:58: Ich würde dir voll und ganz zustimmen.

01:12:59: Ich glaube, dass da viel Wissen fehlt nicht in der akademischen Welt das Wissen sondern in der Art und Weise zu sagen warum ist ein jetzt ganz banales Beispiel Priesterweihe nur Männer?

01:13:14: Das ist dann natürlich wenn ich weltlich argumentiere oder mit Gleichberechtigung da komme ich ja irgendwann schnell an Grenzen.

01:13:21: Alter!

01:13:21: Das ist nicht die Thematik um die es sich handelt.

01:13:26: Und ich glaub' gerade nochmal wie Priester, aber auch Seelsorgerinnen und Seelsorgern.

01:13:33: Aber auch Leyen die das Wissen haben den Mund aufmachen und einfach lehren.

01:13:40: Gibt es irgendwelche Angebote wo du sagst also man muss ja nicht jedes mal das Rat neu erfinden sondern man kann ja auch auf bestimmte Informationen dann zurückgreifen?

01:13:53: ich meine gibt dir das übergeordnete generell um einfach Christus kennenzulernen im Sinne von Alpha-Kursen Aber das ist überhaupt erst mal um Christus als in sein Herz zu lassen.

01:14:04: und dann aber eben dieses kathletische... Hast du da irgendwelche Empfehlungen für irgendwelchen Vorlesungs- YouTube Tutorials oder sonst irgendwas?

01:14:17: Also es gibt da gute Angebote.

01:14:22: Aber es ist dann.

01:14:22: teilweise muss man immer aufpassen, dass das dann für ein Line doch schon schnell zu theologisch wird.

01:14:27: Es muss halt so hemsärmlich sein, dass man Leie im ältere Dame oder Jüngere der... gibt's da irgendwas?

01:14:38: Fällt dir da was ein?

01:14:41: Unbezahlte Werbung, neue Anfang die Webseite machen eher Artikelmäßiges, also muss man dann lesen.

01:14:49: Aber ich finde es immer sehr gut auf den Punkt gebracht.

01:14:51: Ich find's verständlich, das würde ich als einen guten Einstieg und es ist auch meistens von Laien geschrieben.

01:14:59: also neuer Anfang ist eine Laientbewegung.

01:15:03: Das kann ich sehr empfehlen.

01:15:05: Dann gibt's ja diverse Podcasts die sich mit dem Thematiken auseinandersetzen

01:15:12: Auch unbezahlte Werbung was ich da ganz spannend finde.

01:15:16: Podcast vom Partner Karl Wallner zusammen mit dem Fahrer.

01:15:24: Die Stunde der Seelsorganität, das Ganze ist immer nur ganz kurz, zwanzig Minuten maximal halbe Stunde wo sie sich ein kurzes Thema nehmen und im Gespräch einfach darüber was tagespolitisches sein aber auch etwas was theologisches.

01:15:35: also da das finde ich mir sehr spannend und sehr bereichern.

01:15:40: bevor wir es aber zu sehr abdriften wir wollen ja wieder zurück zu dir als Person Also Pastoral, dieses pastorale Ja.

01:15:49: Was ich jetzt nochmal ganz spannend finde ist, wenn es dann so diese klassische priesterliche Themen wie, wie fahre ich die heilige Messe?

01:15:59: Wie höre ich Beichte oder sonst irgendwie... Ich muss mich das vorstellen!

01:16:04: Wie kann man sowas beigebracht

01:16:05: bekommen?!

01:16:07: Das Messenfallen ist eigentlich relativ simpel.

01:16:10: Man zieht sich erst an also das ist komplett mit Messgewandt Und dann übt man wirklich von Einzug bis Kniebeuge, Althakus bis über Wandlungsworte sprechen.

01:16:28: Man übt es wirklich ein Messbuch aufschlagen.

01:16:33: Dann solche ein paar Lifehacks kriegt man auch beigebracht wie man die Tücher vielleicht gerade so hält oder den Altar gut bereitet, damit das ordentlich aussieht von Weitem.

01:16:48: Also so ganz banal praktisch aber auch wirklich dieses Vollziehen.

01:16:52: wie geht es denn jetzt eigentlich?

01:16:54: Du hast mich noch nach Beichte gefragt, wie lernt man Beichte?

01:16:57: oder war ich so dankbar dass wir keine Rollenspieler gemacht haben?

01:17:01: Das waren anscheinend die Jahrgänge vorher.

01:17:04: Die mussten dann immer sowas einüben.

01:17:06: Ich finde Rollenspiele sind immer krampfhaft und immer gestellt Und es geht eigentlich immer viel.

01:17:11: Es war viel technischer Und zwar wurden dann solche krassen Beispiele genannt, was in der Weichdate passieren können.

01:17:19: Wir haben es erst mal rechtlich damit auseinandergesetzt.

01:17:24: Darf ich absolvieren?

01:17:25: Darf nicht absolvierend?

01:17:27: Geht das nach oben?

01:17:27: Geh das vielleicht sogar an den Bischof oder an die Buskanonika?

01:17:33: und natürlich hat man dann darüber gesprochen wie geht man da in der Situation um.

01:17:39: Natürlich hat man auch drübergesprochen welches... Buswerk wäre denn jetzt vielleicht angebracht.

01:17:44: Aber es war nie so im Rollengespräch oder in dem Rollenspiel, wo man sagen müsste okay jetzt wird's peinlich.

01:17:51: Würdest du auch so sehen das Beichte eines der unterschätztes Testen Sakramente ist die wir haben zumindest hier in unseren Landen?

01:18:03: Eindeutig, eindeutigt!

01:18:04: Deswegen habe ich am Anfang gestockt weil du gesagt hast ein Sakrament retten und ich habe noch das Tier dabei.

01:18:10: Da ich Kroate bin, kommen zu mir noch relativ viele Kroaten beichten.

01:18:15: Deswegen kann ich mich gar nicht so beschweren dass ich wenig Beichte höre.

01:18:21: Ach ist das einfach unterschätzt!

01:18:22: Es ist glaube ich dieses Denken von der Priesterfrägt aus oder er möchte nur das sechste Gebot wissen was da...ich glaub' das hängt doch in so vielen Köpfen drin gerade bei Leuten die gar nicht zum Beispiel gegangen sind.

01:18:39: Ich frag mich wie hartnäckig dieses Gerücht sich tradiert, wo ich mir denke Leute kommt doch einfach mal und probiert es aus.

01:18:45: Ihr werdet verwandelt daraus gehen ihr werdet unglaublich verwandeld da rausgehen.

01:18:51: ihr seid nicht mit der selbe Mensch wie vorher aber seid nicht so eng seid nicht zu eng gefahren und denkt nur daran was vielleicht vorher war was schlimm war alles gut sondern probiert selbst.

01:19:01: macht eure eigenen Erfahrungen und das sehe ich bei der Erstkommission Verbereitung.

01:19:06: Wenn die Kinder dann kommen, ja Mama und Papa haben mir das und das erzählt was in der Weiche passiert.

01:19:09: Das stimmt gar nicht.

01:19:11: Also da ist irgendwas hartnäckiges, was die Leute mit loslässt?

01:19:18: Ist ja auch besteht die Gefahr wenn man etwas über Jahre nicht gemacht hat dass sich innerlich ein Gedanke manifestiert der vielleicht mal irgendwie oder unterstützt wird von dem es muss doch so gewesen sein aber es gar nicht mehr die Realität widerspiegelt was man eigentlich selber dann erlebt hat.

01:19:37: Aber auch da wieder die vielleicht falsch gelebte Scham dazu beten, nicht zu beten sondern drüber zu sprechen und auch Werbung zu machen.

01:19:47: Auch für dieses Sakrament.

01:19:50: Das ist mal überlegt mit Mr.

01:19:51: Eich.

01:19:52: also jetzt hier in unserer Hauptkirche wunderschön gelegen an einem großen Platz, Fußgängerzone, Tausend Touristen planieren vorbei, eigentlich müsste man ein dreimal drei Meter großes Plakat draußen hinstellen.

01:20:05: Jetzt beichte!

01:20:06: die Leute einladen, holen sie da dazu hinführen.

01:20:10: Weil es ist einfach so ein Geschenk das wir bekommen haben.

01:20:14: Das Gnade ist immer unverdient aber trotzdem unver diente Gnäde dass wir diese Möglichkeit haben.

01:20:22: Woanders gibt's das?

01:20:23: Nirgends, nirgend was man sucht auch den Menschen zu sagen Es gibt nirgens.

01:20:30: Wir haben da etwas was unglaublich wertvoll ist.

01:20:32: Selbst Protestanten kommen zu mir und fragen mich nach der Weichte.

01:20:36: Und bei uns Katoliken oftmals ist es so abwertend, so abschätzt ich, da braucht man nicht.

01:20:42: Ich klär das Abend zum Deinem Liebenherr Gott alleine.

01:20:47: Was geht?

01:20:48: Aber was ist zu wenig?

01:20:49: Wobei ich dann auch immer in den Diskussionen habe ich sehr auch schon oftmals gehört.

01:20:55: Ich provoziere dann immer ein bisschen dem ich sage wow also Wahnsinn!

01:20:58: Was du für einen guten Kontakt mit deinem... oder nicht mit deinim Herrn hast.

01:21:03: weil Hab den leider nicht.

01:21:05: Also da bin ich noch offensichtlich auf der Suche, um einen so engen Draht zu haben und das wirklich bis zum Schluss einmal mit dem Durchkneher anzukönnen, provoziert natürlich.

01:21:17: Aber jetzt nochmal zu dir die ... Das Jahr kommt, das Jahr geht'n.

01:21:20: dann ist der nächste Schritt die Diakon,

01:21:23: weil

01:21:23: wie hast du dich da noch mal speziell darauf vorbereitet?

01:21:26: Das

01:21:26: war einfach auch wieder mit Kursen.

01:21:28: also wie ganz praktisch, wie taufe ich.

01:21:34: Da gibt's dann so eine So eine Holzpuppe seit den letzten Generationen.

01:21:39: Du wartest bestimmt sechste-sebzig Jahre alt, ne?

01:21:41: Die wird

01:21:41: schon öfter getauft.

01:21:42: Ja!

01:21:45: Viele Priesterhände bzw.

01:21:47: Laienhände damals getauft, dann ganz praktisch und ganz banal.

01:21:53: Wie geht eine Hochzeit?

01:21:54: Wie geht mit Traum?

01:21:56: Wie gibt einer Wort Gottesfeier?

01:21:57: Wie gebt eine Beerdigung?

01:21:58: Und so hat die durchspielen...

01:22:00: Weil das auch die Sachen sind, die du als Diakonia dann auch... schon als auch im Sakramenten ja aktiv machen durfte.

01:22:07: Genau

01:22:08: und dann nochmal verstärkt noch ein bisschen mehr auf der Prädigten-Predigtkurs nochmal, weil da dann der offizielle Start war wo ich dann offiziell prädigen durfte?

01:22:20: Aber seid ihr noch mal in Exerzitzien gegangen davor?

01:22:23: Klar das Jahr!

01:22:27: Das war bei uns auch geändert.

01:22:29: Exerzeitsin waren dann ein paar Wochen vorher nicht unmittelbar vor Vor der Weihe.

01:22:38: Und dann ist man dort rausgekommen und für mich war klar, klar.

01:22:42: Klar!

01:22:43: Machst du?

01:22:44: Und kurz vor der weihe durfte ich mir dann aussuchen, dass ich dann vier Tage... Ich hatte vier Tage freie und durfte mir einen geistlichen Ort selbst aussuchen wo ich hingehen will und mir auch eine Person aussuchen die mich dann selbst vorbereitet.

01:22:58: Ja schön.

01:23:00: Wo war das bei dir dann?

01:23:01: Ich war

01:23:02: in Fechter bei Dominikanern.

01:23:06: Prädiger halt Ja.

01:23:09: Schön.

01:23:09: und dann wurdest du in Trier selber geweiht zum Diakon.

01:23:14: oder war das woanders?

01:23:15: Ja,

01:23:15: ist es zwar in Tria selbst.

01:23:18: Genau.

01:23:20: Alleine oder hattest Du noch einen...

01:23:22: Zu Diakun war ich alleine.

01:23:26: Wie fühlt sich so ein Tag an?

01:23:28: Ich meine das hier nur der erste Schritt aber da wird das Ganze wo Du Dich hervorbereitet hast zum ersten Mal wirklich verbindlich in irgendeiner konkrete Art und Weise.

01:23:39: Das ist eine gute Frage.

01:23:41: Es fühlt sich so real, also es darf sich aus dem Treeradom so vorstellen.

01:23:49: Man geht in den Dom rein und am Ende des Tages ist der Hochaltar und dann rechts ist die Sakristei.

01:23:56: Dann bin ich frühzeitig dahin und da musste ich erst mal alle Tränen.

01:24:00: Unten war die große Sakristai wo der Bischof und die Priester sich umgezogen haben und die Weihkandidaten müssen immer einmal die Treppen hoch am Kapitelssaal vorbei und dann nochmal eine Treppe hoch, wo sie da oben die Albe gefunden haben.

01:24:14: Wo ich mich dann oben angezogen habe.

01:24:17: Dann nur Albe... Und dann fing es an!

01:24:22: Ich konnte das Schultertuch nicht anziehen.

01:24:24: Ich hab so gezittert, dass ging gar nichts.

01:24:26: Es ging wirklich gar nix, totale Blockade.

01:24:29: Gut.

01:24:31: Dann irgendwie mit den Domenfrüdern, die mir geholfen haben, mich anzuziehen.

01:24:36: Dann die eine Wendeltreppe runter muss die Albe hochziehen, ich wäre gestolpert.

01:24:42: Also es ging gar nix.

01:24:44: und dann in den Kapitelzahl dort hat dann der Spiritual mich dann eingestimmt und sagt dann hier bin ich.

01:24:56: Das war so das erste Mal wo was abfällt, wo ich mir gedacht habe ok gut erster Schritt getan.

01:25:01: du hast jetzt ganz laut gesagt hier bin nicht Antonio.

01:25:04: Du hast jetzt gesagt hier Bin Ich Haken dran setzen.

01:25:09: Jetzt muss der Bischof nur sagen Ja Hier ist er und dann geht es wieder zurück.

01:25:18: Das war der erste Schritt, wo ich dachte Boah!

01:25:21: Du spielst ja die ganze Weihetausendmal in der Nacht.

01:25:24: Ist das durchgerannt?

01:25:25: Und was kann passieren?

01:25:26: Was kann nicht passieren?

01:25:27: Und das Erste war das erste Schritt getan.

01:25:30: Haken super danke Gott.

01:25:34: Normaler lauf weiter dann starke Predigt des weibischofs und dann fing es an weil ihr versprechen und Dann dieses ich habe sie sehr lange und sehr gut gebetet, durchmeditiert.

01:25:48: Aber dieses aktive vor den Leuten und vor dem Wirtschaftssagen ich bin bereit.

01:25:54: Andere Hausnummer!

01:25:55: Man kann viel lesen man kann viel beten aber es laut zu sagen vor einer scharf von Menschen im Rücken die hinter dir steht die wegen dir gekommen ist um den Tag mit dir zu feiern und mit dir gemeinsam Gott die Ehre zu geben dass das eine aus ihrer Mitte dir konvert vor denen zu öffentlich zu bekunden.

01:26:14: ich bin bereit den armen kranken beizustehen.

01:26:16: Ich bin bereit zu beten für das folgt gott ist Ich bin bereit, dass wort gottes zu verkünden.

01:26:22: Das war heftig.

01:26:25: was das ist für mich so ein wahnsinniges geschenkt diese gespräch eben zu führen weil immer wenn wir dann an diese stellen kommen waren es noch nicht mehr bei der priester weil wissen jetzt bei der dir konwei dieses Diese emotion zu sehen zu spüren in den erzählungen zeigt einfach Es geht nicht um einen Beruf, es geht hier nicht um ein Job.

01:26:48: Es geht hier nichts um etwas, das man temporär ausfüllt.

01:26:53: Ich meine heutzutage wechseln alle drei bis fünf Jahre unseren Job alles normal und so weiter.

01:26:59: Da geht es um derartig was Lebensentscheidendes, was auch Wesens ändern des, was derartige viel Emotionen... Klar selbst, ich finde nicht mehr vorstellt.

01:27:14: Freunde sind Ärzte die haben dann ihre Doktorarbeit und das sind auch Emotionen vorhanden.

01:27:23: aber da passiert nichts.

01:27:25: Wesens ändern des Und und dann jemand wie du jetzt der vor allem setzen der das einem nochmal.

01:27:31: also Ich selbst klick da immer Gänse haut und finde es so schön zu sehen Das ist also kommt gleich noch auf die Priesterweihe Aber Da Ist Nicht Mehr der Antonio von mir, da ist eine aktive Wesensänderung vollzogen worden.

01:27:50: Ich habe jetzt jemanden, der es schafft während der Heiligen Messe in der Beichte auf einmal quart dieser Weihe ein anderer Christ oder nicht ein anderer im Christusformitzus sein.

01:28:06: also Wahnsinn!

01:28:09: Das ist das ist derartig mindblowing dass man's.

01:28:12: Es ist mich jedes Mal wieder überwältig, wenn ich das höre.

01:28:15: Wenn da jemand erzählt und wir auch einfach immer wieder diese Dankbarkeit an den Tag legen müssen, dass Männer- und Frauen diesen Weg gehen in die volle Hingabe Nachfolge von unserem Herrn.

01:28:32: Das versuche ich immer.

01:28:33: Das ist eines meiner wichtigsten Themen zu sagen.

01:28:37: Ihr müsst dankbar sein!

01:28:40: Schimpfen über den.

01:28:41: es hat er schon wieder irgendwie so.

01:28:42: Nein, er ist vor allem egal wie schlecht die Predigt war

01:28:45: richtig er als

01:28:46: Priester ja und als solches Das ist das was am Ende zählen wenn er dann auch noch gut gepredigt hat aber ein bisschen dankbar sein dafür dass er diesen weggegangen ist

01:28:57: Und das muss ich dem weibisch wirklich zu gute halten.

01:28:59: Er hat eine Bombenpredigt rausgehauen, er hat mich ein bisschen gegoogelt und von der Geschichte erzählt, wo ich auf Jugendfreizeit war, Kinderfreizeite und ein kleiner Kind so gesagt hatte, Antonia, du wirst mein guter

01:29:10: Pastor.".

01:29:11: Und das war so der Aufhänger, dass man gute Worte braucht, dass ich mich gerne daran zurück erinnere, dass sich das kleine Kind gesagt hat.

01:29:20: Und dann hat er die Menschen in die Pflichtstellung gesagt geben sie ihm kritisch Rückmeldungen aber tun sie auch eins beten Sie für ihn ... beten sie für ihn, dass er weiter diesen Weg gehen kann.

01:29:32: Und er hat die Worte geendet.

01:29:33: es vergeht keinen Tag... ... kein Tag wo ich nicht an diesem Satz denke.

01:29:38: Wo ihr selbst aus seinem Leben beschreibt,... ... das auch mal kritische Momente gibt schwere Momente.

01:29:44: und dann sagt er Erinnern Sie sich an dieses kleine Kind?

01:29:48: Und dann gehen sie ihren Weg in Treue weiter.

01:29:51: Ähm...und ich dachte mir nur heftig.

01:29:56: Heftig!

01:29:57: Ich habe mit allem gerechnet.

01:29:59: Nur nicht mit dieser Predigt und nicht mit diesen letzten Worten.

01:30:02: Und dann gehen Sie Ihren Weg in Treue weiter!

01:30:06: Und wie siehst du, dass dieses Treu das durchzieht sich irgendwie durchs ganze Leben?

01:30:09: Es ist wie man nicht so faszinierend, wie auf den Punkt das gebracht hat.

01:30:18: Dieser Tag ja also mit einer Emotionalität kommt aber vergeht denn auch wieder und dann kommst du ja relativ schnell wahrscheinlich in deine Routine rein natürlich mit anderen Aufgaben Aber du bist das erste Mal auch in dieser Pfarrei geblieben, wo du schon deine Pastoralia gemacht hast.

01:30:40: Was hat sich aber dann geändert?

01:30:44: Meine Stellung hat sich geändert.

01:30:45: Ich bin jetzt Diakon gewesen.

01:30:49: Das heißt natürlich auch andere Verantwortlichkeiten, anderes Standing und ich hätte nie gedacht die Leute haben das unglaublich schnell begriffen also mit ohne wenig Allüren mit denen mit den nicht per Du war.

01:31:02: Die haben nicht angefangen zu sagen, Herr Diakon können sie.

01:31:05: Sagen, Antonio kannst du?

01:31:07: Das war mir unglaublich wichtig!

01:31:09: Auf der einen Seite hat sich was verändert.

01:31:10: Es war vom Wesen her ist etwas anderes passiert.

01:31:14: Aber trotzdem bin ich noch immer noch Antonio und mit den Ecken und mit dem Kanten Und mit den Begabungen die er hat.

01:31:23: Deswegen war ich... ...die Leute haben aber verstanden es jetzt mehr als nur Passerapraktikant sondern jetzt Diakone Und das hat mir unglaublich viel geholfen, dass die Leute mich mitgetragen haben.

01:31:36: Weil natürlich du musst dich erst selbst finden in dieser Rolle.

01:31:39: Ja unbedingt.

01:31:39: Du musst selbst gucken wie geht das?

01:31:42: Wie gestaltet es jetzt nochmal dein Leben?

01:31:44: und der Terminkalender ist ein anderer!

01:31:47: Du hast auf einmal Beerdigungen!

01:31:48: Du hasst auf einmal Taufen!

01:31:50: Du hattest auf einmal Hochzeiten, Trauungen!

01:31:54: Auf einmal mehr geistliche Gespräche... Und da selbst mal allein schon den Terminkalender, den Überblick zu behalten.

01:32:02: Ich war und den Leuten unglaublich dankbar bei der Predigt.

01:32:07: das war aber dann abgesprochen ob ich mich mit dir alleine unterhalten kann und ein bisschen fragen warum sie das denn machen möchte oder sowas.

01:32:12: also wir haben keine Fragen abgesprochen.

01:32:14: dass hat die alles.

01:32:15: und dann setze ich mich auf die Stufen runter so auf Augenhöhe und dann frage Warum willst du getauft werden?

01:32:23: Dann sagt die wer Jesus mich liebt und nicht Jesus liebe Boah, hallo.

01:32:30: Hallo?

01:32:31: Die ist mir ja fast die Träne in die Augen, was

01:32:33: macht der?

01:32:35: Und auch stark von den Eltern fahrt der katholische Mutter evangelisch.

01:32:41: Kind hat entschieden und macht.

01:32:45: Gänsehaut.

01:32:49: Total jetzt wieder Teamsprung.

01:32:50: aber das hast du gerade gesagt es war deine Prüfung.

01:32:53: Ist vielleicht auch nochmal ganz interessant.

01:32:55: also... Du wirst dir wirklich in so einem Weg ja auch, es ist nicht so dass man dann sagt Antonia jetzt läufst du los sondern du wirst ihr beobachtet begleitet geprüft als solch.

01:33:06: Es sind nicht so das dass man als frei ist und dann in allem was man macht Sondern du hast dann tatsächlich noch echte Prüfungen

01:33:15: mit Noten ja ja und Ausarbeitung alles Ja.

01:33:17: die erste war sowas als Passurapraktikant noch so gruppeleiten.

01:33:21: also welche Rolle nehme ich ein wenn ich eine Gruppe leite und wir welche Rolle nämlich ein wenig ein Projekt gestalten?

01:33:28: Da wird das reflektiert, nochmal reflektieren und noch mal reflektierten.

01:33:32: Und wenn die Ausarbeitung wird dann auch benotet... Genau!

01:33:36: Also man wird ständig geprüft was ja auch nicht immer schlecht ist aber es ist schon noch sehr verkopft.

01:33:47: Aber es hat nichts mehr mit dem klassischen Theologiestudium dazu?

01:33:49: Das hast du abgeschlossen aus der Magisterarbeit geschrieben und dann geht's in diese praktischen Erfahrungswerte und wie Du sagst es wird auch reflektierter.

01:34:02: Es gibt dann offensichtlich auch Vorgaben, also klar natürlich es gibt in den klaren die liturgischen Vorgabe.

01:34:08: Dann gibt's wahrscheinlich bestimmte Freiräume indem man sich dann bewegen kann.

01:34:13: aber ich könnte mir vorstellen das ist einem auch selbst und die Sicherheit gibt okay dass so habe ich mir das für mich ausgedacht.

01:34:20: und wenn ein dritter sagt ja das ist auch in Ordnung so dass man entspannt hat vielleicht auch oder weiß dass man eben nix verkehrtes macht Das ist natürlich ein bisschen theologisch, aber ein Zerkament kann ja tatsächlich auch fehlerhaft gespendet werden und damit dann auch zumindest in Teilen ungültig sein.

01:34:43: Richtig!

01:34:45: Muss einfach nur die Wandlungsquote falsch sprechen?

01:34:47: Also ich sage immer, die Priester, die irgendwie was ungüeltig machen, die müssen ziemlich dämlich sein weil so viel falsch machen kann man gar nicht.

01:34:55: Aber das starke ist es hängt nicht von mir ab.

01:34:59: also ich kann der größte Sünder im Moment sein den größten Gedankengang haben und wir einfach beschissen gehen zu diesem Moment.

01:35:09: Und trotzdem weiß ich, es ist gültig.

01:35:11: Weil wo hat der Wirklichkeit schafft?

01:35:13: Richtig!

01:35:14: Und das ist egal ob ich jetzt gerade disponiert bin oder... ...ob ich grad in einer Laune bin die Messe zu feiern, wo ich das... Ich frag mich welcher Laune feiert mein Messer?

01:35:24: natürlich mit auch richtigem Herzen.

01:35:25: Aber manchmal hat man so einen Moment wo man sagt man ist irgendwie im Kopf woanders.. ..und ich weiß trotzdem dann Es ist Gültig weil es hängt Nicht nur an dir.

01:35:34: Was wir uns leihen, ja auch sehr beruhigend ist zu wissen.

01:35:38: Wir müssen uns jetzt nicht darüber in Gedanken noch weiter aufwägen weil er in der Predigt vielleicht was gesagt hat mit dem man nicht ganz übereinstimmt.

01:35:47: aber das was wesentlich ist hängt nicht mehr am Priester sondern es ist die höhere Instanz die dafür sorgt dass es dann gültig ist.

01:36:02: Du gehst durch dein Diakonazier und es kommt dann natürlich immer näher Priesterweihe als der absolute Höhepunkt dieser Jahre.

01:36:14: Aber wann merkst du in diesem Diakonianzier, okay jetzt gehts Richtung Ende zu?

01:36:21: Bei uns bis zum Trier ist das relativ kurz aus Diakonia, sind sechs Monate, also die Mindestzeit.

01:36:29: Es beginnt zu merken, dass es wirklich nur kurz ist als die nächsten Kurse für die Priesterweihe anstanden.

01:36:35: Kaum ist man zum Diakon geweiht worden und findet so langsam ein bisschen vielleicht seine Rolle.

01:36:40: Da komme ich schon in die ersten E-Mails der Sekretärin des wissenschaftlichen Priestsimilaris.

01:36:44: Sie ermerken sich immer den oder den Termin vor und dann gehen sie im Weihrexizit ziehen und das und das... Und ich denke mir auch krass!

01:36:54: In vier Monaten ist es soweit.

01:36:59: Das war für mich so einfach nur krass.

01:37:04: Erst mal von dem einen zum nächsten und dann hat die Zeit ist, verflogen.

01:37:11: Wo hattest du deine Weihexerzitionen?

01:37:13: Und wie lange haben sie gedauert?

01:37:15: Die waren auf Berg Moria.

01:37:18: Das ist wo genau?

01:37:18: Das

01:37:19: ist bei Schönstadt.

01:37:19: Schönstadt?

01:37:20: Genau.

01:37:20: Berg Morias Schönstadt.

01:37:23: oben bei den Schönstadt Priester gibt es da verschiedene Heiligtümer und Berge und genau auf diesem ging fünf oder sechs Tage, genau.

01:37:40: Und natürlich schießt in der Zeit kommst du wieder auf alle Gedanken von Du bist natürlich Priester zu werden und hättest du noch lieber mal Psychologie studiert statt jetzt hier rumzutrollen und sowas.

01:37:58: Ich bin dann eben in dunkelsten Nebel-Spazieren gegangen.

01:38:01: Mit all diesen Fragen und diese Dings, die auch... Ist das jetzt wirklich dein Ernst, Antonio?

01:38:08: Willst du das möglich?

01:38:09: Willste das jetzt so wirklich tun?

01:38:11: Und dann schießt mir ein Lied von den Wettenhausen an Dominikanerinnen durch den Kopf Jesus der Beste Preutigamn der Welt.

01:38:20: Ein bisschen pathetisch, bisschen kitsch, aber gar nicht schön!

01:38:24: Die eine der ältesten Schwestern singt dort.

01:38:27: Ich kriege es gerade jetzt nicht frei im Wortlaut hinter, aber ich muss es frei sagen.

01:38:33: Wenn ich irgendwann von meinem Schöpfer stehe will ich hören von ihm das ist der Weg den ich für dich erdacht als irgendwann mal Gott für mich sagt genau du bist jetzt den Weg gegangen den ich vorbestimmt habe.

01:38:48: und dann dieses in der Verbindung mit Jesus der beste Praetik am der Welt war klar Danke, Idioten sicher läuft.

01:38:56: Ein Lied aus dem Nichts.

01:38:57: Keine Ahnung wie ich auf dieses Lied gekommen bin?

01:39:00: Keine ahnung!

01:39:01: Es war auf einmal da und dann war klar, gut Thema gegessen.

01:39:08: Dann kommst du zurück aus einer Exerzitie.

01:39:10: die sind wahrscheinlich relativ kurzfristig vor der Weile gewesen.

01:39:15: Wie war denn der Tag vor?

01:39:16: also die Tage vor der weile?

01:39:18: weil was ist da in dir vorgegangen?

01:39:21: und praktisch was ist passiert?

01:39:26: es war so ein diese Vorfreude, zwar wirklich vor Freude auf diesem Tag.

01:39:32: Aber dann auch irgendwann habe ich gemerkt... Ich werde nervös, es ist achtzehn Uhr Prieze wie nach Essen.

01:39:37: Meine Familie ist halt da.

01:39:40: Wir haben sich ein bisschen verspeltet und dann hab' ich schon gemerkt so cool bist du gar nicht wie du machst ne?

01:39:47: Weil normalerweise juckt mich nicht ne?

01:39:51: Ah nee, die Familie ist ja noch nicht da ne?

01:39:54: Nicht so hoch an!

01:39:54: Und wann kommt ihr kurz vor sieben?

01:39:57: Können wir das jetzt noch tun?

01:39:58: Das Essen geht doch nur bis halb sieben.

01:40:03: Und dann ging es so weiter und auf mich kommt ja nichts mehr dazu, alles schon versprochen.

01:40:10: also ich sag mal dass was die Leute am meisten interessiert habe ich ja schon mit der Diakon bei ihr versprochen aber für mich war das die Tiefel ist etwas ganz anderes.

01:40:21: und dann kam ich da vielleicht um nicht alles zu erzählen.

01:40:25: der krasseste Moment war, den ich bei der Diakonweihe nicht zu empfunden habe.

01:40:30: War die Allerheiligen in der Nei, wo ich da gelegen bin.

01:40:36: Alter Schwede!

01:40:38: Also ich hab gemerkt dazu liegen du kommst jetzt nicht schnell hoch.

01:40:44: wegrennen wird schwierig.

01:40:47: Ich habe mich noch nie in meinem Leben so ohnmächtig gefühlt wie in diesem Moment.

01:40:53: Ich lag da und dachte mir was für ein armer Mensch bist Du?

01:40:58: Der hier liegt.

01:40:59: dann dachte ich mir was mir ein unglaublich gesegneter, dankbarer Mensch ist sein kann hier zu liegen.

01:41:07: Es liegt nicht immer in dir und ich dachte mir... Und das war der Moment wo ich dann durch den Kopf ging Gott!

01:41:17: Ich kann jetzt hier nichts mehr tun.

01:41:19: Ich habe meinst jetzt getan.

01:41:20: Ich liege hier und ich komme jetzt auch nicht mehr hier hoch.

01:41:24: Jetzt bist du dran.

01:41:26: Ich bin jetzt mit meinem ganzen Leben Mit all dem was meine Gefühle mit all meinen Wünschen Sehnsüchten was ich vielleicht für mein Leben erdenke und noch erdenken möchte.

01:41:38: Mit all den Wunden, mit dem Freuden, mit den Hoffnungen... Ich lege jetzt hier.

01:41:44: Jetzt liegt hier dein Diener Antonio.

01:41:47: Jetzt bist du dran!

01:41:49: Jetzt musst Du verwandeln und wandeln.

01:41:53: Und es war so erleichtern das... Das, was sich jetzt hier so lange anhört, das waren Millisekunden.

01:41:59: Das waren wirklich Millisekten ne?

01:42:01: Und auf einmal war ich in der ganz anderen Welt.

01:42:05: Ich war so im Gebet drin.

01:42:09: Zweimal bin ich aus dem Gebiet rausgerissen worden, das waren mir zwei Heiligen einmal bei den Hildegard von Bingen weil die Pfarrei wo ich eingesetzt bin heißt ist die Hildegaart.

01:42:18: Okay da hat sich ja mal kurz bewegt.

01:42:19: Ja und richtig bewegt war es bei Antonius vom Padoa Da.

01:42:23: also ich habe alles andere gefragt mich nicht welche heiligen die angerufen haben keine Ahnung Bei diesen beiden weiß ich dies waren dran Und dann krass

01:42:33: So schön zu beobachten.

01:42:34: Wir waren letztens auf einer Jungfrauen bei und unsere Kinder waren dabei.

01:42:38: Und zwar lustigerweise, alle drei nahmen eben auch innerhalb dieser Allerheiligendetanal.

01:42:44: Die hören da ja nicht akkut zu aber in der Sekunde wenn sie den heiligen Johannes die heilige Saisine strahlen Sie einen an.

01:42:50: So davor waren sie ein Gedankspunkt glaube ich ganz woanders.

01:42:53: und dann haben wir gerade in einem Buch geschaut Aber das reißt eine raus.

01:42:56: deswegen so kann ich mir das wahrscheinlich fragt im Bei dir.

01:42:58: Ja

01:42:58: es war genauso ähnlich.

01:42:59: Aber dann zack wieder weg.

01:43:01: Dann

01:43:01: auch weg.

01:43:03: Aber es war wieder so ein Achterwahn der Gefühle von dieses Ohnmächschen.

01:43:07: Du denkst dir, du kannst jetzt hier nicht weg Antoni!

01:43:11: Jetzt ist es ernst!

01:43:12: Du kannst jetzt nicht mehr einfach gehen und dann diese Dankbarkeit zu spüren... Und du musst auch nicht gehen?

01:43:22: Du liegst hier richtig und du bist auch froh hier zu liegen.

01:43:26: Das war Game Changer.

01:43:29: Wie viele Wahlkandidaten wart ihr?

01:43:31: Wir waren dann zu zweit.

01:43:33: Die Besonderheit war, da war noch ein sechzigjähriger ständiger Diakon-Zelibataire lebend der die Berufung gespürt hat dass er auch zum Priester geweiht werden möchte und ihm neben seiner Tätigkeit als Krankenhaus als Krankenpfleger anstatt Diakons Priester zu sein.

01:43:54: Das heißt

01:43:58: zwei ganz unterschiedliche Biografien.

01:44:00: Ganz unterschiedlich, ganz unterschiedlich.

01:44:04: Und dann kommt es jetzt zum Hörpunkt quasi Handauflegen also wirklich die Weile und natürlich auch das erste Mal dass du die Eucharistie aktiv mit vollziehst.

01:44:16: Das

01:44:18: war schon erstmal der Bischof auf die Hände auflegen und dann kommen da natürlich alle anderen Priester.

01:44:25: Es dauert

01:44:26: ja auch eine gewisse Zeit.

01:44:28: Und es ist faszinierend, ich hatte die Augen geschlossen und bei manchen Händen wusste ich genau von wem die Hände kommen.

01:44:39: Bei meinem Chef das war eher ein bisschen zärter.

01:44:42: Bei einem Priester aus dem Erzbistum Freiburg hat sie richtig mit Wuch drauf gehauen wo ich mir dachte, danke!

01:44:50: Es war einfach unglaublich bewegend.

01:44:54: Als der Bischof dann da oben stand und das Weihgebet... ...und die ganze Schaf- und Priester hinter ihm stand, das war ein drückliches Bild.

01:45:06: Und dann eben zuerst die erste Mal Messe feiern.

01:45:11: Da durfte ich im Hochgebet auch nochmal den Einstub... Für uns Priester, die wir heute zu... für uns, die wie heute zu Priestern geweiht wurden.

01:45:22: Das war natürlich wo ich dann auch gekannt habe also... Ich stand wirklich...

01:45:27: Gibt es das auf YouTube?

01:45:28: Können wir's veranschauen?

01:45:29: Es gibt leider... Gott sei Dank nicht doch YouTube!

01:45:32: Aber bei meiner Primitz gibt´s Videos wo man da wirklich sieht... ...wohin ein Winke-Männchen macht.

01:45:41: Genau.

01:45:42: Ja schön.

01:45:44: Wenn das Ganze dann vollzogen ist, abgeschlossen ist.

01:45:50: Ihr zieht raus... Ist irgendwas innerlich abgefallen?

01:45:56: Was ist das für ein Gefühl gewesen als du weißt.

01:45:57: okay jetzt ist es kein Weg zurück Auszug.

01:46:01: und dann bin ich in meinem neuen Leben.

01:46:05: Ich sagte der dass wo es bei mir wusste so Jetzt ist alle Anspannung weg Als ich die Kase das Messgewand an hatte.

01:46:16: Das war der Punkt, wo ich sage nach Medizinflut.

01:46:20: Das war jede Nervosität weg, einfach weg und dann nach der Commune Spendung die Treppen hochzugehen und das erste Mal beim Klerus zu sitzen in den anderen Konzellebranden.

01:46:35: Es war schon bewegend!

01:46:38: Und natürlich am Ende die ganze Nacht der Messe Die Fotos und dann die Leute, die einen umarmen.

01:46:45: Ja mit einem Feiern.

01:46:46: Ich sag mir nur dass sie mich gefeiert haben.

01:46:48: das wäre hoffentlich nicht.

01:46:51: Aber mit mir zu feiern diesen besonderen Tag wo ich mein Leben noch mal anders Gott hingebe... ...die Freude da zu sehen von den Menschen.

01:46:58: Das war super verbauend!

01:47:01: Wie war das für deine Eltern?

01:47:03: Hast du da irgendwie noch was Besonderes gespürt dazwischen euch?

01:47:09: Ja vor allem zwischen meiner Mutter.

01:47:12: Meine Mutter ist sonst immer sehr, sehr ruhig.

01:47:15: Und die redet nicht so oft mit fremden Leuten und sowas.

01:47:20: Und dann in diesen Tagen von Weyhe und Frimitz kamen sie dann mal ganz schwarz... Ich bin die Mutter!

01:47:28: Ich bin der Mike!

01:47:30: Das ist ja aber mal los mit der!

01:47:33: Ja, ich bin die Mutter!

01:47:35: Seit wo?

01:47:37: Die hat oftmals auch die Show gestohlen.

01:47:39: Also die Frau-Mutter die war dann sehr präsent, was auch unglaublich schön war.

01:47:45: Ja

01:47:45: eine Priester-Mutter hat aber auch einen ganz besonderen Stellenwert.

01:47:51: also da darf sie auch

01:47:52: eindeutig

01:47:53: ein bisschen ihr stolztes das falsche Wort in ihrer Freude einfach ausleben.

01:48:00: In der Pfarrei wo du ja auch schon dein Pastoralier und deinen Diakonatszeit verbracht hast bist dann zurückgekommen in diese Pfarei Und du hast dir wieder, also bis erst mal als Pastoral Praktikantin gekommen.

01:48:14: Dann warst auf einmal Diakon und jetzt herrst du als Priester, als Kaplan zurück?

01:48:19: Wir haben die Menschen auf dich reagiert!

01:48:21: Die waren einfach dankbar weil sie hatten vorher ein paar Kapläne gehabt und die haben nie den Weg gesehen wie die Kaplänes zum Diakonen geweiht wurden.

01:48:29: Die haben immer fertige Priester bekommen, die dann ihre erste Stelle dort angetreten haben und bei mir haben Sie jetzt mal den kompletten Weg gesehen Und auch wieder hier, es war kein Thema.

01:48:43: Ich bin jetzt Priester und äh...und das war schon krass.

01:48:48: wo ich mir gedacht habe hätte ich nie gedacht.

01:48:51: die Leute haben auch den Priester ganz schnell eingefordert aber ganz schnell ne?

01:48:55: Eier dann wässt ihr hier und dann wünschen wir uns das und dann und dann hätten wir gerne hier den Primit sägen und dann hier die Krankensalbung und dann musst du da und dahin gehen.

01:49:04: Leute lass mich doch erstmal ankommen aber nee sofort zack davor wozu ich gewalt worden bin direkt eingefordert Super, was will ich mehr?

01:49:11: Wollte ich gerade sagen von Null auf Hundert.

01:49:14: Aber dafür bist du Priester geworden und das ist ja das Geniale für uns wieder.

01:49:18: also ich habe immer die Leinenperspektive da und versuche es ja auch immer mit dieser Dankbarkeit wieder.

01:49:23: Da ist jemand der hat idealerweise sein Handy an für unsere Stunden am Tag und begleitet uns Menschen vom quasi Tag unserer Geburt bis hin... Es ist der Priester der uns dann über die Sterbessagramente hin zu Gott bringt, es ist er.

01:49:43: Und zwar war unser ganzes Leben und wir dürfen ihn... Wir dürfen es einfordern!

01:49:49: Es ist unser Recht auch einzufordern.

01:49:51: Dafür ist der andere eben Priester geworden.

01:49:56: Also ich meine du bist das ganze am Anfang deines Priestetums.

01:49:58: aber wenn ich mir das vorstelle wie schön ist das für einen Priester zu erleben wirklich einem Menschen und Du bist ja sehr jung-Prieste geworden.

01:50:06: Du hast ja jetzt hoffentlich noch viele Jahrzehnte vor dir von der Geburt an ein Menschenleben zu begleiten und bist kein anderer Mensch außerhalb einer Familie, aber kann einen Leben derart nahe und bestimmend begleitet wie es der Priester

01:50:29: macht.

01:50:29: Eindeutig!

01:50:31: Du hast immer noch so viel Grundvertrauen was die Leute einem schenken.

01:50:34: du bist eingeladen zu Hause privatesten Räume betrittst du Du lernst Geschichten kennen, du lernest Biografien.

01:50:43: Wenn man Gespräche führt und dann wird das Vertrauen in die Leute schenken... Die haben mich als Passorabraktikant gekannt, als Diakon!

01:50:53: Und dann erzählen dir, siebzig-achtzigjährige Menschen von ihrer Kindheit und Jugend was sie alles erlebt haben und ich denke mir, krass?

01:51:04: Die erzählten jetzt den heißen.

01:51:06: Also komplett alles aus ihrem Leben.

01:51:11: einem siebenzwanzigjährigen, der Ohrenkel sein, Erzählen die ihr ganzes Leben?

01:51:19: Weil

01:51:19: die anderen das aber dieses Gefühl haben und das lässt sich, dass es da steht.

01:51:24: Dieses Gefühl steht über der Wirklichkeit.

01:51:26: Das ist egal ob du so sechs oder sieben zwanziger Ding bist.

01:51:30: Aber dieses Urvertrauen, da is mir jemand gegenüber Mit dem rede ich natürlich als Person, aber ich möchte von dem nicht seine Lebenserfahrung haben Sondern ich darf von dem sein Priestetum haben.

01:51:44: Und dann ist es egal, ob er siebenundzwanzig ist oder sieben und achtzig die Person, die dagegen übersteht.

01:51:50: Eindeutig.

01:51:51: Einteutig!

01:51:53: Wie gesagt immer sehr befreiend zu merken Antonius liegt nicht an dir.

01:51:59: Vielleicht ist das auch so ein bisschen meine Grundwirtschaft als Priester?

01:52:02: Oder wo ich mich ja auch immer wieder erde und vielleicht ist das doch das Erfolgsrezept warum viele Leute zu mir kommen weil ich mich nicht wichtiger nehme als ich bin.

01:52:12: Ich bin wichtig, geliebtes Kind Gottes alles gut!

01:52:14: Ich bin Priester aber ich bin vor allem in erster Linie dienen das Werkzeug für ihn da oben.

01:52:22: Glaubst du irgendwas noch wo du jetzt in den letzten Monaten gemerkt hast?

01:52:27: Du musst es auch an dir selbst arbeiten um diesen neuen Aufgaben überhaupt gerecht werden zu können.

01:52:35: nennst du es mal ein emotionaler Stress zu wissen, okay ich habe mein Handy neben mir liegen und das kann nachts um zwei Uhr jederzeit das das Handy läuten.

01:52:44: also macht ja wahrscheinlich auch was mit ein und da muss man auch erst lernen damit zurechtzukommen.

01:52:50: Die die Wahrscheinlichkeit dass das Handy nachts klingelt geht gehen null.

01:52:55: leider Gottes

01:52:56: noch weil du halt noch auch Kaplado bist.

01:52:58: genau richtig Wenn du mal Verantwortung dann auch in der Parallel hören übernimmst, wird sich das auch ändern.

01:53:04: Aber dieses Grundanspannung... aber es könnte trotzdem sein dass jemand anruft?

01:53:08: Also die Nummer steht auf dem Anruf beantwortet da.

01:53:11: sie wird dann vorgelesen.

01:53:12: Indrängeln in solchen Fällen können Sie sich beim Pastor, beim Kooperator oder im Kaplan melden und das ist schon ein Druck im positiven Sinne zu sagen ich bin bereit Ich muss bereit sein.

01:53:32: Vielleicht ist das Wort, ich will bereit sein dass was am besten trifft weil dafür bin ich Priester geworden.

01:53:39: nur die größte Gefahr ist dann eben dass man sich voll und ganz verausgabt wenn man sich nicht die Zeiten des Ruhe der Ruhe gibt zum Beispiel freier Tag.

01:53:47: ich bin kein Weltmeister darin den zu machen und glaube ich wichtig ihn zu machen.

01:53:51: ich mache es leider nicht gut genug.

01:53:54: also das sind Dinge die ich noch lernen muss oder die ich lernen will um zu sagen ich will nicht die ersten zehn Jahre mich verheizen lassen oder mich selbst verheizten, dass ich dann irgendwann ausgebrannter liege.

01:54:05: Darum geht es ja.

01:54:05: also das geht dir nicht darum, dass man... Also man muss dich als Person schützen, nicht wegen dir als Person sondern wenn du nicht mehr die Kraft hast, dann schlägt sich das ja auf alle dann irgendwie durch.

01:54:20: mein klar Du bist wichtig und so weiter.

01:54:22: aber du kannst dir nur dann Vollgas geben für die Welt wenn man dich eben auch in voller vollem Saft stehen hat.

01:54:31: Bist du es in dieser Zeit noch mal aktiv aus dem Ordinariat auch heraus begleitet?

01:54:36: Oder bist Du wirklich draußen?

01:54:37: und bis halt mit dem ordentlichen Pfarrer, das war's?

01:54:43: Bis zu der jetzigen Stelle also im Ende des ersten Kaplansjahr bin ich auch dem Priestsimitar unterstellt, d.h.

01:54:49: dem Regens und den Spektritorial.

01:54:51: D.h.,

01:54:52: es gibt... Ich laufe noch unter manchen Seminarprogrammen mit wie zum Beispiel zu Arthur Asentage, das heißt wir ziehen uns dann für vierundzwanzig Stunden zurück an einem geistlichen Ort.

01:55:04: Das nächste Mal wird in Maria Lach sein wo wir dann vierund zwanzig stunden in die Ruhe gehen miteinander reden miteinander beten und dann gibt es immer so eine Grund thematik die der spiritual sich ausgesucht hat und mit der arbeiten wir dann.

01:55:19: wenn jemand mal ein ganz anderes Thema hat da darf er auch mit dem ganz anderen Thema kommen.

01:55:24: haben sich irgendwelche Schwerpunkte heraus entwickelt schon oder entwickeln sich, wo du sagst okay das liegt dir besonders wichtig in dem prießerlichen Dienst.

01:55:33: Du sagst da könnte ich einfach auch vielleicht mein einfach meinen Fokus drauf ausrichten?

01:55:39: Also ich habe glaube ich noch mal mehr die öcheres Tiefrämigkeit in der Fahrreifersucht zu stärken.

01:55:44: Wöchentliche Anbietung eine Stunde.

01:55:46: ist mein Konzept dass ich mit der Monstrance dann immer in andere Ortschaften fahre und dann immer explizit dort wo nicht die Abendmesse ist.

01:55:56: Ich wollte sagen, die haben schon die Abendmesse.

01:55:58: Und da gehe ich vielleicht gerade am Ende der anderen Verreihe bei den Leuten, die jetzt heute nicht die Möglichkeit haben in die Messe zu gehen.

01:56:04: Da habe ich dort mit denen eine Stunde Anbietung und ich versuche die nochmal die Beiche nach vorne zu pushen.

01:56:13: also weil es ist so ein starkes Akrament.

01:56:21: Ich hab noch keinen Menschen erlebt, der aus dem Beispiel rausgegangen ist, der gesagt hat Es hat nichts irgendwie gemacht.

01:56:28: Das kann auch gar nichts sein.

01:56:30: Mindestmaß an Millimeter auf einem Herzen da reingehst, dann musste ich das bewegen.

01:56:36: Probiert es aus, sag' ich nur!

01:56:37: Probiert das aus... Es wird euch da Leben verändern?

01:56:40: Es

01:56:40: wird?!

01:56:41: Du wirst ein anderer Mensch!

01:56:43: Life-Changer im Moment ist interessant.

01:56:44: Wichtig!

01:56:46: Aber die Gnade zu haben und das Vergebung zuzusprechen... Krass!

01:56:54: Abschluss hin jetzt jedes Mal sich der Auszutausch nicht dank dir mitgenommen hast, dein Herz miterleben.

01:57:02: durf ich war.

01:57:04: Ersten Jahr wahrscheinlich leicht wieder fürs Priester-To-Mentscheiden.

01:57:07: Wunderbar!

01:57:09: Danke, dass du diesen Weg gegangen bist.

01:57:10: Danke, das du dieses prießerliche Wirken in unsere Welt bringst und dir Gottes Segen.

01:57:17: viel Kraft für all das was noch vor dir liegt und vielleicht nächstes Jahr dann mal zusammen nach Rom.

01:57:25: Sehr gerne!

01:57:28: Resident zu Liebhaber dann und richtig.

01:57:32: Vielen Dank lieber Antonio, dass du bei uns gewesen bist und wir sehen uns hoffentlich ganz bald wieder.

01:57:36: Vielen

01:57:36: lieben Dank für die Einladung.

01:57:44: Der katholische Podcast.

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